Motorradkontrollen am Sudelfeld

Keine Fahrerlaubnis, zu laut und Kennzeichen verbogen

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Landkreis - Durch Beamte der Kontrollgruppe Motorrad wurden am Wochenende in den oberbayerischen Bergen an verschiedenen Örtlichkeiten Motorradfahrer kontrolliert.

Am Samstagnachmittag, gegen 13.20 Uhr fiel den Beamten am Sudelfeld ein Gruppe Supermoto-Fahrer auf Grund der überhöhten Geschwindigkeit und der übermäßigen Geräuschentwicklung auf. Die anschließende Kontrolle brachte dann einiges ans Licht. Ein 20-jähriger Baden-Württemberger war nur im Besitz der Fahrerlaubnis Klasse A2 und berechtigt ihm zum Führen von Krafträdern bis maximal 48 PS. Seine KTM war jedoch mit 75 PS ungedrosselt und seine Fahrerlaubnis somit nicht ausreichend. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Sein 18-jähriger Begleiter ist ebenfalls im Besitz begrenzten Fahrerlaubnis Klasse A2. Der 18-Jährige war ebenfalls mit einer KTM unterwegs. Bei dem Motorrad war jedoch Drosseleinrichtung entfernt worden und seine Fahrerlaubnis nicht mehr ausreichend. Um nicht erkannt zu werden, war noch zusätzlich das Kennzeichen hochgebogen. Das Zweirad entsprach auch nicht im Ansatz der Straßenverkehrszulassungsordnung. Besonders auffällig war die übermäßige Geräuschentwicklung. Auch diese Fahrt endete hier. Den 18-Jährigen erwartet nun ebenfalls eine Strafanzeige. 

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Dritter im Bunde war ein 24-jähriger Baden-Württemberger mit seiner Husqvarna. Um nicht erkannt zu werden, hatte der Biker das Kennzeichen so hoch gebogen, dass ein Ablesen nicht mehr möglich war. Beim Einfahren in die Kontrollstelle bog der Motorradfahrer das Kennzeichen noch nach unten. Auch ihn erwartete nun eine Strafanzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs. 

Vierter im Bunde war ein 18-jähriger KTM-Fahrer, dessen Motorrad durch eine übermäßige Geräuschentwicklung negativ auffiel. Der Dämpfereinsatz des Endschalldämpfers wurde vom Fahrer entfernt. Auch seine Fahrt endete vor Ort. Ihn erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Am Sonntag Nachmittag wurde bei Peißenberg ein 40-jähriger Biker angehalten. An seinem Motorrad war eine kostspielige Zubehörauspuffanlage mit elektronischer Klappensteuerung verbaut. Durch Ausbau des Stellmotors der Auspuffanlage war die Anlage auf permanent laut gestellt. Die Geräuschentwicklung war dadurch erheblich zu laut. Die Fahrt des 40-Jährigen aus dem Landkreis Landsberg endete vor Ort.Ihn erwartet nun eine Anzeige.

Am Freitag gegen 12.30 wurde in Weyarn ein 46-jähriger Harley-Fahrer angehalten. Er fiel zuvor auf Grund übermäßiger Geräuschentwicklung auf. An dem Motorrad war ebenfalls eine kostspielige Zubehörauspuffanlage mit Klappensteuerung verbaut. Diese Anlage darf im öffentlichen Straßenverkehr nur „geschlossen“ betrieben werden. Geschlossen gefiel dem Harley-Fahrer akustisch jedoch nicht, weshalb er „offen“ fuhr. Das Motorengeräusch steigt dadurch eklatant an. Ihn erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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