Kontrolleure bei Pferdefleisch machtlos? 

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München - 50.000 Tonnen umdeklariertes Fleisch sind kein Pappenstiel - und viele Lebensmittelkontrollen stehen dem obendrein machtlos gegenüber. Die Grünen fordern ein Umdenken:

50.000 Tonnen umdeklariertes Fleisch sind kein Pappenstiel. Man hat es hier mit einer Ernährungsindustrie zu tun, die in europaweiten Handelsbeziehungen organisiert ist. 16 auf Landes- und viele auf Landkreisebene eingerichtete Lebensmittelkontrollen stehen dem ziemlich machtlos gegenüber. De verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Anne Franke fordert."Wir brauchen - hier stimmen wir mit dem Handelsverband Deutschland HDE überein - eine bundesweite Kontrolle der Herstellungs- und Lieferketten. Wir brauchen endlich Herkunftsangaben der wichtigsten Zutaten und die Wahrheit in Wort und Bild auf den Verpackungen. Und wir brauchen härtere Bestrafung der Verstöße. Die bisherigen Bußgelder schrecken nicht ab. Große Lebensmittelhersteller bezahlen diese aus der Portokasse."

Darüberhinaus brauchen wir eine Stärkung der regionalen Lebensmittelvermarktung. Dort, wo die Verbraucherin/ der Verbraucher den Erzeuger kennt, kann sich niemand eine solche Verbrauchertäuschung leisten. Regionale Vermarktung braucht keine verstärkten Kontrollen und keine weiteren Herkunftssiegel. Die von Brunner angestoßenen neuen Herkunftssiegel dienen wiederum der industriellen Vermarktung. "Mit Bauern- und Dorfläden, Verbrauchergenossenschaften und Genussschein hingegen schaffen wir ein wichtiges Instrument zum Erhalt unserer Bauernhöfe. Die Erzeuger bekommen so bessere Vergütung für ihre guten, gesunden Produkte und wir wissen, was drin ist", so Anne Franke.

Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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