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Kurz nach Mitternacht in JVA

SEK-Einsatz in Mühldorf: Mann bedroht Häftlinge - Polizei verhandelt stundenlang mit Täter

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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Mühldorf am Inn - In der Nacht von Dienstag, 23. Juli, auf Mittwoch, 24. Juli, gegen Mitternacht wurden die Rettungskräfte und ein Großaufgebot der Polizei zur JVA in Mühldorf alarmiert. Dort kam es in einer Zelle zu Auseinandersetzungen.

Update, 10.53 Uhr - Pressemeldung der Polizei

Bedienstete der Justizvollzugsanstalt Mühldorf am Inn hatten gegen 23.15 Uhr die Einsatzzentrale im Polizeipräsidium alarmiert. Ein 27-jähriger Häftling bedrohe seine fünf Mithäftlinge in dem Gemeinschaftshaftraum, ein mutwillig gelegtes Feuer in der Zelle hatte von den Justizbeamten rasch wieder gelöscht werden können. 

Im Polizeipräsidium in Rosenheim wurde der Führungsstab aufgerufen, parallel dazu wurde vom Polizeipräsidium vor Ort eine Einsatzleitung eingerichtet. Neben zahlreichen regionalen und überregionalen Einsatzkräften wurden auch die Beamten der Verhandlungsgruppe und das SEK Südbayern hinzugeholt. 

Dem Geschick der Verhandlungsgruppe ist es wohl zu verdanken, dass sich der 27-jährige lettische Tatverdächtige gut eine Stunde nach Aufnahme der Gespräche zur Aufgabe bereit erklärte. SEK-Beamte nahmen den Mann kurz darauf widerstandslos fest, die fünf Mithäftlinge wurden getrennt voneinander untergebracht. Mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung, infolge des in der Zelle gelegten Feuers, wurde ein Häftling (41) zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht, alle übrigen Personen blieben unverletzt. 

Der Einsatz spielte sich in einer verschlossenen Haftzelle innerhalb der Justizvollzugsanstalt ab, für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein führt jetzt die Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn die Ermittlungen in dem Fall. Gegen den 27-Jährigen werden die Untersuchungen wegen verschiedener Delikte, auch wegen Geiselnahme, geführt. Zu klären gilt es für die Kripo auch, ob einem oder mehreren der fünf Mithäftlinge ein strafbares Verhalten oder eine Tatbeteiligung zur Last gelegt werden muss. 

Polizeipräsident Robert Kopp, der den Einsatz im Führungsstab des Polizeipräsidiums mitverfolgte, bedankte sich noch in der Nacht bei allen eingesetzten Polizeibeamten, der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und den Verantwortlichen der JVA Mühldorf am Inn: „Die reibungslose und vor allem hochprofessionelle Zusammenarbeit aller Beteiligten führte dazu, dass dieser sehr heikle Einsatz zu einem guten Ende gebracht werden konnte. Die Konzepte, welche über Jahre hinweg für derartige Situationen erarbeitet wurden, haben gegriffen. Ich bedanke mich bei allen, die zum Einsatzerfolg beigetragen haben, besonders bei meinen Kolleginnen und Kollegen unserer Verhandlungsgruppe, denen es gelang, den Tatverdächtigen zur Aufgabe zu bewegen.“

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 9.50 Uhr:

Gegen 23.15 Uhr wurde der Polizei von Mitarbeitern der JVA Mühldorf "Randale in einer Sammelzelle" gemeldet, erklärte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Anfrage von innsalzach24.de. 

Ein höchst aggressiver Häftling habe seine Mitinsassen ernsthaft bedroht und in der Zelle auch ein Feuer gelegt, welches jedoch schnell wieder abgelöscht werden konnte. 

Laut Stefan Sonntag gelang es den Spezialisten der Verhandlungsgruppe den Täter in der Folge zur Aufgabe zu überreden. Die sechs Häftlinge der Gemeinschaftszelle seien von den Beamten des SEK festgenommen worden. 

Das Motiv für das aggressive Verhalten ist noch völlig unklar. Die betroffenen Häftlinge sollen am Mittwoch zum Geschehen befragt werden.

Eine Pressemitteilung im Laufe des Vormittags soll weitere Informationen liefern.

Erstmeldung:

Am Mittwochmorgen, kurz nach Mitternacht, wurden die Feuerwehren aus Altmühldorf und Mühldorf sowie die Kreisinspektion, mehrere Rettungskräfte, ein Notarzt, zahlreiche Polizeistreifen, die Kriminalpolizei Mühldorf und das SEK aus München zur JVA in Mühldorf alarmiert. 

Laut ersten Informationen gingen die Einsatzkräfte ursprünglich von einem Brand in einer mit sechs Mann besetzten Zelle aus. Vor Ort stellte sich die Lage jedoch etwas anders dar. In einer Sammelzelle mit sechs Personen unterschiedlicher Nationalitäten kam es laut Aussagen von vor Ort zu heftigen Auseinandersetzungen. 

Als die Polizei am Einsatzort jedoch eintraf, sollen die Insassen den Streit beigelegt und sich gegen die Einsatzkräfte verbündet haben. Die Verhandlungsgruppe des SEK habe die Insassen nach einiger Zeit allerdings davon überzeugen können, aufzugeben.

Laut Informationen von vor Ort wurden alle Insassen von der Kriminalpolizei festgenommen und in einzelne Zellen verlegt. Die Häftlinge blieben in der JVA Mühldorf. 

SEK-Einsatz in JVA Mühldorf 

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in der JVA Mühldorf zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. © fib/TE

Die Feuerwehr wurde vor Ort nicht benötigt und war am Einsatz im Gebäude nicht beteiligt. Ersten Erkenntnisse zufolge gab es keine Verletzte und es fielen keine Schüsse. 

Die Kriminalpolizei Mühldorf hat in diesem Fall die Ermittlungen übernommen. 

mz/mit Material von fib/TE

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