News-Ticker zur Corona-Pandemie

Entwurf bundesweiter „Corona-Notbremse“: Auch Arbeitsschutz Teil der Debatte - Weiterhin Testpflicht an Schulen

Lehrer- und Elternverbände kritisieren Test-Regeln
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Grundschule in Zeiten von Corona (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag, 12. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 154,2, Landkreis Rosenheim 111,0, Landkreis Traunstein 228,4, Landkreis Berchtesgadener Land 154,8, Landkreis Mühldorf 258,9, Landkreis Altötting 243,9 (Quelle/Stand: RKI, 12. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3.402, Landkreis Rosenheim 12.167, Traunstein 9.107, Berchtesgadener Land 5.115, Mühldorf 5.621, Altötting 4.925 (Quelle/Stand: RKI, 12. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 56, Landkreis Rosenheim 436, Traunstein 199, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 137, Altötting 195 (Quelle/Stand: RKI, 12. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 78.452 Todesfälle in Deutschland (13.514 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.38 Uhr - Entwurf für bundesweite „Corona-Notbremse“ mit diversen Neuerungen

Das Bundeskabinett will am Dienstag bundesweit einheitliche Einschränkungen beschließen, um die immer stärkere dritte Corona-Welle in Deutschland zu brechen. Dazu soll voraussichtlich das Infektionsschutzgesetz geändert werden. In einem neuen Paragrafen 28b soll festgelegt werden, was zu tun ist, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über 100 liegt.

In den vorausgehenden Verhandlungen zwischen Bund und Ländern war für diesen Fall die schon bekannte nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr vorgesehen worden. Zuvor war stundenlang unter Hochdruck über die Regelungen verhandelt worden. Mehrere Beteiligte gingen davon aus, dass es nach stundenlangen Verhandlungen am Montag ein Einvernehmen geben würde, das eine Verabschiedung in der Ministerrunde am Dienstag möglich macht. Möglichst in einem beschleunigten Verfahren sollten die Regeln dann vom Bundestag beschlossen werden und den Bundesrat passieren.

Neben der Novelle des Infektionsschutzgesetzes sollte dem Kabinett auch eine geänderte Arbeitsschutzverordnung mit einer Pflicht für Testangebote in Unternehmen vorgelegt werden. Der Entwurf der Verordnung sieht vor, dass die Unternehmen verpflichtend und in der Regel einmal in der Woche Tests zur Verfügung stellen.

Update, 18.51 Uhr - Gericht lehnt Antrag gegen Corona-Tests für Schüler ab

Bayerische Schüler dürfen weiter nur mit einem negativen Corona-Test am Präsenz-Unterricht teilnehmen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) lehnte am Montag den Antrag einer Grundschülerin ab, die Regelung vorläufig außer Vollzug zu setzen.

Zur Begründung führte der für das Infektionsschutzrecht zuständige 20. Senat laut Mitteilung aus, es gebe aufgrund der Infektions- und Gefährdungslage keinen durchgreifenden rechtlichen Bedenken. Mit der Anordnung könne den besonderen schulischen Bedürfnissen von Schülern und Lehrkräften Rechnung getragen werden.

Das Gericht stellte aber auch klar, dass die Test-Teilnahme freiwillig sei. Somit müsse bei fehlendem Einverständnis sichergestellt sein, dass Unterrichtsangebote im Distanzunterricht bestehen. Andernfalls sei nicht von der erforderlichen Freiwilligkeit bei der Einwilligung in die Erhebung gesundheitsbezogener Daten auszugehen. Zudem müsse sichergestellt sein, dass in den Schulen nur Tests verwendet würden, die auch für die jeweiligen Altersgruppen freigegeben seien.

Update, 17.39 Uhr - Britische Mutation dominiert bei Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag 48 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 14 Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 5.115 (Stand RKI: 12. April, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 154,8 (Stand RKI: 12. April, 0 Uhr).

Von den insgesamt 5.115 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.816 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 200 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon sechs in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen).

In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 164 neue COVID-19-Fälle. Davon wurde bei insgesamt 101 positiven Befunden eine Virusmutation festgestellt; dies entspricht einem Anteil von 62 %. Dabei handelte es ausschließlich um die britische Variante (B.1.1.7).

Update, 16.53 Uhr - Koalitionsstreit bahnt sich an: CSU und Freie Wähler streiten um bundeseinheitliche Notbremse

Um die Haltung zur bundeseinheitlichen Corona-Notbremse bahnt sich in Bayern ein Koalitionsstreit an. Während Ministerpräsident Markus Söder und seine CSU geschlossen hinter den Plänen für eine Änderung des Bundes-Infektionsschutzgesetzes stehen, sehen die Freien Wähler als kleinerer Koalitionspartner Diskussionsbedarf.

Beispiel Ausgangsbeschränkung: Der Bund wolle eine Ausgangssperre ab 21 Uhr, sagte Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Parteichef Hubert Aiwanger am Montag auf dpa-Anfrage. „Da ist es im Frühsommer noch hell. Ich kann doch nicht die Menschen bei Tageslicht in die Wohnung sperren“, betonte er. Er halte es nicht für sinnvoll, Kompetenzen aus Bayern zum Bund zu verlagern. Das gelte etwa auch für die Öffnungsregelungen für den Handel im Freistaat, die dadurch eher verschärft als gelockert würden.

Söder hatte noch am Sonntag erklärt: „Natürlich werden wir sowohl als Bayern als auch als CSU in der Bundesregierung da sogar Mittreiber sein, dass es beschlossen wird.“ Die Pandemie sei keine regionale, sondern die nationale Herausforderung, sagte Söder. Für eine erfolgreiche Bekämpfung sei ein bundeseinheitlicher Rahmen wichtig. Er hoffe sehr, dass auch die Opposition im Bundestag bereit sei, das Gesetzgebungsverfahren mit zu beschleunigen.

Update, 15.45 Uhr - 138 Neuinfektionen im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1155 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 228,4. Seit der letzten Pressemitteilung am 9. April sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 138 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 9110 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 7755 Personen (72 Personen mehr seit der Meldung vom 9. April).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Es handelt sich um eine Frau im Alter von 86 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 200 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 33 COVID-19-Patienten behandelt, davon 23 auf der Normalstation und 10 auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 26.010 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 10.514 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 15.36 Uhr - Griechenland öffnet den Tourismus ab 14. Mai

Urlauber aus den anderen EU-Staaten werden ab 14. Mai ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen und Urlaub machen können. Dies teilte die griechische Tourismus-Vizeministerin Sofia Zacharaki am Montag mit. Es werde aber Voraussetzungen geben: „Die Urlauber müssen entweder geimpft sein oder einen PCR-Corona-Test vorzeigen”, sagte sie dem griechischen Nachrichtensender Skai. Anschließend werden sie frei ihre Ferien in Griechenland machen können, hieß es. Diese Regelung werde auch für einige andere Staaten gelten. Darunter seien auch Serbien und Großbritannien, teilte die Vizeministerin weiter mit. 

Athen hatte bereits Ende März auf bilateraler Ebene die Quarantänepflicht für Besucher aus Israel abgeschafft. Israelische Urlauber müssen eine offizielle Bestätigung auf Englisch vorzeigen, dass sie geimpft sind. Zudem müssen 14 Tage nach der zweiten Impfung vergangen sein. Die Besucher aus Israel müssen auch einen negativen PCR-Corona-Test vorzeigen, der nicht mehr als 72 Stunden alt sein darf.

Die griechische Regierung drängt seit Jahresbeginn darauf, einen EU-weit gültigen Impfpass zu entwickeln. Damit soll der griechische Tourismus-Sektor gerettet werden, der normalerweise fast ein Fünftel der griechischen Wirtschaftsleistung ausmacht. “Wir hoffen, dass es diesen EU-Impfpass bis Juni geben wird”, sagte die Vizeministerin weiter.

Update, 14.39 Uhr - Medienbericht: Lockdown wird bis 9. Mai verlängert

Nach Informationen der Zeitschrift Buisness Insider wird der bestehende Lockdown um vorerst mindestens drei weitere Wochen verlängert. Heißt: der Lockdown würde sich wahrscheinlich bis 9. Mai fortsetzen. Darauf sollen sich die Länder verständigt haben. Die Länder reagieren damit auf die Planungen der Bundesregierung für eine Bundes-„Notbremse“. Eigentlich wäre der Lockdown am kommendem Montag (19. April) ausgelaufen.

Update, 14.10 Uhr - Anzeigen und Platzverweise nach Partys in München

Im Zeitraum zwischen Freitag, 9. April, und Montag, 12. April, jeweils 6 Uhr, führte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis insgesamt über 5700 Kontrollen durch, um die Einhaltung der aktuell gültigen Corona-Regeln zu überprüfen. Dabei gab es insgesamt 333 Anzeigen.

Die “Highlights”: Am Samstagnachmittag informierte ein Zeuge per Notruf die Polizei darüber, dass sich im Stadtteil Waldtrudering in einem Haus bzw. in einem Garten zahlreiche Personen zu einer Feier versammelt hätten. Als die Beamten gegen 14.25 Uhr in der Möwestraße eintrafen, stellten sich dort insgesamt 23 Personen fest. Die 15 Männer und acht Frauen waren zwischen 15 und 52 Jahren alt und hatten größtenteils unterschiedliche Wohnsitze. Zudem wurden Abstände und Maskenpflicht missachtet. Alle Personen - abgesehen von den Hausbewohnern - erhielten Platzverweise. Alle Beteiligten wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Am Sonntagnachmittag gegen 16.25 Uhr ging es im Stadtteil Neuperlach rund. Nach einem Notruf trafen die Beamten in der besagten Wohnung auf insgesamt 18 Personen (sieben Männer und elf Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren sowie unterschiedlichen Wohnsitzen, teilweise aus anderen Landkreisen), die dort miteinander feierten. Auch diese Party wurde aufgelöst. Es gab Anzeigen und Platzverweise.

Update, 13.38 Uhr - Söder: „Pandemie keine regionale Frage, sondern nationale Herausforderung“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die volle Unterstützung seines Landes und der CSU für die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes angekündigt: „Der Entwurf wird gerade noch abschließend beraten und natürlich werden wir sowohl als Bayern als auch als CSU in der Bundesregierung da sogar Mittreiber sein, dass es beschlossen wird.“ Söder begründete die Notwendigkeit der Gesetzesänderung mit der Tatsache, dass einige Bundesländer die Notbremse in Regionen mit Inzidenzen von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche nicht konsequent umsetzen würden.

„Die Pandemie ist ja keine regionale Frage, sondern die nationale Herausforderung“, sagte Söder. Für eine erfolgreiche Bekämpfung sei ein bundeseinheitlicher Rahmen wichtig. Söder stellt sich damit direkt gegen die Ablehnung seines Koalitionspartners in der bayerischen Staatsregierung, der im Bundestag nicht vertretenen Freien Wähler. Deren Vorsitzender Hubert Aiwanger kritisert die Machtverlagerung nach Berlin als „die Länder und Landkreise an die Kette nehmen.“ Aiwanger: „Wir brauchen Problemlösungen, keine Folterfantasien!“

Update, 12.49 Uhr - Burghausen weitet Testangebot aus

Burghausen bekommt ab Dienstag, 13. April, eine weitere Möglichkeit zum Schnelltesten. Nach der Messehalle wird auch der Stadtsaal zeitweise zum Testzentrum ausgebaut. Wie die Stadt mitteilt, wird Apotheker Thomas Leher (Betrieber u.a. der Altstadt-Apotheke) wird ab dieser Woche an drei Tagen kostenlose Schnelltests im Stadtsaal-Foyer anbieten. Getestet wird dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 11 bis 13 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Außerdem werden PCR-Tests im Burghauser Hallenbad angeboten – dienstags und freitags zwischen 12.30 und 20.30 Uhr sowie mittwochs von 10 bis 17.30 Uhr. Hier ist eine einmalige Registrierung unter https://corona.centogene.com/ notwendig. Für die Testungen wird die dabei generierte ID-Nummer benötigt.

Update, 11.51 Uhr - Kanzleramt: Lockdown könnte noch sechs bis acht Wochen dauern

Die Deutschen müssen wohl länger im Lockdown verharren als ursprünglich gedacht - das geht aus einem Bericht des „Tagesspiegel“ hervor. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) soll demnach am Sonntag in einer Besprechung mit den Ländern deutlich gemacht haben, dass die Bundesregierung noch sechs bis acht Wochen lang von einer verschärften Infektionslage ausgeht. Das könnte ein möglicher Hinweis auf den Zeitraum sein, in dem die jetzt per Bundesgesetz anvisierten Lockdown-Maßnahmen gelten sollen - also bis Ende Mai oder Mitte Juni.

Hintergrund: Am Dienstag entscheidet das Kabinett über einen neuen Gesetzentwurf zum Infektionsschutzgesetz. Geplant ist, dass auf Kreisebene beim Überschreiten einer 7-Tage-Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen diverse Lockdown-Maßnahmen greifen

Update, 11.06 Uhr - Nach Impfung in Dingolfing: 74-Jähriger stirbt in Auto bei Impfzentrum

Im Landkreis Dingolfing-Landau wird ein Todesfall untersucht, der in Zusammenhang mit einer Corona-Impfung stehen könnte. Nach seiner Impfung ist ein 74 Jahre alter Mann aus dem Landkreis am Sonntagvormittag leblos in seinem Fahrzeug aufgefunden worden. Trotz sofortiger Versorgung und Reanimation durch das Personal des Impfzentrums sowie hinzugezogener Rettungskräfte und eines Notarztes konnte der Mann leider nicht gerettet werden.

Tod durch Astrazeneca-Impfung? Ermittler suchen nach der Todesursache einer 43-Jährigen aus Söchtenau

Der Verstorbene wurde mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft. Ob ein kausaler Zusammenhang mit der Impfung besteht, wird die angeordnete Obduktion zeigen, so das Landratsamt auf seiner Homepage. Der Notarzt vor Ort schloss auch eine natürliche Todesursache nicht aus. Das zur Prüfung von Verdachtsfällen von Impfkomplikationen zuständige Paul-Ehrlich-Institut sowie das Bayerische Gesundheitsministerium sind bereits über den Sachverhalt informiert.

Update, 10.24 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet sechs neue Corona-Fälle und einen weiteren Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 11. April gibt es sechs neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 12. April 2021, 0 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.
Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 440 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 12. April 2021, 3.08 Uhr) bei 258,9.

Update, 9.59 Uhr - Polizei löst Party auf: 80 Anzeigen

Die Polizei hat im Kreis Warendorf (Nordrhein-Westfalen) eine in der Corona-Pandemie verbotene Party aufgelöst. Am frühen Sonntagmorgen seien mehrere Menschen mit Autos auf einem Schwimmbad-Parkplatz im Ort Everswinkel gemeldet worden, teilten die Beamten mit. An Ort und Stelle habe man dann eine größere Gruppe an jungen Erwachsenen angetroffen. „Diese Gruppe hatte sich zuvor über die sozialen Medien zu einer Party verabredet“, erklärte die Polizei.

Gegen 61 Menschen seien Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung eingeleitet worden. Ein Teil der Party-Gruppe sei kurze Zeit später erneut auf einem Parkplatz bei einem Treffen entdeckt worden. Dort seien Anzeigen gegen 19 Teilnehmer gefertigt worden.

Update, 9.15 Uhr - Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter - nur wenige Regionen unter 100

Nur noch elf Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. In der Stadt Hof lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 587 - das war bundesweit der höchste Wert. Bayernweit betrachtet meldetet das RKI eine Inzidenz bei 153,3. Der Landkreis Miltenberg hat mit 60,6 den niedrigsten Wert.

Die Gesundheitsämter meldeten dem Institut binnen eines Tages 3296 Neuinfektionen und 23 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion im Freistaat. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.08 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Update, 8.19 Uhr - Landkreis Altötting meldet 45 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 45 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 4920 Personen (Stand: 11. April, 15 Uhr).
Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 243,9.

Update, 7.25 Uhr - Kreis Rosenheim muss wohl wieder Notbremse ziehen

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 12. April 2021).

Trotz Wochenende - und damit möglicherweise weniger Testergebnissen - haben sich die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag größtenteils weiter nach oben entwickelt. Die Landkreise Traunstein (von 225,0 auf 228,4), Berchtesgadener Land (von 137,8 auf 154,8), Mühldorf (von 256,3 auf 258,9) und Altötting (von 212,5 auf 243,9) meldeten laut neuesten RKI-Daten jeweils steigende Werte.

In der Stadt Rosenheim blieb die Inzidenz unverändert bei 154,2. Lediglich aus dem Landkreis Rosenheim wurde eine leicht gesunkene 7-Tage-Inzidenz gemeldet - und zwar von 114,4 auf 111,0. Allerdings ist diese Nachricht nicht wirklich eine gute: Weil die Inzidenz im Landkreis den dritten Tag in Folge (wieder) über 100 lag, greift dort in Kürze wohl auch wieder die Corona-Notbremse. Zudem gab es einen weiteren Todesfall im Landkreis Mühldorf. Nähere Angaben zu Alter, Wohnort und/oder Geschlecht des Opfers gab es bislang nicht.

Mehr als drei Millionen Infizierte seit Pandemie-Ausbruch

Die Zahl der insgesamt in Deutschland gemeldeten Corona-Infektionen ist über die Drei-Millionen-Marke geklettert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) haben sich seit Pandemie-Ausbruch nachweislich 3.011.513 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.683.900 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 78.452 (News-Ticker Sonntag, 11. April). In Bayern kamen 34 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 13.514).

Binnen eines Tages wurden jetzt außerdem 13.245 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 99 neue Todesfälle verzeichnet (Stand: 12. April, 0 Uhr). Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Zudem könnten die Zahlen wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Dr. Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI bundesweit bei 136,4. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 129,2 an, vor einer Woche lag sie bei 128. Der Inzidenzwert ist momentan noch mit Vorsicht zu genießen und dürfte wegen weniger Tests und Meldungen über Ostern zu niedrig ausfallen. Das RKI erwartet, dass der Wert im Laufe der kommenden Woche wieder belastbar sein wird.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,08 (Stand: 11. April; Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert sei weiter gestiegen, schreibt das RKI. Die in den Tagen nach Ostern beobachtete Absenkung des Werts könnte an der vorübergehend geringeren Testzahl gelegen haben. Auch der R-Wert kann nach RKI-Angaben erst in einigen Tagen wieder aussagekräftig bewertet werden.

mw/mh/dpa

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