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Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing

Mammutprojekt ABS 38 der DB Netz AG: "Das muss hundert Jahre halten"

  • Raphael Weiß
    VonRaphael Weiß
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Mühldorf – Ende der 2020er Jahre will die DB Netz AG die Ausbaustrecke 38 München-Mühldorf-Freilassing fertig haben. Teilweise soll sie zweigleisig sowie über die gesamte Distanz elektrifiziert werden. Nach DB Netz-Auskünften läuft derzeit die langwierigste Phase des Mammutprojektes

Die Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing (ABS 38) soll teilweise zweigleisig ausgebaut und auf dem gesamten Verlauf elektrifiziert werden. Ziel ist es, den künftigen verkehrlichen Anforderungen gerecht zu werden. Das bedeutet noch jede Menge Arbeit für das Projekt-Team der DB Netz AG in den nächsten Jahren, denn "das muss hundert Jahre halten".

"Die Strecke zählt zu den 18 Engpässen in den Schienenwegen des Bundes. Der Streckenabschnitt zwischen Markt Schwaben und Ampfing ist einer der am stärksten befahrenen eingleisigen Abschnitte Deutschlands. Im Jahr 2011 wurden mit etwa 3 Mio. Tonnen mehr als 1 Prozent der deutschlandweit auf der Schiene transportierten Menge an Gütern über diese größtenteils eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke abgewickelt." (Quelle: Wikipedia). Das soll anders werden. Das bedarf kluger Planung und Weitsicht.

Vier Planungsabschnitte (PAs) hat die insgesamt 141 Kilometer lange Ausbaustrecke 38 (ABS 38), von Marktschwaben über Ampfing und Mühldorf nach Tüßling und von dort entweder nach Freilassing oder Burghausen. Die Vorplanung ist in allen PAs abgeschlossen.

PA1: Markt Schwaben-Ampfing

Derzeit läuft die Entwurfsplanung. Das ist Schritt drei von insgesamt neun im Ablauf für ein Infrastrukturprojekt. Es gibt sieben Planfeststellungsabgeschnitte (PFAs) zwischen Markt Schwaben und Ampfing. Der Eintritt in das Planfeststellungsverfahren ist für 2019 terminiert. Die Ergebnisse aus insgesamt 94 Baugrundgutachten liegen vor.

Kein Neubau wie bei der A94:

Zum Baugrund berichtet Klaus-Peter Zellmer, Projektleiter bei der DB Netz AG, dass die Situation der Bahn sehr komfortabel sei: Ihr gehören die Grundstücke. Tatsächlich ist es auch kein Neubau von Gleisanlagen sondern eine Erweiterung bestehender mit einhergehender Modernisierung wie, dass die ABS 38 voll elektrifiziert werden soll.

Gutachten und umfangreiche Umweltuntersuchungen:

Für Gutachten zum Schall- und Erschütterungsschutz werden laut DB Netz voraussichtlich noch bis September Untersuchungen vorgenommen. "Umfangreiche Umweltuntersuchungen sind im Juni gestartet." Das Projekt sei bis zum Planfeststellungsbeschluss "durchfinanziert", so Zellmer.

PA2 und PA4: Ampfing-Tüßling und Tüßling-Burghausen

Laut Informationen der DB Netz AG werden derzeit die Ausschreibungen zur Vergabe der Planungsleistungen vorbereitet. 

PA3: Tüßling-Freilassing

"Gutachter des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sind derzeit in der Bewertungsphase", heißt es dazu von der DB Netz AG. Für diesen Projektabschnitt gibt es derzeit zwei Möglichkeiten. Dabei geht es darum, ob es das BMVI hier potentiellen oder vordringlichen Bedarf sieht. Der potentielle Bedarf ist die Vorzugsvariante. Die will die DB Netz AG weiter verfolgen. Sie zeichnet sich aus durch:

  • Durchgehende Eletrifizierung 
  • und sogenannte Begegnungsabschnitte. Soll heißen, dass innerhalb des Planungsabschnittes von einem Bahnhof zum nächsten zweigleisig ausgebaut wird.

Entscheidet das BMVI gegen diese Vorzugsvariante, gibt es eine neue Vorplanung..

Lesen Sie auch Teil 1 zum Sachstandsbericht der DB Region zur ABS 38: Ein Mammutprojekt der Bahn: "Das muss hundert Jahre halten"

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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