Terrorwarnung: Rolltore am Bahnhof heruntergelassen

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München - Nach Hinweisen auf einen für Ende November in Deutschland geplanten Terroranschlag hat die Bundespolizei in München die Sicherheitsvorkehrungen am Hauptbahnhof verstärkt.

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Am Mittwoch sollen die Rolltore am südlichen und nördlichen Eingang heruntergelassen werden, um Personenkontrollen durchführen zu können, sagte der Sprecher der Bundespolizei Berti Habelt auf Nachfrage. Polizeifahrzeuge werden an den Eingängen postiert. Möglicherweise werden nicht mehr alle Eingänge zum Hauptbahnhof frei zugänglich sein, so Habelt. Wie weit man mit den Sicherheitsvorkehrungen gehen müsse, sei noch nicht bekannt. Das werde sich in den nächsten Stunden zeigen.

Terroralarm am Hauptbahnhof

Terroralarm am Hauptbahnhof

In Bayern werde die Polizeipräsenz an Flughäfen, Bahnhöfen und im öffentlichen Nahverkehr insbesondere in München verstärkt. Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch an. Er warnte wie zuvor bereits Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vor einem möglicherweise geplanten Anschlag in Deutschland noch im November und “vielleicht auch in den Dezember hinein“.

Am Münchner Flughafen wird ebenfalls die Präsenz verstärkt. Die Beamte laufen verstärkt Streife.

Die Hinweise hätten sich in den vergangenen Wochen “sehr stark verdichtet“, sagte Herrmann. Und es gebe Hinweise von verschiedenen nachrichtendienstlichen Quellen aus verschiedenen Regionen der Welt. “Die Übereinstimmung dieser Hinweise ganz unterschiedlicher Quellen führt jetzt zu einer etwas vergrößerten Besorgnis als sonst.“ Für Panik oder Angst bestehe aber kein Anlass.

Keine Hinweise für Terror auf Weihnachtsmärkten

Laut Herrmann (CSU) gibt es derzeit aber keine konkreten Anhaltspunkte, dass Terroristen gezielt Weihnachtsmärkte in Deutschland im Visier haben. Dafür gebe es “nicht den geringsten Hinweis“, sagte Herrmann am Mittwoch in München - auch wenn man natürlich grundsätzlich nichts ausschließen könne. “Ich schätze aber im Moment das Risiko für einen Weihnachtsmarkt nicht größer ein als für jedes Fußballspiel.“ Trotzdem werde auch rund um diese Märkte die Polizeipräsenz erhöht.

Herrmann betonte, es gebe keine “konkretisierten Hinweise“ auf bestimmte Anschlagziele oder bestimmte Tage oder Zeitpunkte, zu denen ein Anschlag stattfinden könnte. Besonders gefährdet seien aber neben dem Luftverkehr und Bahnhöfen auch jüdische, US-amerikanische oder britische Einrichtungen. “Grundsätzlich sind aber natürlich auch auf viele andere Ziele Anschläge denkbar“, fügte der Minister hinzu. Zudem seien völlig unterschiedliche Terrorakte denkbar - von ferngezündeten Bomben über Selbstmordanschläge bis hin zu “Anschlägen mit anderen Waffen - mit wilden Schießereien oder anderes mehr“.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Mittwoch in Berlin eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen wegen erhöhter Gefahr von Terroranschlägen angekündigt. Die Bundesregierung habe konkrete Hinweise darauf, hieß es. De Maizière sprach von einer “neuen Lage“ hinsichtlich der Terrorgefahr in Deutschland.

mm

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