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Über 40.000 Menschen in der Region haben einen Zweitjob

Landkreis - Wenn ein Job nicht mehr ausreicht 

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Landkreis - Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) üben 3,07 Mio. Erwerbstätige in Deutschland zusätzlich zum Hauptjob einen Nebenjob aus. Wir haben die Zahlen für die Region.

Ein Job reicht einfach nicht mehr - so geht es derzeit vielen Deutschen. Neben dem Hauptjob üben sie einen oder mehrere Nebenjobs aus. In Bayern sind das laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 659.991 Menschen (Stichtag: 30.06.2017), davon 279.521 Männer und über 100.000 mehr Frauen, nämlich 380.470. Davon sind 561.155 Deutsche und 98.644 Ausländer. Bundesweit hat sich die Anzahl der Menschen, die mehr als einer Erwerbstätigkeit nachgehen und der Anteil an allen Beschäftigten seit 2003 mehr als verdoppelt. Bayernweit verhält es sich ähnlich. Randbemerkung: Datenquelle ist die Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, soweit nicht in den Antworten andere Quellen genannt sind.

Nach Altersgruppen aufgelistet sehen die Zahlen für Bayern folgendermaßen aus:

Altersgruppe

Anzahl

unter 15 Jahre

192

15 bis unter 25 Jahre

81.774

25 bis unter 35 Jahre

150.541

35 bis unter 45 Jahre

145.126

45 bis unter 55 Jahre

174.179

55 bis unter 65 Jahre

95.084

65 Jahre und älter

13.095

Mehrfachbeschäftigung nach Regionen

So sehen laut Bundsagentur für Arbeit die regionalen Unterschiede im OVB24-Gebiet aus:

Beschäftigte am Arbeitsort mit mindestens einem weiteren Beschäftigungsverhältnis

Region

Anzahl

Rosenheim, Stadt

5.122

Altötting

5.407

Berchtesgadener Land

4.785

Rosenheim, Kreis

12.570

Traunstein

9.108

Mühldorf a.Inn

5.350

Gesamt

42.342

Die Auswertung beruht auf einer Anfrage der Landtagsabgeordneten Angelika Weikert (SPD) an die Bayerische Staatsregierung. 

Warum reicht ein Job nicht aus?

Weikert wollte unter anderem auch wissen, wie die Staatsregierung den Umstand, dass vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Freistaat offensichtlich das Einkommen aus einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis allein nicht ausreicht, bewertet. Das Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration antwortete folgendermaßen: "Es liegen keine statistisch signifikanten Hinweise dafür vor, dass vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern das Ein-kommen aus einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis alleine nicht ausreicht. Eine Bewertung der These ist deshalb nicht möglich."

Wie hoch der Anteil derer, bei denen arbeitszeitliche bzw. finanzielle Beschränkungen das Hauptmotiv zur Aufnahme eines Nebenjobs darstellen und welche Faktoren die Wahrscheilichkeit erhöhen, dass ein Erwerbstätiger eine Nebentätigkeit ausübt, darauf liegen der Staatsregierung laut eigener Aussage keine Erkenntnisse vor.

Diese Berufsgruppen sind besonders betroffen

Betrachtet man die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zu sozialverischerungspflichtig Beschäftigten mit mindestens einem weiteren sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis oder mindestens einem zusätzlichen geringfügigen Beschäftigungsverhältnis, so wird deutlich, dass vor allem Menschen in Unternehmensführungs- und Organisationsberufen,  Medizinischen Gesundheitsberufen, Verkehrs- und Logistikberufen, Verkaufsberufen, Reinigungsberufen, Erziehungsberufen und lehrenden und ausbildenden Berufen einem Zweitjob nachgehen.

jb

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture allian ce / dpa

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