Loomen wird zur Volkskrankheit

Das ist der Erfinder von Rainbow Loom

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Er hat's erfunden: Choon Ng, früherer Sicherheitsingenieur eines Autoherstellers
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Landkreis - Prominente Trendsetter wie David Beckham oder die Middletons haben das gleiche Fieber wie Tausende bayerische Fans der Rainbow-Loom-Bänder. Jetzt werden daraus sogar Taschen und Kleidungsstücke geknüpft.

„Ein Trend ist oft nicht besonders langlebig, doch beim Loomen gibt es Entwicklungen, die den Fortbestand sichern“ findet Margit Wendelberger. Sie vertreibt die Gummiringe des Erfinders Choon Ng, diese gelten als das am meist kontrollierte Accessoires-Material, heißt es von der zuständigen Vertriebsfirma aus Laxenburg.

Bereits seit dem Jahr 2011 ist das Knüpfen der Bänder und Deko-Artikel in den USA beliebt, seit dem Sommer 2014 haben auch deutschlandweit Kinder und Jugendliche einen Spaß an der Handarbeit gefunden. Experten warnen vor den großen qualitativen Unterschieden. „Viele Firmen vertreiben Loom-Bänder-Material, das keiner Kontrolle unterzogen wurde. Das ist tatsächlich schlecht für den ganzen Ruf der Loom-Materialien“, ist sich die Verantwortliche von Rainbow Loom, Margit Wendelberger im Klaren.

Das sagt der Spielwarenverband dazu

Die Geschäftsführerin der Handels GmbH aus Laxenburg erklärt im Gespräch mit der Redaktion, dass sie selbst guten Gewissens auch ihren Kindern die Rainbow Loom Materialien gebe und verweist auf die Bestätigungen der Materialprüfungen durch den TÜV.

Jetzt beginnen Rainbow Loom Fans Handtaschen und Kleidungsstücke aus den Gummibändern zu weben. Kreative Ideen wie diese fördern die Wiederverwertung.

„Vor Kurzem wurde sogar ein komplettes Kleid gewebt und bei Ebay für 290.000 Dollar versteigert“, berichtet der Erfinder Choon Ng. Mit neuen Designs wie diesen regt der Marktführer der Looms und bunten Gummibänder zu neuen Kreationen an – zum Selbertragen, Tauschen oder Verschenken.

Loomen bleibt beliebter Trend

Nachhaltiges Weben für Fortgeschrittene

Besondere Modelle erfordern zwar ein wenig Übung, aber es lohnt sich: Mit etwas Geduld und Geschicklichkeit verwandeln die jungen Designer die bunten Gummibänder in originelle Accessoires. Neben Handtaschen, Schuhen und Kleidern sind auch Schlüsselanhänger, Uhrenarmbänder, Bleistifthalter und Fußschmuck gerade voll im Trend. 

Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Choon Ng sagt: „Die Ideen unserer Fans sind mittlerweile so vielfältig, dass sie weit über die ursprünglich entwickelten Armbänder hinausgehen.“

Ein Spaß für Groß und Klein?

Nicht nur der Nachwuchs ist übrigens im Loom-Fieber. Auch unter Erwachsenen gelten sie als angesagtes Accessoire. Prinzessin Kate und Prinz William besitzen eine ganze Sammlung der trendigen Armbänder, heißt es in Magazinen. Zur diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg führte die Rainbow Loom Handels GmbH das Produkt ein – und etablierte sich zum Marktführer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Das „Loomen“ fördert Kreativität und Geschicklichkeit Die bunten Gummiringe lassen sich mit ein wenig Geduld und Geschick in Armbänder, Ohrringe, Ringe oder sogar in Figuren und Tiere verwandeln. Das neue Spielzeug zieht Kinder reihenweise weg von Smartphones, Tablets und Co, ist generationsübergreifend und weckt kreatives Potenzial. „Die Kleinen werden zu Designern ihres eigenen Modeschmucks. Neben der Fantasie werden durch das so genannte ‚Loomen‘, also das Verknüpfen der Gummibänder mit Hilfe des Hakens, die kognitiven Fähigkeiten angeregt. Es macht Spaß und dient als sinnvoller Zeitvertreib“, sagt Choon Ng, Erfinder und Vater zweier Töchter.

Wer hat’s erfunden?

Erfinder des Rainbow Loom ist Choon Ng, früherer Sicherheitsingenieur bei Nissan. Zunächst entwarf er für seine Töchter einen Webrahmen, mit dem sie aus Haargummis Armbänder basteln konnten. Als er ihnen dann noch zeigte, wie sie damit komplizierte Muster knüpfen konnten, waren sie Feuer und Flamme. Woche für Woche bekommt das Loomen neue Fans.

Die Rainbow Loom Handels GmbH mit Sitz in Laxenburg, nahe Wien, führte die Produkte Anfang 2014 zur internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg ein. Sie sind TÜV-geprüft und kindersicher. "Der Ruf der Gummibänder wird durch unkontrollierte Billigmaterialien anderer Firmen geschädigt", sind sich auch die Verantwortlichen von Rainbow Loom im Klaren. Durch Aufklärung soll diesem entgegengewirkt werden.

Quelle: rosenheim24.de

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