Mehr Einheitlichkeit bei Fahrradständern

Ende für Felgenkiller? "Mühldorfer Bügel" soll kommen

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Der vom Stadtrat zunächst bevorzugte "Abweisebügel" (oben links) ist nicht mit dem Denkmalschutz vereinbar, wohl aber der "Freisinger Bügel" (oben rechts). Nun soll es den "Mühldorfer Bügel" (unten) geben. (Entwurf der Stadtverwaltung).

Mühldorf am Inn - Die Stadtverwaltung will mehr Einheitlichkeit und vor allem eine Reihe von Verbesserungen bei den Fahrradständern schaffen, vor allem im Innenstadtbereich. Nun wurde ein Konzept vorgestellt.

Der Stadtrat hatte in seiner jüngsten Sitzung im Dezember beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, Angebote für neue Fahrradständer einzuholen und nach Vorliegen der Angebote dem Stadtrat ein Konzept für die Umsetzung vorzustellen. Grund für die Maßnahme ist, dass es im Bereich der Innenstadt eine Anzahl von unterschiedlichen Fahrradabstellsystemen gibt. Auch wegen der Beschädigungsrisiken bei auch als 'Felgenkiller' berüchtigten alten Fahrradständer soll ein einheitliches System her. 

"Mühldorfer Bügel" soll im Eigenbau kommen

Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner stellte dann dem Bauausschuss die Ergebnisse der Erkundungen der Stadtverwaltung vor. In der Stadtratssitzung war eine gewisse Vorliebe für sogenannte "Abweisebügel" erkennbar gewesen. Diese wären auch zu wirtschaftlichen Kosten beschaffbar. Jedoch habe es auch Beratungen mit dem Landesamt für Denkmalschutz gegeben, welche Art von Fahrradständern sich optisch in das Bild der historischen Altstadt einpassen würden. Das Landesamt habe auf eine Lösung in der Stadt Freising, den sogenannten "Freisinger Bügel" hingewiesen, der sowohl in der Form- als auch Farbgestaltung vollkommen den Wünschen des Amtes entsprochen habe. Er sei in enger Abstimmung mit der dortigen Verwaltung entworfen und ebenfalls zu wirtschaftlichen Kosten beziehbar.

"Wir werden vergleichbare Bügel nun von unserem Bauhof herstellen lassen", berichtete Weichselgartner weiter. Die Mühldorfer Modelle sollen sich von den Freisingern durch eine rundere Form, um sie ungefährlicher für Verletzungen und Schäden an Fahrrädern zu machen. "Dann gibt's nach dem Freisinger dann den 'Mühldorfer Bügel'", freute sich Bürgermeisterin Marianne Zollner. Von Seiten der Mitglieder des Bauausschusses gab es durchgehend Zustimmung für das Projekt. Ein erster Testlauf soll eventuell im Hof des Rathauses stattfinden. Im Bereich des Stadtplatzes sollen 20 neue Anlehnbügel für 40 Fahrräder entstehen. Weitere 10 Bügel für 20 Fahrräder sollen bei Haberkasten und Stadtkirche entstehen. Die neuen Bügel werden bei der Herstellung durch den Bauhof mit etwa 9000 Euro zu Buche schlagen. Dabei können 3000 Euro gegenüber einem Kauf bei einem Hersteller gespart werden, so die Stadtverwaltung.

In möglichst vielen Fällen sollen die alten Felgenhalter abgeflext und die bestehenden Ständer zu Anlehnständern umfuntioniert werden. Im Bereich des Stadtplatzes und im Haberkasten sollen die Bügel leicht auf- und abbaubar sein, damit sie kein Hindernis bei Veranstaltungen sind. 

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