Im Oberland schrillen nächtliche Alarmglocken

Mysteriöser Anruf löst "Maibaum-Krimi" bei Miesbach aus

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Miesbach - Das sogenannte "Maibaumstehlen" hat in Bayern eine lang zurückreichende Tradition. In der Nähe von Miesbach entwickelte sich eine solche Aktion jetzt zu einem regelrechten Krimi!

Denn auch die Polizei musste deswegen zu einem größeren Einsatz ausrücken. Wie die Beamten in Miesbach mitteilten, erhielten sie am Samstagabend gegen 21.30 Uhr einen Anruf von einer aufgeregten Landwirtin. Diese gab an, kurz zuvor selbst einen Anruf eines unbekannten Mannes erhalten zu haben. In diesem kurzen Telefonat habe der Anrufer von mehreren in der Tenne gelagerten Heuballen gesprochen. Auch die ortsansässige Feuerwehr wurde kurz erwähnt, hieß es weiter. Danach habe der Anrufer das Gespräch abrupt beendet, sagte die Frau den Polizisten.

Aufgrund der "dubiosen" Andeutungen schrillten bei der Polizei die Alarmglocken. Ein möglicherweise bevorstehendes Branddelikt an besagtem Hof konnte aufgrund der Aussagen nicht ausgeschlossen werden. Deswegen wurden unverzüglich Ermittlungen eingeleitet werden.

Während Beamte zum Hof fuhren, versuchten Kollegen unterdessen, den bis dato unbekannten Anrufer ausfindig zu machen. Das gelang in kürzester Zeit, so dass der "Täter" rasch zu besagtem Anruf befragt werden konnte. An dieser Stelle nahm der Fall eine unerwartete Kehrtwende: Der vermeintliche Übeltäter entpuppte sich nämlich als "verdeckter Ermittler", welcher missverständlich versucht hatte, den derzeitigen Aufenthaltsort eines gestohlenen Maibaums in Erfahrung zu bringen. 

Dem "Spion" war die Sache sichtlich unangenehm. Er entschuldigte sich daraufhin sowohl bei der betroffenen Landwirtin, als auch bei den echten Ermittlern für sein unbedachtes Handeln. Ob besagter Baum noch pünktlich zu seinen ursprünglichen Besitzern zurückfindet, konnte allerdings noch nicht geklärt werden. Das wird sich wohl erst am 1. Mai zeigen...

mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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