"Ampelsystem" wurde installiert

Kliniken in Mühldorf und Haag kehren zum Normalbetrieb zurück

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Der medizinische Vorstand Dr. Wolfgang Richter (links ) und der Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des InnKlinikum Mühldorf, Dr. Peter Rupp.

Haag, Mühldorf - Seit Dienstag laufen die Kliniken in Mühldorf und Haag wieder im regulären Betrieb. In Mühldorf wurde zur Sicherheit der Patienten und Besucher ein Ampelsystem für den Zutritt zu den Bereichen installiert.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:


Nachdem sich das InnKlinikum Mühldorf während der Corona-Pandemie vollständig auf die Behandlung von CoVid-Patienten spezialisiert hatte, ist die Klinik nun wieder in den Normalbetrieb zurückgekehrt. Seit Dienstag, 02. Juni, sind sowohl die Notaufnahme, als auch das gesamte InnKlinikum Mühldorf wieder vollständig geöffnet. Die Sicherheit der Patienten und Mitarbeiter steht für das InnKlinikum an erster Stelle. Um diese zu gewährleisten wurde eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. Gemeinsam mit Medizinern und Hygienikern wurde ein umfassendes Konzept erarbeitet. Eine strikte Trennung zwischen Bereichen mit Corona-Verdachtsfällen und allen anderen Krankheitsbildern zieht sich konsequent von der Notaufnahme bis auf die Stationen durch. Auch das Personal arbeitet nur in einem dieser Bereiche ohne zu wechseln. Bereits seit Mitte März gilt in beiden Krankenhäusern eine Maskenpflicht für Patienten, Mitarbeiter und Besucher. Das medizinische Personal trägt in sämtlichen Bereichen im direkten Patientenkontakt eine persönliche Schutzausrüstung nach den Richtlinien des Robert Koch-Institutes. Grundsätzlich wird bei jedem stationären Patienten ein Rachenabstrich auf eine mögliche Coronainfektion durchgeführt. Bei geplanten Behandlungen geschieht dies bereits im Vorfeld, bei Notfällen in der Notaufnahme. 

Ampelsystem für verständliche Patienteninformation 

Im gesamten InnKlinikum Mühldorf wurde ein leicht verständliches System etabliert, um spezielle Sicherheits- und Isolationsbereiche zu markieren. Dabei kommt die so genannte „Infektionsampel“ zum Einsatz. Die unterschiedlichen Bereiche der Klinik sind für die Patienten und Besucher mit den Ampelfarben Rot, Gelb und Grün deutlich sichtbar gekennzeichnet. 


In den grünen Bereichen werden alle risikolosen Patienten behandelt. Das sind Patienten, die mit einem negativen Covid-Test und ohne Symptome in die Klinik kommen. Um sicherzustellen, dass diese Patienten tatsächlich nicht infiziert sind, füllen Klinikmitarbeiter vor jeder Patientenaufnahme telefonisch mit dem Patienten einen Anamnese-Bogen aus. In der grünen Zone können sich die Patienten, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen, frei bewegen. 

Patienten, die ein erhöhtes Risiko für eine, auch unerkannte, Covid-Infektion haben, werden im gelben Bereich der Kliniken versorgt. Hier befinden sich unter anderem Patienten, deren Abstrichergebnis noch aussteht, wie zum Beispiel Notfallpatienten. Die Patienten befinden sich in Einzelzimmern und werden so lange isoliert, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Rote Bereiche sind ausschließlich für die Behandlung von Covid-Patienten und Verdachtsfällen vorgesehen. Patienten im roten Bereich dürfen sich nur bei medizinischer Notwendigkeit außerhalb ihres Zimmers aufhalten.

Weiter eingeschränkte Besuchsmöglichkeiten 

„Mit der Umsetzung dieses Konzepts minimieren wir die Infektionsrisiken und können unsere Patienten so sicher wie möglich behandeln“, erklärt Dr. Wolfgang Richter, Medizinischer Vorstand des InnKlinikum. Aus Infektionsschutzgründen gelten weiterhin die eingeschränkten Besuchszeiten von 20 Minuten täglich durch eine Person. Besucht werden dürfen nur Patienten in den grünen und gelben Bereichen. Für den Besuch in einem gelben Bereich muss ein negatives Abstrichergebnis des Patienten vorliegen. Besuche im InnKlinikum Mühldorf und im InnKlinikum Haag sind nur zu folgenden Zeiten erlaubt: Werktags 12:00 bis 17:00 Uhr; Wochenende 10:00 bis 16:00 Uhr. Durch vermehrt notwendige Isolationsbehandlungen (Einzelzimmerbehandlungen) der Patienten aus Sicherheitsgründen sind die Bettenkapazitäten etwas eingeschränkt. Alle stationären Patienten werden auf eine mögliche CoVid-Infektion getestet. Der Aufwand für die sichere Versorgung aller Patienten hat sich unter hygienischen Aspekten an allen Standorten enorm erhöht, kann aber sehr gut dargestellt werden. 

Alle Behandlungsmöglichkeiten wieder vorhanden 

Die operativen Kapazitäten sind in allen Fachbereichen des InnKlinikum Mühldorf wieder vorhanden, sodass auch alle chirurgischen Notfallbehandlungen durchgeführt werden können. Planbare Eingriffe, die verschoben wurden, werden seit zwei Wochen wieder Schritt für Schritt abgearbeitet. Es wird noch einige Wochen dauern, bis die Wartelisten bewältigt sind. Orthopädische Eingriffe laufen noch etwas verzögert an, weil die Rehakliniken für die erforderlichen Anschlussheilbehandlungen noch nicht ausreichend aufnahmefähig sind. Auch internistisch können alle erforderlichen Behandlungen wie die Schlaganfallbehandlung, Herzkatheteruntersuchungen und Endoskopien durchgeführt werden. Einzig die Geburtshilfe kann wegen des fortbestehenden Personalmangels in Mühldorf derzeit nur in Altötting angeboten werden. Die Gefäßchirurgie ist im Zuge der Fusion bereits nach Altötting verlegt worden und wird nun schwerpunktmäßig dort durchgeführt. 

Das InnKlinikum Mühldorf bleibt innerhalb des InnKlinikum Altötting und Mühldorf der regionale Schwerpunktversorger für alle Erkrankungen der Atemwege. Auch eine Behandlung von CoVid- Patienten und Verdachtsfällen bleibt in Zukunft dem InnKlinikum Mühldorf vorbehalten.

Mit Ausnahme der Geburtshilfe und der Gefäßchirurgie sind die Kliniken in Mühldorf und Haag zum gleichen Spektrum zurückgekehrt, das vor der Pandemie angeboten wurde. Das InnKlinikum Haag versorgt unter hohen Sicherheitsauflagen geriatrische Patienten.

Pressemitteilung Innklinikum Altötting und Mühldorf

Quelle: innsalzach24.de

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