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Nach Oktoberfest-Besuch in München

Rettungsassistent (38) klaut Rettungswagen – und baut bei Irrfahrt zahlreiche Unfälle

Rettungswagen im Einsatz
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Rettungswagen (Symbolbild).

München – Es waren unfassbare Szenen, die sich am Sonntagabend (2. Oktober) im Stadtgebiet von München abgespielt haben. Ein betrunkener Rettungsassistent klaute nach seinem Oktoberfest-Besuch einen Rettungswagen – und verursachte mehrere Unfälle.

Wie konnte das passieren? Ein Rettungsteam, das sich zu diesem Zeitpunkt im Dienst befand, hatte den Rettungswagen gegen 21 Uhr vor einem Hotel im Stadtteil Schwabing abgestellt. Als die Einsatzkräfte eine Trage für einen Patienten holen wollten, staunten sie nicht schlecht: Ihr Rettungswagen war verschwunden!

Den hatte inzwischen ein 38-Jähriger, der nach Polizeiangaben aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen stammt, in Beschlag genommen – und damit eine Irrfahrt durch München gestartet. Der betrunkene Rettungsassistent, der zuvor das Oktoberfest besucht hatte, fuhr mit Blaulicht und Martinshorn in Richtung Leopoldstraße los. Bei seiner Fahrt prallte er zunächst gegen das Auto einer 53-Jährigen, aus dem eine 52-jährige Beifahrerin ausstieg. Anschließend stieß er am Petuelring gegen das Taxi eines 27-Jährigen, krachte dann gegen einen Ampelmast und lief schlussendlich zu Fuß weg. Inzwischen hatte die Polizei die Spur des Flüchtigen aufgenommen und stellte ihn schlussendlich im Luitpoldpark. Ein Alkoholtest ergab 2,2 Promille.

Die Bilanz der Irrfahrt fiel verheerend aus: Insgesamt drei Menschen wurden verletzt, die zur Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Auch der Betrunkene erlitt leichte Blessuren, kümmerte sich nach Polizeiangaben jedoch selbst um eine medizinische Versorgung. Der Gesamtschaden wird auf 50.000 Euro geschätzt. Auf den 38-Jährigen wartet nun eine ganze Menge Ärger: Er kassierte unter anderem Anzeigen wegen fahrlässiger Körperverletzung, Fahrerflucht und unbefugten Gebrauchs eines Rettungswagens. Außerdem musste er sofort seinen Führerschein abgeben. Wie der Betrunkene den Rettungswagen starten konnte, blieb zunächst übrigens unklar. Der Schlüssel sei am Bund einer Sanitäterin gewesen, sagte eine Polizeisprecherin.

mw

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