Warum und wieso und überhaupt?

Martin Wieser - Darf man als AfD-Mitglied beruflich Asylfragen bearbeiten?

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Martin Wieser nach der Verhandlung vor dem Arbeitsgericht in Mühldorf
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Mühldorf - Die Affäre um den Ex-Chauffeur des Landrats des Landkreises Mühldorf, Georg Huber, nimmt kein Ende. Darf der jetzt Sachbearbeiter in punkto Asyl sein?

Zuerst die Arbeit“, weil er damit seine Familie ernährt, dann seine Familie und „dann kommt ganz lang nix und dann irgendwann kommt erst die Partei“. So lässt sich das Gespräch von innsalzach24.de mit Martin Wieser am Dienstagabend zusammenfassen. Trotzdem war/ist er in den Medien Gesprächsthema. Der Grund: Er ist Mitglied bei der AfD. Offenbar deswegen hatte er zunächst seinen Job als Fuhrparkleiter und Chauffeur des Landrats des Landkreises Mühldorf verloren. Dafür berufliche Nachteile erfahren zu müssen, geht nicht. Die AfD ist Stand heute immer noch eine rechtsstaatlich anerkannte Partei. So entschied das Arbeitsgericht auch gegen das Landratsamt mit Chef Georg Huber: „Die Versetzung an den Bauhof ist gegenstandslos“. Ein Vergleich wurde geschlossen.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt

Er sei froh, endlich wieder ruhig schlafen zu können, so Martin Wieder gegenüber innsalzach24.de nach der Verhandlung vor dem Arbeitsgericht in Mühldorf. Dort wurde beschlossen, dass er zukünftig im Bereich Asyl als Sachbearbeiter arbeiten wird bei gleichen Bezügen. Darf er das? Darf ein Mitglied der AfD im Sachbereich Asyl an so einer Stelle arbeiten? Die Antwort muss per Grundgesetz lauten: Ja! Der darf das! Ein Schelm, wer böses dahinter vermutet. Wieser muss eine Schulung machen, heißt es. An Recht und Gesetz muss er sich in seinem neuen Job dann halten.

„Ich habe mir insbesondere beruflich nie etwas zu Schulden kommen lassen.“ (Martin Wieser)

Wieser ist nach eigenen Aussagen kein „Rechter“, im Gegenteil. Seine Zugehörigkeit zur AfD begründet er auf Nachfrage von innsalzach24.de damit, dass es eben eine politische Alternative in Deutschland brauche. Er habe beispielsweise sehr wohl Freunde aus dem islamischen Kulturkreis. Das gehe sogar soweit, dass es Arbeitskollegen seien. Für seinen neuen Job erwarte er einfach nur eine angemessene Schulung und schon könne es losgehen. „Ich habe mir gerade beruflich nie etwas zu Schulden kommen lassen.“ Jeder solle in Deutschland seine Chance bekommen, „wenn er sich im Rahmen von Recht und Gesetz bewegt“, so Wieser.

Klar habe er von der Diskussion um seine Person und das, ihm angedachtem, neuen Amt erfahren und eben auch von den Zweifeln bezüglich seiner Parteizugehörigkeit. Wieser sagt aber an dieser Stelle noch einmal deutlich, dass er sich an Recht und Gesetz halten werde. Einfach weil es Pflicht sei. Er sei in einem Alter, wo der Job einfach Vorrang habe und betont, dass der das in seinem Leben immer gehabt habe.

Quelle: innsalzach24.de

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