"Organspende ist gelebte Nächstenliebe"

München - Um an die Wichtigkeit der Organspende zu erinnern, ist am Samstag "Tag der Organspende". Denn allein in Bayern warten 2500 Patienten auf eine lebensrettende Spende.

In Bayern ist die Zahl der Organspenden drastisch zurückgegangen. Dies betonte der Bayerische Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber anlässlich des Tags der Organspende am 1. Juni und forderte zugleich zu einer erhöhten Bereitschaft zur Organspende auf: "Gehen Sie mit uns den Weg zu einem vertrauensbildenden Neustart. Denn in erster Linie geht es um den Patienten, der auf Ihre Spendenbereitschaft angewiesen ist. Und jetzt ist der richtige Zeitpunkt, wieder nach vorne zu blicken."

Im Jahr 2012 gab es bereits 20 Prozent weniger Spenden und der Trend für die ersten vier Monate 2013 ist noch alarmierender: 55 Prozent Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. "In Bayern warten aktuell rund 2.500 Patienten, die dringend auf ein Spenderorgan angewiesen sind. Die entscheidende Botschaft muss wieder in den Vordergrund rücken: Organspende rettet Leben! Wir wollen die Organspende wieder als gelebte Nächstenliebe in das Bewusstsein der Bevölkerung bringen. Helfen Sie uns dabei, treffen Sie eine Entscheidung über Ihre Spendebereitschaft! Besprechen Sie diese mit Ihren Angehörigen und dokumentieren Sie sie in einem Organspendeausweis." So werde auch den Angehörigen eine Entscheidung im Ernstfall erleichtert.

Für die Menschen, die auf eine Organspende warten, brachte das vergangene Jahr eine besondere Belastungsprobe. Die ohnehin schon niedrige Zahl der Organspenden ist weiter zurück gegangen. Huber: "Das Leben der Wartelistenpatienten kann nur durch die Mithilfe spendenbereiter Mitmenschen gerettet werden. Um das Vertrauen der Menschen in die Transplantationsmedizin wieder zu erhöhen, haben wir konkrete Maßnahmen, wie die Einführung des Sechs-Augen-Prinzips ergriffen. Außerdem hat Bayern als erstes Bundesland auch strukturpolitische Änderungen vorgenommen."

Jeder Bürger kann sich ab der Vollendung seines 16. Lebensjahres zur Organspende bereit erklären. Ein Organspendeausweis kann im Internet heruntergeladen oder bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) angefordert werden. DSO und BZgA haben in Zusammenarbeit einen telefonischen Informationsdienst eingerichtet. Unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 9040400 stehen Fachexperten zu den Fragen der Organspende von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und Samstags von 9 bis 13 Uhr zur Verfügung.

Weitere Informationen unter: www.stmug.bayern.de/gesundheit/aufklaerung_vorbeugung/organspende/index.htm

Pressemeldung Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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