Bergwachtler in München ausgezeichnet

Markus Söder ehrt Manfred H., Markus L. und Klaus Ü. für besondere Verdienste 

Bad Reichenhall/München – Ministerpräsident Markus Söder hat am Montag in der Münchner Residenz zusammen mit BRK-Präsident Theo Zellner und dem Vorsitzenden der Bergwacht Bayern, Otto Möslang, drei Mitglieder der Bergwacht für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet.

Pressemeldung im Wortlaut:

„Die Bergwacht ist Vorbild und einzigartige Stütze unserer Heimat. 3.500 ehrenamtliche Bergretter sind auch bei Kälte und Dunkelheit im Einsatz für Mensch und Natur: Vergelt‘s Gott!“, lobte Söder in seiner sehr wertschätzenden Rede an die Geehrten und geladenen Gäste, darunter auch die stellvertretenden Bergwacht-Vorsitzenden Susanna Merkl und Thomas Lobensteiner, die die Laudationes verlasen:

Starker Wandel beim Aufgabenfeld der Bergwacht

1920 wurde die Bergwacht als Natur- und Sittenwacht gegründet. Im Rahmen des anstehenden Jubiläums im kommenden Jahr wies Otto Möslang auf den Wandlungsprozess hin: „Die Bergwacht ist heute ein hochmoderner Rettungsdienst, getragen durch das ehrenamtliche Engagement in den 113 Bergwachten in ganz Bayern. 

Der Alpinismus hat sich in vielen Bereichen gewandelt zu einem Bergtourismus. Die Erwartungshaltung gegenüber der Rettungs- und Hilfeleistung am Berg steigt ständig.“

Manfred Hasenknopf erhält Ehrenzeichen „Silber“ der Bergwacht

Manfred Hasenknopf ist in der Bergwacht Bayern als Macher bekannt und geschätzt. Bestimmendes Merkmal für den überdurchschnittlichen Einsatz bei der Bergwacht ist seine innovative Herangehensweise an neue Herausforderungen. Er war maßgeblich an der Entwicklung des variablen Taus in der Luftrettung beteiligt. 

Ebenso kann man ihn in der Region Chiemgau als einen der Gründungsväter der LKLD Einheiten (Lokalisation, Kommunikation, Lagedarstellung, Dokumentation) nennen, dessen Grundkonzepte, die bis heute noch Anwendung finden, er bereits vor 20 Jahren in der Region lehrte und auch durchsetzte. Er arbeitet auf allen Ebenen der Bergwacht akribisch mit, aber vor allem der Bereich Technik wurde zu seinem Steckenpferd

Besonders liegt ihm die Weiterentwicklung von Kommunikationsmitteln und -geräten am Herzen. Merkl: „Manfred Hasenknopf ist mit seinem unermüdlichen Einsatz in allen Arbeits- und Führungsebenen ein Vorbild in Haltung und Pflichterfüllung. Für sein großes Engagement für die Bergwacht Bayern wollen wir ihm heute mit dem Ehrenzeichen „Silber“ danken.

Markus Leitner wird mit Auszeichnung „Edelweiß“ geehrt

Markus Leitner ist eine absolute Spitzenkraft in der bergwachtspezifischen Berichterstattung und Medienarbeit. Hauptberuflich ist er beim BRK Berchtesgadener Land angestellt. Seine große Leidenschaft ist es, ehrenamtlich die Bergwacht-Aktivitäten und -Einsätze in der Region Chiemgau in Worten und Bildern landesweit zu vermitteln. 

Seine allseits geschätzte Presse-Berichterstattung und seine eindrucksvollen Aufnahmen sind Haupttreffer für die Öffentlichkeitsarbeit der Bergwacht. Für die Führungskräfte in den Bereitschaften und in der Region ist Markus Leitner stets erreichbar. 

Seine Einsatz-, Ausbildungs- und Veranstaltungsberichte werden zeitnah und ungefiltert von nahezu allen Medien in der Region übernommen. Mit seiner einfühlsamen und äußerst kompetenten Berichterstattung seit mittlerweile einem Zeitraum von fast 20 Jahren, trägt er zum positiven Image der Bergrettung in der Region Chiemgau, in Bayern und in ganz Deutschland bei. 

Für sein großes Engagement bedanken wir uns heute mit der Ehrenauszeichnung „Edelweiß“ der Bergwacht Bayern.“, lobte Lobensteiner.

Klaus Überacker wird Ehrenauszeichnung „Silber“ überreicht

Im Jahr 1985 übernahm Klaus Überacker das Amt des Bereitschaftsleiters in Altötting. In seiner zwölfjährigen Amtszeit wuchs die Mitgliederzahl auf über 30 Aktive an, die 1989 in Eigenleistung errichtete zwölf Meter hohe Kletterwand aus Naturstein ist bis heute fester Bestandteil bei vielen Übungseinheiten. 

Beim Bergwacht-Auslandseinsatz im Irak-Krieg 1990/1991 leistete Klaus Überacker 14 Tage Hilfeleistung im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Osttürkei. 2005 nahm der Kriseninterventionsdienst (KID) Berg im Chiemgau seine Arbeit auf. Der erste Einsatz von Klaus Überacker in seiner KID-Funktion war bei einem Lawinenunglück mit drei Toten am Schrecksattel auf der Reiter Alpe im Januar 2006. 2008 übernahm Klaus Überacker die Leitung der Regionalgruppe im Chiemgau. 

Die 14 Spezial-Einsatzkräfte sind heute ein fester Bestandteil der Einsatzstruktur in der gesamten Region Chiemgau. „Für sein außergewöhnliches Engagement bedanken wir uns heute mit dem Ehrenzeichen in Silber der Bergwacht Bayern.“, lobte Merkl.

An der Feierstunde nahmen auch der stellvertretende Chiemgauer Regionalleiter Michael Holzner, Bergwacht-Regionalgeschäftsführer David Pichler, BRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz und die Bereitschaftsleiter aus Altötting und Bad Reichenhall, Josef Jaschek und Stefan Strecker teil.

Pressesprecher Bayerisches Rotes Kreuz

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Eberhard Gronau Photography/  Bergwacht Bayern

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