Neu: Pressesprecher der Polizei im Video

Streit eskalierte: Raublinger (81) stach auf Lebensgefährtin ein

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Das Haus, in dem die 75-Jährige getötet wurde.

Raubling - Am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertages tötete ein Rentner seine Lebensgefährtin. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Die Polizei hat sich nun offiziell zu dem Mord geäußert. *NEU: Video*

Update 13.25 Uhr: Pressemeldung der Polizei

Am frühen Montagmorgen, 26. Dezember, kam es in einem Mehrfamilienhaus zu einem Beziehungsstreit, bei dem eine 75-jährige Frau offensichtlich von ihrem Lebenspartner getötet wurde. Gegen den 81-jährigen Tatverdächtigen erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, Haftbefehl. 

Der 81-jährige Mann wurde aufgrund akuter Eigengefährdung in eine psychiatrische Fachklinik eingeliefert. Die gemeinsamen Ermittlungen der Kriminalpolizei Rosenheim und der Staatsanwaltschaft dauern an. 


Die Einsatzzentrale der Polizei in Rosenheim wurde gegen 4.45 Uhr von der Integrierten Leitstelle darüber informiert, dass offensichtlich ein Mann seine Frau getötet hätte. Dort war kurz zuvor ein Notruf eingegangen. Beim Eintreffen der Polizeistreifen wurde der 81-jährige Tatverdächtige widerstandslos im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses festgenommen. Die 75-jährige Frau ist nach erfolgloser Reanimation durch den Notarzt am Tatort verstorben

Die Kriminalpolizei Rosenheim übernahm die Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts. Nach derzeitigem Sachstand befanden sich die beiden Tatbeteiligten in einer mehrjährigen Lebenspartnerschaft und wohnten gemeinsam in dem Mehrfamilienhaus. 


Am zweiten Weihnachtsfeiertag kam es in den frühen Morgenstunden zu einem Streit, der im weiteren Verlauf eskalierte. Der 81-Jährige stach letztendlich mit einem Messer auf seine Lebensgefährtin ein. Derzeit gibt es keine Anhaltspunkte für eine Beteiligung weiterer Personen an dem Geschehen. 

Die genauen Umstände und Hintergründe der Tat sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen durch die zuständige Kriminalpolizei unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigestelle Rosenheim. Zur endgültigen Klärung der Todesursache wurde durch die Staatsanwaltschaft eine Obduktion am Rechtsmedizinische Institut in München angeordnet. Dies wird im Laufe des heutigen Nachmittags durchgeführt.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update 10.45 Uhr: Polizei geht von einer Tat im häuslichen Rahmen aus

Gegen 4.45 Uhr wurden die Einsatzkräfte am Montagmorgen über die Leitstelle in Rosenheim zu einem Vorfall in Raubling gerufen. Das bestätigte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier jetzt im Gespräch mit rosenheim24.de. Nach ersten Erkenntnissen sei neben dem 81-jährigen Tatverdächtigen und seiner 75-jährigen Lebensgefährtin keine weitere Person an dem Vorfall beteiligt, so Thalmeier weiter. 

Bereits am Montag erging vom zuständigen Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen den Rentner, der seine Freundin erstochen haben soll. Noch vor Ort habe sich der Mann widerstandlos von den Beamten festnehmen lassen.
Derzeit laufen noch die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei. Am frühen Nachmittag will sich die Polizei mit den ersten Ergebnissen an die Öffentlichkeit wenden.

Tatort in Raubling: Hier geschah der Mord

 © jre/mw
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Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben © mw
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben © mw
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben © mw
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben © mw
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben © mw
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben © mw
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben © mw
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben © mw
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben © mw
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben
Der Tatort in Raubling: Hier soll ein 81-Jähriger seine 75-jährige Lebensgefährtin tödlich verletzt haben © mw

Vorbericht:

Eine schreckliche Tat erschüttert den Landkreis Rosenheim: Am Montagmorgen, dem zweiten Weihnachtsfeiertag, wurde die Polizei zu einer häuslichen Auseinandersetzung in die Wendelsteinstraße nach Raubling gerufen. Vor Ort muss sich den Beamten ein schreckliches Bild geboten haben, denn ein Rentner hatte im Streit seine Lebensgefährtin offenbar erstochen.

"Mache ich nicht, bring' mich doch um"

Gegenüber der Bild schilderte Nachbarin Moni E. den Tatmorgen aus ihrer Sicht: Gegen 5 Uhr hörte sie schrille Hilferufe aus der Nachbarwohnung. Sie rannte zusammen mit ihrer Mutter auf den Flur und fand dort ihren völlig aufgelösten Nachbarn vor: "Er hatte nur den Schlafanzug an, war blutverschmiert im Gesicht und völlig verzweifelt." Zu seiner Nachbarin hat der Rentner offenbar gesagt, dass er seine Frau erstochen habe.

Das Haus, in dem die 75-Jährige getötet wurde.

Im Flur erzählte der gebürtige Berliner seiner Nachbarin laut Bild weiter, dass er Schmerzen gehabt habe und zu seiner Frau gesagt hätte, sie solle den Rettungsdienst rufen. Die habe gesagt: 'Mache ich nicht, bring' mich doch um.' Das nahm der Rentner offenbar ernst und stach zu. Die schwerverletzte Frau erlag noch in der Wohnung im zweiten Obergeschoss ihren Verletzungen; auch der Rettungsdienst konnte der Frau nicht mehr helfen. Der Mann ließ sich widerstandslos von der Polizei festnehmen.

Obduktion angeordnet

Auch Nachbarin Bea W. zeigte sich im Gespräch mit der Bild erschüttert: "Ich kenne die beiden seit acht Jahren als Nachbarn. Sie waren immer freundlich und hilfsbereit. Auch größeren Streit zwischen den beiden habe ich nie mitbekommen."

Noch am Montagmorgen übernahm die Kripo Rosenheim zusammen mit der Traunsteiner Staatsanwaltschaft die weiteren Ermittlungen. Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, hält sich auf Nachfrage von rosenheim24.de noch bedeckt. Es müssten zuerst alle Erkenntnisse von Polizei, Kripo und Staatsanwaltschaft zusammengetragen werden. Laut Thalmeier wurde die Obduktion der getöteten Frau angeordnet. Im Laufe des Tages soll der Rentner einem Haftrichter vorgeführt werden. Dann müsse geklärt werden, ob der Mann in eine "normale" Hafteinrichtung oder in eine psychische Fachklinik eingewiesen wird.

mh/sl

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Quelle: rosenheim24.de

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