Vorschlag der SPD

Vorbild Rosenheim: "Sommer in der Stadt" auch in Mühldorf?

Mühldorf am Inn: SPD will "Sommer in der Stadt" wie in Rosenheim
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Angelika Kölbl stellte im Vorfeld der Sitzung des Stadtrats am Donnerstag kommender Woche einen Vorschlag der Mühldorfer SPD-Stadtratsfraktion vor. Diese regt einen "Sommer in der Stadt" wie in Rosenheim an.

Mühldorf am Inn - Auch in der Kreisstadt gibt es nun einen Vorschlag für einen "Sommer in der Stadt". Eine Art "dezentrales Volksfest" bei dem die Buden und Fahrgeschäfte über das Stadtgebiet verteilt werden.

"Wie in Rosenheim und auch in vielen anderen Städte denken wir, dass es richtig ist unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Beachtung der Hygienevorschriften den Einzelhandel, die Vereine, das kulturelle Leben zu unterstützen und Familien und Kindern ein verantwortungsvolles, dezentrales, selektives Angebot in den Sommermonaten bieten zu können", so SPD-Stadt-und Kreisrätin Angelika Kölbl.


"Sommer in der Stadt" als Ersatz für entfallene Veranstaltungen und Angebote

"Der Stadtrat möge in seiner Sitzung am Donnerstag, den 25 Juni beschließen, dass die Stadt Mühldorf in den Sommermonaten ein reduziertes familienfreundliches Unterhaltungsprogramm anbietet. Hierzu sollen alle Möglichkeiten für ein örtlich verteiltes Angebot im Stadtgebiet geprüft und ein Konzept erstellt werden", so der Antrag der SPD-Fraktion. "Die Stadtverwaltung soll dazu mit Gastronomie, Fahrgeschäften, Standbetreibern, Kulturschaffenden wie beispielsweise Musikgruppen, Gewerbetreibenden, Jugendzentrum und Vereinen zusammenarbeiten."


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"Die COVID-19-Pandemie  zwang uns, das gewohnte öffentliche Leben herunterzufahren. Dieser Zustand wird uns vermutlich noch weit über das Sommerhalbjahr hinaus begleiten", führt die Fraktion in ihrem Antrag weiter aus. "Ferienprogramm, Altstadtfest und Volksfest, Kulturveranstaltungen sowie der beliebte Schützen- und Trachtenzug wurden für 2020 abgesagt. Als familienfreundliche Stadt möchten wir dennoch verantwortungsvolle Alternativen bieten." Die derzeitigen Öffnungstendenzen würden zeigen, dass ein sorgfältiges Vorgehen möglich ist.

Finanzierung durch Gelder für entfallene Veranstaltungen

Dabei sollten die Maßnahmen zum Infektionsschutz eingehalten werden. Dies durch Vermeidung größerer Menschenansammlungen, Sicherstellung der Einhaltung von Abstandsgeboten und so weiter. "Ein erweiterter Zeitraum über mehrere Veranstaltungswochen, sowie die räumlich entzerrte Verteilung im Stadtgebiet, sollen einen geordneten Ablauf sicherstellen." Der längere Aktionszeitraum biete den Anbietern gleichzeitig Planungssicherheit. Das Projekt solle darüber hinaus auch die örtliche Wirtschaft stärken.

Finanziert werden soll das Projekt über Haushaltsmittel für entfallene Kulturangebote, wie das Altstadtfest, das Ferienprogramm Mühlix, das Volksfest und der Schützen- und Trachtenzug. "Die freiwerdenden Verwaltungskapazitäten sollen zur Planung der entfallenen Veranstaltungen genutzt werden."

Stadt prüft bereits "dezentrales Volksfest"

"Wir befassen uns mit all solchen Ideen und Konzepten", berichtet der Mühldorfer Volksfest-Organisator Gruber bereits im Vorfeld gegenüber innsalzach24.de. "Die Sache ist aber: Alles, was es da an Konzepten gibt, hat seine Vor- und Nachteile." Die Idee eines dezentralen Volksfestes etwa bringe ihre eigenen Herausforderungen. 

Als Standort komme einem bei so etwas der Mühldorfer Stadtplatz in den Sinn. "Dort nimmt man dann aber den Leuten Parkplätze sowie den ansässigen Geschäften und Lokalen ihre Freiflächen weg." Wolle man zudem beispielsweise Fahrgeschäfte anbieten, müssten dabei die vielfältigen Herausforderungen beim Infektionsschutz beachtet werden.

hs/Pressemitteilung SPD Stadtratsfraktion Mühldorf am Inn

Quelle: innsalzach24.de

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