Million veruntreut: Priester kommt frei

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Würzburg - Einem Gemeindepfarrer aus Würzburg wird vorgeworfen eine Million Euro veruntreut zu haben. Nachdem er alles gestand, schickte ihn die Polizei ins Kloster.

Der wegen Veruntreuung von Kirchen- und Spendengeldern ins Visier der Staatsanwaltschaft geratene Würzburger Priester ist wieder auf freiem Fuß. Der ehemalige Gemeindepfarrer war Mitte Mai festgenommen worden. Inzwischen hat er eingeräumt, knapp eine Million Euro veruntreut zu haben. Das Geld war nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei einer Wohnungsdurchsuchung und auf diversen Konten des Geistlichen entdeckt worden. Es handelte sich dabei um Spenden und um Gelder, die für die Kirche bestimmt waren, ihr aber vorenthalten wurden, erklärte die Staatsanwaltschaft

Freigekommen ist der 76-Jährige nun, da nach Ansicht der Ermittlungsrichterin keine Verdunkelungsgefahr mehr besteht. Der Priester soll sich nun in ein unterfränkisches Kloster zurückziehen, die Ermittlungen werden fortgesetzt. Nachdem nun der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt worden sei, würden in den kommenden Tagen Generalvikar Karl Hillenbrand und Personalreferent Dietrich Seidel Kontakt mit dem Priester aufnehmen, teilte die Diözese Würzburg mit. Der 76-Jährige befindet sich bereits im Ruhestand und hatte zum Zeitpunkt der Verhaftung keine Gemeinde mehr geleitet.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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