Mühldorf

Mehr Wasser für die Zukunft

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Ist der Mühldorfer Hochbehälter zu klein und damit die Wasserversorgung der Stadt gefährdet? Das Gesundheitsamt weist in schöner Regelmäßigkeit darauf hin, die Stadtwerke sagen: Nein.

Wichtiger, aber nicht einziger Bestandteil der Wasserversorgung für Mühldorf und die Mettenheimer Gruppe: Die

Der Hochbehälter bei Solling liegt an einem der schönsten Flecken des Landkreises, hoch über dem Inntal als Nachbar von Kirchisen. Hohe Zäune und Eisentore schützen den unauffälligen und eher klein wirkenden grauen Betonbau aus dem Jahr 1955. Innen öffnet sich der Blick über riesige, tiefe Becken, in den Mühldorfs Trinkwasser grünlich schimmert. 2000 Kubikmeter fließen durch den in den Berg gebauten Raum, Wasser für die Menschen in Mühldorf und Mettenheim, die im Zweckverband Mettenheimer Gruppe zusammengeschlossen sind. Auch Lohkirchen bekommt sein Wasser vom Zweckverband.

Damit niemand hinein kann, wird der Hochbehälter von einem Zaun und Stahltoren geschützt.

Dieser Hochbehälter ist zu klein, befürchtet das Gesundheitsamt in seinen Stellungnahmen zu den neuen Bebauungsplänen, die die Stadt derzeit aufstellt. Die dort gespeicherten 2000 Kubikmeter könnten nicht einmal den Mühldorfer Tagesbedarf von knapp 3000 Kubikmeter abdecken, geschweige denn als Löschwasserreserve herhalten.

Müssen sie auch gar nicht, kontern die Stadtwerke und weisen auf die Rechtslage hin. Danach sollen bei einem Tagesbedarf von mehr als 4000 Kubikmetern 30 bis 80 Prozent im Hochbehälter vorrätig sein. Für die Mettenheimer Gruppe gilt laut Stadtwerkechef Stephan Rösner, dass etwa 40 Prozent gedeckt sind. Dazu kommen nach seinen Angaben Reserven in den Zuleitungen von 2500 Kubikmetern. Da die Mettenheimer Gruppe aus zwei unterschiedlichen Gebieten im Mühldorfer Hart und Mößling, die auch einer getrennten Stromversorgung durch Eon und die Stadtwerke unterliegen, bis zu 13000 Kubikmeter fördern kann, gebe es keine Sicherheitsprobleme. "Deshalb sehen wir die Wasserversorgung der Stadt nicht mit zunehmender Sorge", betont Rösner.

Wassermeister Albert Bauer kontrolliert die Rohrleitungen im Keller des Hochbehälters.

Trotzdem wollen die Stadtwerke der Aufsichtsbehörde gerecht werden und einen neuen Hochbehälter bauen, der den schon etwas in die Jahre gekommenen Bau aus dem Jahr 1955 ersetzen soll. Heuer stellen die Stadtwerke nach eigenen Angaben gut 14000 Euro für die Planungen zur Verfügung, im nächsten Jahr soll ein neuer Hochbehälter bei Solling hoch über Mühldorf gebaut werden. Geschätzte Kosten: 1,3 Millionen Euro. hon

Quelle: rosenheim24.de

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