Im Truderinger Wald in München am Dienstag

Polizei startet erneut große Suchaktion nach vermisster Mutter und Tochter

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München - Der Fall der verschwundenen Mutter und Tochter aus dem Münchner Stadtteil Ramersdorf nahm am Sonntagabend eine dramatischen Entwicklung.

Was wir wissen

  • Die 41-jährige Münchnerin und ihre 16-jährige Tochter werden seit Samstag vermisst
  • Am Montag gab die Polizei bekannt, dass sie davon ausgehe, dass beide nicht mehr leben
  • Der Ehemann der Mutter gilt als tatverdächtig - er wurde verhaftet
  • Ein Waldstück im Münchner Osten wird nach den Vermissten abgesucht

Update, 30. Juli, 16.30 Uhr: Polizei startet erneut große Suchaktion

Rund 100 Beamte sollen am Dienstag erneut nach den Leichen der verschwunden Mutter und ihrer Tochter im Truderinger Wald gesucht haben. Sie seien nach Informationen unseres Partnerportals Tz.de mit Suchstöcken, Schaufeln und Diensthunde unterwegs gewesen sein.

Mit Verweis auf die aktuellen Ermittlungen hält sich die Polizei weiterhin über die Hinweise, die zur Suche in diesem Waldstück geführt haben, bedeckt. Auch zu den Fundstücken, die die Beamten sichergestellt haben, werden keine weiteren Details genannt.

Update, 10.58 Uhr: Polizei sucht Wasser ab

Neben dem Waldstück sucht die Polizei auch den Baggersee im Truderinger Wald ab. Das berichtet die TZ. 

Noch kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die beiden Frauen nicht doch in eine, Versteck befinden.

Update, 9.53 Uhr: Polizei vermutet Leichen in Wald

Wie unser Partnerportal tz.de weiter berichtet, erklärte ein Polizeisprecher gegenüber der Zeitung: "Die zwei Leichen der vermissten Frauen können dort unter Umständen vermutet werden“. 

Fotos von Vermisstensuche in Wald bei München

Update, Freitag, 25. Juli, 8.10 Uhr: Polizei sucht Wald ab

Wie die Bildzeitung am Freitag berichtet, werde seit dem Morgenstunden ein Wald im Münchner Osten abgesucht. 150 Einsatzkräfte der Polizei samt Hundestaffel befänden sich vor Ort. Zudem sei ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera im Einsatz.

Da am Nachmittag bis zu 35 Grad erwartet werden, wird bereits am Freitagmorgen nach den beiden vermissten Frauen gesucht.

Die beiden Frauen gelten weiterhin als vermisst

Update, Dienstag, 6.43 Uhr: Verdächtiger in Zweitwohnung der Frau verhaftet

Seit mehr als einer Woche gelten eine 41-Jährige und ihre Teenager-Tochter in München als vermisst. Inzwischen gehen die Ermittler davon aus, dass die beiden tot sind, wie der Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums, Marcus da Gloria Martins, am Montag in einer Pressekonferenz (Update 12 Uhr weiter unter) mitteilte. 

Der Ehemann und Stiefvater der beiden Vermissten wurde am Sonntagabend in der Zweitwohnung seiner Ehefrau am Sonntagabend von den Ermittlern der Münchner Mordkommission verhaftet. Dies berichtet die Bild. Er leistete bei der Festnahme offenbar keinen Widerstand. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft wegen „Totschlags in Tatmehrheit mit Mord“.

Wie die Bild weiter berichtet, sei der verdächtige Ehemann noch am Tag des Verschwindens zur Polizei gegangen. Dort bekam er dann offenbar die Auskunft, er solle in 48 Stunden wieder kommen. Was er dann am Montagnachmittag getan hat. Seine Version: Mutter und Tochter sind am Samstag gegen 14 Uhr Richtung Einkaufszentrum in Neuperlach aufgebrochen. „Wir haben erhebliche Zweifel an diesem Szenario. Die beiden sind nie am PEP angekommen", so der Polizeisprecher.

Die Ermittler gaben nun Fahndungsfotos des Verdächtigen heraus, um an mehr Informationen über ihn zu gelangen. Die Kripo (Tel. 089/2910-0) bittet nach wie vor dringend um Hinweise.

Update, 21.30 Uhr - So berichtet ein Freund der Familie von den Ereignissen

Dem Focus gegenüber berichtet ein Freund der Familie, dass es immer wieder zu Konflikten zwischen dem Tatverdächtigen und seiner 16-jährigen Stieftochter gekommen sei. Der Bekannte kennt die vermisste 41-Jährige schon seit 19 Jahren. Einige Tage vor dem Verschwinden der Frau und ihrer Tochter sei er noch mit ihr und dem Verdächtigen aus gegangen. An dem Abend sei nichts auffälliges passiert, nichts habe auf einen Konflikt hingedeutet. Aber bei einer früheren Begegnung habe man deutlich gespürt, dass es zwischen dem Verdächtigen und dem Teenager alles andere als harmonisch zugegangen sei.

Die Ereignisse der letzten Tage fände er sehr bedrückend, er lenke sich mit Arbeit davon ab. 

Update, 20 Uhr - Vermisstenmeldung des Verdächtigen weist Löcher auf

Die Verhaftung des Tatverdächtigen Ehemannes der vermissten 41-Jährigen und ihrer Tochter lässt nichts Gutes ahnen. Unter Verdacht geraten war der 44-Jährige wohl vor allem, weil er, gemeinsam mit dem Exmann der Vermissten, seine Frau und Stieftochter als Vermisst gemeldet hatte. Die Vermisstenmeldung des Deutsch-Russen wies aber laut polizeilichen Angaben "Plausibilitätslücken" auf. Bisher hat er sich nicht zu den Vorwürfen geäußert. 

Update, 15.45 Uhr -  Verdächtiger schweigt weiter

Nach wie vor schweigt der Verdächtige im Verschwinden der 41-Jährigen und ihrer Tochter. Laut Auskunft seines Anwalts will der 44-Jährige gebürtige Russe sich nicht zu den Vorwürfen äußern, berichtet unser Partnerportal tz.de. Er soll im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden. 

Update, 13.09 Uhr: Polizei veröffentlicht weitere Details und Bilder

Wie bereits berichtet, sollen angeblich am Samstag, 13.07.2019, gegen 14 Uhr, eine 41-jährige Münchnerin mit ihrer 16-jährigen Tochter die gemeinsame Wohnung im Bereich der Ottobrunner Straße verlassen haben, um einkaufen zu gehen. Seitdem hatten die beiden keinen Kontakt mehr zu ihren Angehörigen oder anderen Personen. 

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand wird mittlerweile von einem Tötungsdelikt zum Nachteil der beiden Frauen ausgegangen. Als Tatverdächtiger wurde am Sonntag (21. Juli) gegen 18.45 Uhr, der 44-jährige Ehemann der 41-Jährigen (und Stiefvater der 16-Jährigen) festgenommen. Der Haftbefehl gegen ihn lautet auf den Tatvorwurf des Mordes. Der Tatverdächtige wird diesbezüglich heute im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter vorgeführt. 

Aufgrund der aktuell laufenden Ermittlungen können momentan keine weiteren Angaben zu einem möglichen Tatablauf und zum genauen Ermittlungsstand gemacht werden. Hierzu bitten wir um Verständnis. 

Vielmehr erhofft sich die Münchner Polizei ergänzende Hinweise durch eine Erweiterung der Öffentlichkeitsfahndung. Die vorliegenden Bilder zeigen den Tatverdächtigen sowie die beiden Pkw der Familie, einen roten Hyundai i30 und einen anthrazitfarbenen VW Tiguan.

Zeugenaufruf

Wir bitten Personen, die hinsichtlich des Tatverdächtigen sowie der beiden Pkw, insbesondere am Freitag, 12.07., Samstag, 13.07. oder Sonntag, 14.07.2019, Beobachtungen im Bereich der Ottobrunner Straße 31 oder auch an jeder anderen Örtlichkeit gemacht haben, sich umgehend mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder auch mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Update, 12 Uhr: Pressekonferenz der Polizei

In einer Pressekonferenz informierte Marcus da Gloria Martins, Sprecher der Münchner Polizei in der Öffentlichkeit, über den aktuellen Ermittlungsstand. Seit vergangenen Mittwoch geht die Polizei München nicht mehr von einem "normalen Vermisstenfall" aus. Ab diesem Zeitpunkt übernahm auch die Mordkommission die Ermittlungen. 

Am Sonntagabend habe man den 44-jährigen Ehemann von Maria Gertsuski verhaftet. Es gebe eindeutige Indizien, welche die Verhaftung rechtfertigen. Weitere Angabe zum aktuellen Erkenntnisstand konnte Marcus da Gloria Martins aus ermittlungstaktischen Gründen nicht tätigen.

Da sich die Ermittlungen äußerst komplex darstellen, habe man sich entschieden die Öffentlichkeitsfahndung zu erweitern. Im Laufe des Tages werde man zwei Bilder von den Autos der Familie und Bilder des 44-jährigen Tatverdächtigen veröffentlichen. 

In diesem Zusammenhang erhofft sich die Polizei weitere Hinweise aus der Bevölkerung. Auch die Aussage, dass Mutter und Tochter zum Shoppen fahren wollten, konnte laut Marcus da Gloria Martins von dritten noch nicht bestätigt werden. 

Update, 10.34 Uhr: 

Für 11.30 Uhr hat die Polizei ein-Presse-Statement angekündigt. Dabei wollen die Ermittler Lichtbilder und weitere Informationen zur Öffentlichkeitsfahndung präsentieren, berichtet unser Partnerportal tz.de.

Update, 8.04 Uhr:

Im Fall der seit über eine Woche verschwundenen Maria Gertsuski (41) und ihrer Tochter Tatiana (16) aus München-Ramersdorf gibt es eine neue Entwicklung - die Schlimmes vermuten lässt. Am Sonntagabend wurde der Ehemann Roman H. festgenommen und voraussichtlich am Montag dem Haftrichter vorgeführt. 

Weiterhin offen ist, unter welchem Vorwurf der Deutsch-Russe verhaftet wurde. Wird er des Mordes an seiner Frau und seiner Stieftochter (Tatiana entstammt der ersten Ehe von Maria Gertsuski) verdächtigt? Oder soll er die beiden an einen geheimen Ort verschleppt haben?

Erstmeldung:

Seit Samstagmittag, 13. Juli, gelten Maria G.(41) und ihre Tochter Tatiana (16) als vermisst. Vor gut einer Woche wollten die beiden nach aktuellem Ermittlungsstand mit dem Bus zum Shoppen ins Einkaufszentrum Pep in Neuperlach fahren. Dort kamen die beiden allerdings nie an. Von Mutter und Tochter fehlt seit 13. Juli, 14 Uhr, jede Spur. „Seitdem kam kein Kontakt mehr mit den Angehörigen zustande“, heißt es von Seiten der Beamten.

Laut Bild-Informationen meldete Marias Ehemann die beiden Frauen als Erster bei der Polizei als vermisst. Die Polizei gibt wenig später eine Öffentlichkeitsfahndung heraus und bittet die Bevölkerung um Hilfe.

Verdacht auf Gewaltverbrechen erhärtet sich

Ein Untertauchen oder eine Reise der beiden Vermissten gilt aufgrund der Beweise als sehr unwahrscheinlich. Die Ermittler finden nämlich Reisepässe von Mutter und Tochter in der gemeinsamen Wohnung. Im Laufe der Untersuchungen wurde wegen des Verdachts eines Gewaltdeliktes ermittelt. „Die Gesamtumstände ergeben einen Verdacht auf ein Gewaltverbrechen", so die Polizei damals.

Die Ermittlungen wurden diesbezüglich vom Kommissariat 11 des Polizeipräsidiums München übernommen. Dort wurde eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen „EG Duo“ eingerichtet. 

Schocknachricht am Sonntagabend

Diese Mordkommission hat am Sonntagabend einen Haftbefehl für den Ehemann Roman H. erwirkt und den Mann bereits festnehmen lassen, berichtet bild.de. Der Deutsch-Russe aus Sankt Petersburg soll am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden. 

Was genau mit der Mutter und Tochter passiert sein könnte, ist noch unklar. Freunde und Angehörige bangen weiterhin um Maria und Tatiana. Unser Partnerportal tz.de erreichte am Sonntagabend den ersten Ehemann von Maria Gertsuski, der zusammen mit Roman H. die Vermisstenmeldung aufgegeben hatte. Der Ex-Ehemann zeigte sich völlig niedergeschlagen und bat um Verständnis, nichts weiter zu den Vorgängen mehr sagen zu wollen.

Quelle: rosenheim24.de

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