43016 Asylbewerber im ersten Halbjahr

Verstärkte Schleuseraktivitäten in Deutschland

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Nürnberg - Durch verstärkte Schleuseraktivitäten kommen immer mehr Asylbewerber nach Deutschland. Knapp ein Viertel der geschleusten Menschen stammt aus Russland.

Der derzeit starke Andrang russischer Asylbewerber geht nach Ansicht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg unter anderem auf die erhöhte Aktivität krimineller Schleuser zurück. Vermutungen russischer Menschenrechtler, nach denen diese gezielt Gerüchte streuten, um Menschen aus dem Nordkaukasus nach Deutschland zu locken, konnte das BAMF aber nicht bestätigen.

Spiegel Online berichtete am Donnerstag, dass in Tschetschenien seit Monaten Gerüchte kursierten, nach denen russische Flüchtlinge in Deutschland „ein großzügiges Begrüßungsgeld“ und „etwas Land“ erhielten.

Im ersten Halbjahr 2013 haben insgesamt 43 016 Personen in Deutschland Asyl beantragt; mit 9957 Bewerbern stammte knapp ein Viertel von ihnen aus Russland, das damit Hauptherkunftsland war. Im ersten Halbjahr 2012 hatten nur 1001 Russen Asyl in Deutschland beantragt.

Nach Angaben des BAMF spielen bei der Antragstellung vor allem individuelle Gründe eine Rolle. Der Verfolgungsdruck auf Einzelne und deren Familien sei in der nordkaukasischen Krisenregion gestiegen. Zudem verbänden viele Antragsteller aus der verarmten Region im Süden Russlands mit Deutschland die Hoffnung auf ein besseres Leben.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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