KZ-Gedenkstätte im Mühldorfer Hart

Weitere 100.000 Euro für die Gedenkstätte

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Nur noch einer der ehemals sieben Bunkerbögen ist erhalten. Die anderen hat das US-Militär nach dem Zweiten Weltkrieg gesprengt.
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Mühldorf - Es ist ein weiterer, wenn auch kleiner Schritt auf dem Weg zu einer Gedenkstätte im Mühldorfer Hart: Vom Kultusministerium kommen zusätzliche 100.000 Euro.

Schritt für Schritt wird die Realisierung der Gedenkstätte im Mühldorfer Hart realistischer. Wie das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gegenüber unserer Redaktion mitteilte, wird die Gedenkstätte mit weiteren 100.000 Euro unterstützt. Das Geld stammt aus einem Vermögen, das der Hans Seidel Stiftung vermacht wurde. "Über Umwege", wie es seitens des Ministeriums heißt, ist das Geld dann zum Ministerium gekommen. Ein Teil davon, gut 100.000 Euro, fließen in die Gedenkstätte im Mühldorfer Hart.

Weiterhin sind viele Hürden zu meistern

Bis das Projekt tatsächlich realisiert werden kann, sind allerdings noch einige Hürden zu meistern, auch finanzieller Natur. Im vergangenen Jahr hat der Bund einen Förderantrag in Höhe von 1,6 Millionen Euro abgelehnt, weil das ehemalige Bunkergelände zu unbedeutend sei. Außerdem sind noch mehrere rechtliche Fragen zu klären. So liegt das Grundstück zersplittert in den Händen mehrerer Privatleute. Wie diese entschädigt werden könnten, sollte die Gedenkstätte errichtet werden - oder ob es eine Mietlösung gibt - ist noch offen. Außerdem ist noch nicht geklärt, wer die Verkehrssicherung für das Gelände übernimmt.

Die Finanzierung eines Teils des Gedenkstättenkonzepts, Gedenkorte auf dem Gelände des früheren Massengrabs und des Waldlagers, ist indes durch die Stiftung Bayerische Gedenkstätten gesichert. Noch in diesem Jahr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Zu einer Dauerausstellung, die ergänzend dazu im Haberkasten entstehen soll, haben sich die Stadt Mühldorf und der Landkreis bereits bekannt. Heuer soll ein Experte mit den Vorbereitungen der Ausstellung beginnen, 2015 soll zumindest das Konzept der Ausstellung stehen.

Quelle: innsalzach24.de

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