Heimatfilm-Festival wird auf 2020 verschoben

Knoblauch: "Das wäre ansonsten absolut unseriös!"

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Die beiden Initiatoren des Heimatfilm-Festivals, der Haager Peter Syr (links) und der SPD-Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch (rechts).
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Mühldorf am Inn - Wegen noch offener Fragen bei der Finanzierung und Organisation wird das geplante Heimatfilm-Festival nun um ein Jahr verschoben. 

"Es fehlen noch etwa 250.000 der angestrebten ungefähr 750.000 Euro der Finanzierung", erklärte SPD-Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch auf Nachfrage von innsalzach24.de. "Zwar laufen dazu noch Gespräche mit diversen möglichen Sponsoren, aber wir wollen nicht weiter machen, bevor die Finanzierung nicht steht", so der Politiker, der gemeinsam mit dem aus Haag stammenden Kulturmanager Peter Syr die Veranstaltung initiiert hat. "Das wäre sonst absolut unseriös!" Bereits im Juni hatte Knoblauch auf Nachfrage von innsalzach24.de mitgeteilt, dass eine abschließende Finanzierung noch nicht feststand. 

Darüber hinaus sei auch ein erheblicher Zeitdruck entstanden. Denn es müssten nicht nur alte und neue Filme für das Festival akquiriert werden. Vielmehr soll die Veranstaltung auch touristisch genutzt werden, was aber nicht bis in das kommende Jahr planbar sei. 

Verschiebung beschlossen

Eigentlich hätten im September die Ausschreibungen beginnen sollen, sowohl für die Durchführung der Veranstaltungen als auch die Teilnehmer, verbunden mit einer Aufforderung neue Filme zu drehen. Stattdessen sei nun durch ihn, Syr und den Vorstand beschlossen worden, das Festival auf den Oktober 2020 zu verschieben. "Das Finanzministerium hat im Rahmen der Regionalisierungsstrategie des Freistaats das Konzept bereits geprüft und akzeptiert", betont Knoblauch, "Es ist also grundsätzlich machbar, wenn auch noch Fragen offen sind." 

"Wir wollen nun auch bis Ende des Jahres Klarheit schaffen", betont Knoblauch weiter. "Dann müssen wir sehen, wie es weitergeht." Fa lls nötig, müssten dann auch Änderungen oder Kürzungen an dem Konzept vorgenommen werden, damit es umsetzbar wird. Außerdem soll, wie schon im Juni angekündigt, ein Workshop mit Filmemachern, Regisseuren und Schauspielern vorbereitet werden. Hier seien die Organisatoren allerdings abhängig von deren Zeitplan und Filme würden schwerpunktmäßig im Sommer gedreht.

Heimatfilm-Festival sollte 2019 starten

"Biennale Bavaria International - Festival des Neuen Heimatfilms", nennt sich die geplante Reihe. Ab dem 3. Oktober 2019 sollte es in den heimischen Kinos laufen und dann alle zwei Jahre wiederholt werden. Der Fokus soll vorerst auf Filmen aus dem deutschsprachigen Raum liegen. "Es wird den ganzen Tag Kino sein", erklärte der aus Haag stammende Initiator Syr sein Konzept bei dessen Vorstellung in Trostberg. An jedem Aufführungsort soll ein Genre im Mittelpunkt stehen. Beispielsweise in Altötting interreligiöse Filme, in Haag Nachwuchsfilme oder in Trostberg der Heimatkrimi. Jedoch sollen auch alle Filme, zeitverzögert, in allen Kinos gezeigt werden.

Die Organisatoren brauchen, nach eigenen Angaben, rund 750.000 Euro für das Festival. Davon kommt das Meiste vom öffentlichen "Film-Fernsehfonds Bayern", von der Regierung von Oberbayern und von Sponsoren wie der VR-Bank. Insgesamt 120.000 Euro sollen die Kommunen übernehmen, rund einen Euro pro Einwohner. Beispielsweise Mühldorf am Inn, Wasserburg und Trostberg sagten ihre Unterstützung zu. Dagegen beispielsweise in Waldkraiburg war die Stadt am Ende nicht von dem Konzept der Macher überzeugt.

Quelle: innsalzach24.de

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