Rettung aus Baugrube: Mann wird Arm abgetrennt

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Weng/Landshut - Dramatische Rettung: Ein Arbeiter (41) wurde am Dienstag in einer Baugrube verschüttet. Seinen Kollegen kam die rettende Idee - allerdings verlor der Mann dabei einen Arm.

Ein 41-jähriger Mann wurde am heutigen Dienstag, den 21. Juni, bei Baggerarbeiten in einer Baugrube verschüttet und hierbei schwer verletzt. Gegen 9.30 Uhr war eine Firma auf einer Baustelle damit beschäftigt, zu einem Privatgrundstück hin eine Abwasserleitung zu legen. In einem Moment, als der 58-jähriger Baggerführer die Schaufel rückwärtig leerte, sprang sein 41-jähriger Kollege in die Kanalschacht, um darin befindliches Baugerät zu holen.

Mann aus Baugrube gerettet

Als der Baggerführer wieder drehte, sah er noch, als die Seitenwände der mindestens 2,20 Meter tiefen Grube teilweise einstürzten und den Arbeiter komplett begruben. Die anwesenden Arbeiter versuchten sofort den Mann freizuschaufeln, was jedoch nicht gelang. Da sämtliche Versuche, den 41-Jährigen mit den Händen freizuschaufeln, scheiterten und er zu ersticken drohte, wurde das Erdreich mit der Baggerschaufel ausgehoben. So konnte der Mann schließlich vom Erdreich befreit und gerettet werden.

Allerdings wurde der Mann bei den Rettungsversuchen durch die Baggerschaufel schwer verletzt. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Regensburger Klinikum geflogen. Der Baggerfahrer erlitt einen Schock. An der Bergung waren auch die alarmierten Feuerwehren aus Dingolfing, Weng, Wörth und Veitsbuch beteiligt. Die Kriminalpolizeiinspektion Landshut hat die weitere Bearbeitung des Falles übernommen. Das Gewerbeaufsichtsamt Landshut wurde vom Sachverhalt in Kenntnis gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

Pressemeldung Polizei Landshut

Quelle: rosenheim24.de

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