News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bayerns Einzelhandel erwartet „totales Chaos ab Montag“ - bisher 42 Thrombose-Fälle nach Astrazeneca-Impfung

Coronavirus - Kostenlose Corona-Schnelltests in Apotheken
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„Wir wissen heute immer noch nicht, was ab Montag gilt“, sagte Handelverband-Geschäftsführer Bernd Ohlmann am Freitag in München.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag, 9. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 124,3, Landkreis Rosenheim 86,1, Landkreis Traunstein 177,6, Landkreis Berchtesgadener Land 111,4, Landkreis Mühldorf 195,9, Landkreis Altötting 182,0 (Quelle/Stand: RKI, 9. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3367, Landkreis Rosenheim 12.041, Traunstein 8911, Berchtesgadener Land 5033, Mühldorf 5492, Altötting 4804 (Quelle/Stand: RKI, 9. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 55, Landkreis Rosenheim 435, Traunstein 199, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 136, Altötting 195 (Quelle/Stand: RKI, 9. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 78.003 Todesfälle in Deutschland (13.453 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.07 Uhr - Trotz Impfrekord: Experten warnen vor Überlastung der Kliniken

Trotz neuer Impfrekorde ist die Lage in der Corona-Krise aus Sicht von Experten alarmierend. Intensivmediziner warnen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems, und auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich besorgt. Daher müsse die dritte Welle gebrochen werden, sagte Spahn am Freitag in Berlin. Die sozialen Kontakte müssten eingeschränkt werden, notfalls auch mit nächtlichen Ausgangssperren.

Die Lage in den Kliniken sei zutiefst besorgniserregend, warnte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx. „Es brennt. Die Lage ist sehr dramatisch. Jeder Tag zählt.“ Es gebe einen ungebremsten und dramatischen Anstieg von Covid-Patienten. Beim Impfen sei die Bundesrepublik auf der Zielgeraden. Deutschland dürfe aber nicht auf den letzten Metern Menschen gefährden - kurz bevor sie durch eine Impfung geschützt werden könnten, sagte er. „Wir brauchen aber mehr Zeit fürs Impfen.“

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnte davor, sich nicht von den niedrigeren Meldezahlen rund um Ostern beirren zu lassen. „Wir haben genug andere Informationen. Wenn wir wissen, dass die dritte Welle da ist, und wenn wir wissen, dass wir in einem exponentiellen Wachstum sind, dann kann es doch nicht sein, dass man sich durch einige niedrige Zahlen über einige Tage irritieren lässt“, sagte er.

Das RKI geht davon aus, dass sich in den Ferien weniger Menschen testen ließen, was zu einer geringeren Meldezahl an die Gesundheitsämter führte. Nach Daten vom Freitag haben die Ämter in Deutschland dem RKI binnen eines Tages 25.464 Corona-Neuinfektionen gemeldet, gut 3500 mehr als vor einer Woche. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 296 neue Todesfälle verzeichnet, das waren gut 60 mehr.

Nach dem Einstieg der Hausarztpraxen hat sich die Zahl der Corona-Impfungen in Deutschland stark erhöht. Das stimmt auch Spahn positiv: „Beim Impfen sind wir auf einem guten Weg. In den vergangenen Tagen wurden so viele Menschen geimpft, wie nie zuvor“, sagte Spahn am Freitag in Berlin. Demnach habe es am Donnerstag mit 719.000 Impfungen einen weiteren Tagesrekord gegeben. Am Tag zuvor waren rund 656.000 Dosen verabreicht worden.

Update, 21.09 Uhr - Bundesweit höchste Corona-Inzidenz weiter in Region Hof

Die Region Hof hat weiter die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für die Stadt Hof am Freitag 571,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage. Der Landkreis Hof folgt mit einem Wert von 451,5, bayernweit lag der Wert laut RKI bei 129.

Stadt und Landkreis Hof erhalten nun zusätzlich 4000 Dosen des Impfstoffs Astrazeneca. Dafür können sich von Freitag an alle Impfwilligen ab 18 Jahre unabhängig von Vorerkrankungen oder Beruf anmelden. Die Nachfrage sei so groß, dass der Server des Landkreises überlastet sei, sagte eine Sprecherin des Landkreises am Freitagvormittag.

Fast 20 Prozent der Menschen in Stadt und Landkreis Hof seien schon mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden, hatten Landrat Oliver Bär (CSU) und Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) am Donnerstag mitgeteilt.

Update, 20.01 Uhr - Bisher 42 Fälle von Sinusvenenthrombose nach Astrazeneca-Impfung

In Deutschland sind bislang 42 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca bekannt. Das berichtete das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Freitagabend.

Die 42 Fälle der speziellen Form sehr seltener Hirnvenenthrombosen seien bis zum 2. April gemeldet worden, in 23 Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) gemeldet worden.

Mit Ausnahme von sieben Fällen seien Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren betroffen gewesen. Allerdings seien Frauen nach den Angaben des Robert Koch-Instituts auch häufiger als Männer mit dem Produkt geimpft worden.

Die Männer seien 24 bis 58 Jahre alt gewesen. Acht Betroffene starben, fünf Frauen und drei Männer, wie das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Institut in Langen berichtete. Für Frauen zwischen 20 und 59 Jahren seien deutlich mehr Fälle beobachtet worden, als erwartbar gewesen sei. Inzwischen wird der Impfstoff in Deutschland in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren verwendet.

Auch im Landkreis Rosenheim wird im Moment untersucht, ob eine 43-jährige Frau an den Folgen einer Astrazeneca-Impfung gestorben ist (Plus-Artikel).

Sieben Fälle einer Sinusvenenthrombose wurden den Angaben zufolge nach Impfung mit dem Biontech-Impfstoff gemeldet, drei Frauen im Alter von 34 bis 81 Jahren und vier Männer im Alter von 81 bis 86 Jahren seien betroffen gewesen. In keinem Fall wurde eine Thrombozytopenie berichtet. Die Zahl der gemeldeten Fälle sei jedoch unter Berücksichtigung der verimpften Dosen im Vergleich zur gewöhnlich erwarteten Zahl dieser Thrombosen nicht erhöht.

Ärzte sowie andere Angehörige der Gesundheitsberufe sollten auf die Anzeichen und Symptome einer Thromboembolie und/oder Thrombozytopenie achten, erklärte das Institut. Die Geimpften sollten bei Symptomen wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellungen oder anhaltenden Bauchschmerzen sofort einen Arzt aufsuchen. Das Gleiche gelte bei neurologischen Symptomen, wie schweren oder anhaltenden Kopfschmerzen, verschwommenem Sehen oder punktförmigen Hautblutungen. Es lägen keine Daten zum Risiko bei der Zweitimpfung vor.

Update, 18.54 Uhr - Bayerns Einzelhandel erwartet „totales Chaos ab Montag“

Die neuen bayerischen Test-Vorschriften für die Kunden im Einzelhandel sorgen für große Verwirrung.

„Wir wissen heute immer noch nicht, was ab Montag gilt“, sagte Handelverband-Geschäftsführer Bernd Ohlmann am Freitag in München: „Das wird ein totales Chaos geben ab Montag.“

Die Staatsregierung hatte am Mittwoch beschlossen, dass Einzelhändler in Landkreisen und Städten mit einem Corona-Inzidenzwert zwischen 100 und 200 nur noch für Kunden mit Terminvereinbarung und mit einem „aktuellen negativen Test“ öffnen dürfen. Verlangt wird ein „maximal 48 Stunden alter PCR-Test oder maximal 24 Stunden alter Schnelltest“.

Ob schon ein Selbsttest vom Discounter ausreicht, sei aber nicht geklärt, sagte Ohlmann. Händler fragten, ob sie die Tests durchführen müssen. Ob sie kontrollieren müssen, dass Kunden sich vor Ort selbst testen. Ob sie Tests unter Vorlage des Personalausweises dokumentieren müssen. „Fragezeichen ohne Ende. Hier glühen die Telefone“, sagte Ohlmann. „Wir können die Leute nur vertrösten. Die Händler hängen total in der Luft.“

Die Test-Vorschrift gilt für die meisten Städte und Landkreise in Bayern. Der landesweite Durchschnitt lag am Freitag bei 129 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Nach den jüngsten Beschlüssen der Staatsregierung müssen sich ab Montag auch Baumärkte, Gärtnereien, Blumenläden, Schuhgeschäfte und Buchhandlungen an die neuen Regeln halten. Sie durften bisher unabhängig von Inzidenzwerten öffnen - so wie der Lebensmittelhandel, Drogerien, Optiker und sonstige „für die tägliche Versorgung unverzichtbare Ladengeschäfte“.

Einkaufen mit vorheriger Terminvereinbarung bieten nach Ohlmanns Worten neun von zehn Händlern an. Aber sie machten damit 30 bis 50 Prozent weniger Umsatz als sonst, bei zusätzlichem Aufwand. Wenn jetzt zu Maske und Terminvereinbarung noch der Test komme, werde die Lust am Einkaufen weiter schwinden. Nutznießer sei der Online-Handel.

Update, 18.07 Uhr - Altmaier will Coronahilfen für Firmen bis Jahresende verlängern

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich dafür ausgesprochen, die Überbrückungshilfe III für Firmen bis zum Jahresende zu verlängern. Es gebe dazu Gespräche in der Regierung, sagte Altmaier am Freitag in Berlin. Die Überbrückungshilfe III ist bisher bis Mitte des Jahres befristet.

Finanzminister Olaf Scholz signalisierte Bereitschaft, die Überbrückungshilfe III zu verlängern. Die Corona-Pandemie sei unverändert eine große Herausforderung: „Alle wissen, dass wir die Überbrückungshilfen auch noch so lange gewähren müssen, wie sie notwendig sind.“

Altmaier sagte, es werde auch bei einem zu Ende gehenden Lockdown einige Monate dauern, bis sich das wirtschaftliche Leben normalisiert habe. Deshalb sollte die Überbrückungshilfe III verlängert werden. Er strebe an, dazu noch vor der Sommerpause Klarheit zu erzielen. Firmen, die in der Corona-Krise besonders belastet sind, bekommen Zuschüsse.

Altmaier sprach sich außerdem für härtere Maßnahmen aus, um die dritte Corona-Welle zu brechen. Die Lage sei ernster, als viele wahrhaben wollten. Er verwies etwa auf die zunehmend kritischer werdende Lage in der Intensivmedizin. Eine Schließung des produzierenden Gewerbes und von Industrieunternehmen sei aber nicht nötig. Altmaier verwies auf Fortschritte bei Testangeboten in Firmen. Ein „monatelanger Dauerlockdown“ müsse verhindert werden.

Update, 17.34 Uhr - Virologe Streeck warnt vor Ausgangssperren

Der Bonner Virologie-Professor Hendrik Streeck warnt vor einem härteren Lockdown mit Ausgangssperren. „Dadurch feuern wir das Infektionsgeschehen weiter an“, sagte Streeck im Videocast „19 - die Chefvisite“.

Aktuell infizierten sich laut RKI vor allem sozial Schwache in beengten Wohnverhältnissen. Bei einer Ausgangssperre „können die sich nicht Corona-konform aus dem Weg gehen“, so Streeck. Seine Forderung: „Wir schaffen sichere Bereiche draußen, wo die Menschen sich treffen können, anstatt sie weiter zusammenzudrängen.“ 

Streeck denkt zum Beispiel an gelüftete Turnhallen mit Sicherheitspersonal. Diese Lösung sei besser als „private Graubereiche, wo keiner sehen kann, ob die Regeln eingehalten werden“. Das heiße „Ventile schaffen“, betonte er. Dabei könne auch die Außengastronomie eine Rolle spielen, wo das Infektionsrisiko vergleichsweise gering sei.

Update, 16.29 Uhr - WHO: Keine Empfehlung für Impfung mit zwei verschiedenen Vakzinen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht keine Empfehlung für sogenannte Kreuzimpfungen gegen das Coronavirus aus.

Es lägen noch keine ausreichenden Daten für mögliche Risiken einer ersten Impfdosis mit Astrazeneca und einem anderen Mittel als Zweitimpfung vor, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Harris bezog sich bei ihren Aussagen auf eine vorläufige Empfehlungen eines WHO-Expertengremiums von Februar. Demnach solle vorläufig das gleiche Produkt für beide Teilimpfungen gespritzt werden. Die Experten forderten weitergehende Forschungen, um die Mischung von Vakzinen zu überprüfen.

In Deutschland gibt es eine gewissen Druck, genau solche Kreuzimpfungen vorzunehmen. Der Grund: Seit kurzem bekommen Menschen unter 60 den Astrazeneca-Impfstoff wegen Thrombosegefahr nicht mehr gespritzt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zufolge haben aber bereits 2,2 Millionen Bürger unter 60 eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten. Die Frage ist nun, wie diese Menschen ihren vollen Impfschutz bekommen, für den eine zweite Dosis nötig ist.

Ohne ausreichende Daten über mögliche Risiken darf es keine Zweitimpfung mit anderen Impfstoffen geben“, sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt, dass die Betroffenen nun nach zwölf Wochen eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech/Pfizer oder Moderna) bekommen. Allerdings ist eine Entscheidung dazu noch nicht gefallen. Die Gesundheitsminister der Länder wollen zunächst noch offene Fragen diskutieren.

Update, 15.56 Uhr - EMA prüft Thrombose-Fälle bei Impfstoff von Johnson & Johnson

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) prüft Fälle von Thrombosen nach einer Coronaimpfung mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson.

Vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung aufgetreten, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Eine Person sei gestorben. Einer der Verdachtsfälle sei während der klinischen Studien aufgetreten. Die Behörde betonte, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei.

Die EMA hatte am Mittwoch bei einer erneuten Prüfung von seltenen Thrombosen-Fällen nach der Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca festgestellt, dass es einen Zusammenhang gebe. Die Häufigkeit gemeldeter Zwischenfälle mit Blutgerinnseln im Gehirn treten nach EMA-Angaben mit ungefähr 1 je 100.000 auf.

Die EMA gab weiter uneingeschränkt grünes Licht für eine Verwendung. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, erklärte die Arzneimittelbehörde.

Update, 15.24 Uhr - 63 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1090 aktive Covid-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 177,65. Seit der letzten Pressemitteilung am 8. April sind beim Gesundheitsamt 63 Neuinfektionen eingegangen.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 199 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 24 Covid-19-Patienten behandelt, davon 18 auf der Normalstation und sechs auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 23.769 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 9779 Personen die Zweitimpfung erhalten.

In der Kalenderwoche 14 hat das Impfzentrum im Landkreis Traunstein rund 6.010 Impfdosen erhalten. Die Lieferung an die niedergelassenen Ärzte ist dabei nicht berücksichtigt, da die Versorgung über den Großhandel der Apotheken erfolgt.

Update, 14.39 Uhr - 35 neue Covid-19-Fälle im Berchtesgadener Land - 7-Tage-Inzidenz steigt auf 111,4

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit 8. April 35 weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis gibt.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Covid-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 5033 (Stand RKI: 09.04.2021, 0 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt bei 111,4 (Stand RKI: 09.04.2021, 0 Uhr)

Von den insgesamt 5033 Covid-19-Fällen sind mittlerweile 4.756 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 178 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis, davon 19 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 118 neue COVID-19-Fälle.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 13 Covid-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden drei Patienten intensivmedizinisch betreut.

Im Landkreis Berchtesgadener Land wurden bislang insgesamt 23.438 Impfungen durchgeführt, davon 7.759 Zweitimpfungen (Stand: 8. April, 20 Uhr).

Update, 13.42 Uhr - 68 Neuinfektionen im Landkreis Mühldorf - Inzidenz schießt auf 195,9

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 8. April 68 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 9. April, 0 Uhr).

Im Landkreis Mühldorf liegen damit insgesamt 5484 bestätigte Fälle vor. Bislang wurden insgesamt 595 Fälle der britischen Virus-Mutation im Screening-Test sowie ein Fall der südafrikanischen Virus-Mutation nachgewiesen, darüber hinaus gibt es sechs Verdachtsfälle auf die südafrikanische Variante. 4948 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 399 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 137. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI  (Stand: 9. April, 3.08 Uhr) bei 195,9.

Mit Stand 9. April sind insgesamt 19.729 Personen mindestens einmal geimpft, davon 5.805 in den Alten- und Pflegeheimen und 15.267 im Impfzentrum. 8.836 Personen haben bereits die 2. und damit abschließende Impfung erhalten.

Update, 13 Uhr - Neuer Impfrekord in Bayern mit rund 115.000 Corona-Impfungen an einem Tag

In Bayern ist mit rund 115.000 Corona-Impfungen an einem Tag ein neuer Impfrekord aufgestellt worden. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte am Freitag: „Die Impfgeschwindigkeit in Bayern hat sich noch einmal deutlich erhöht. Konkret wurden gestern in Bayern 114.963 Menschen geimpft, davon 61.844 in Impfzentren und Krankenhäusern und 53.119 in Arztpraxen. Das ist ein großer Erfolg!“

Holetschek betonte: „Der positive Trend hält an: Am Mittwoch dieser Woche wurde erstmal die 100.000er-Marke übersprungen. Am 07. April ließen sich insgesamt 103.387 Menschen in Bayern impfen, davon 49.561 in Impfzentren und Krankenhäusern und 53.826 in Arztpraxen. “

Der Gesundheitsminister fügte hinzu: „Ich freue mich, dass auch der Auftakt der Impfungen bei den Ärzten sehr gut verlaufen ist: Seit Beginn der Impfungen in den bayerischen Praxen am 31. März gab es dort bis einschließlich 8. April insgesamt schon 143.337 Impfungen, trotz der Osterfeiertage. Dies zeigt, dass es richtig war, noch vor Ostern in die Praxen zu gehen und das bayerische Impfbündnis mit den Ärzten noch schneller als von der Bundesregierung geplant an den Start zu bringen. Die zweite Säule der Bayerischen Impfstrategie steht schon jetzt stabil!“

Update, 12.30 Uhr - Bund und Länder wollen Infektionsschutzgesetz verschärfen

Überraschende Wende bei der Corona-Strategie von Bund und Ländern: Die vor Ostern vereinbarte nächste Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder fällt aus. Stattdessen soll im Eilverfahren das Infektionsschutzgesetz nachgeschärft werden, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin mitteilte. Ziel sei es, bundesweit einheitliche Regelungen für Regionen mit hohen Infektionszahlen zu schaffen. Dazu werde die nächste Sitzung des Bundeskabinetts von Mittwoch auf Dienstag vorgezogen.

Demmer sagte: „Bund und Länder haben sich heute darauf verständigt, in enger Absprache mit den Bundestagsfraktionen das Infektionsschutzgesetz zu ergänzen, um nun bundeseinheitlich zu regeln, welche Beschränkungen zu ergreifen sind, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis über 100 liegt.“ Angestrebt werde ein „ganz normales Gesetzgebungsverfahren“, sagte die Sprecherin. In der kommenden Woche wird es nach ihren Angaben keine Ministerpräsidentenkonferenz mehr geben.

Für den Fall, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region den Wert von 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner übersteigt, hatten Bund und Länder bereits Anfang März Regeln vereinbart: Alle Lockerungen der Corona-Maßnahmen müssten demnach wieder vollständig zurückgenommen werden. Allerdings hat sich in den vergangenen Wochen vielfach gezeigt, dass diese sogenannte Notbremse nicht angewendet wird. Dies hatte auch Merkel kritisiert. Offenbar sollen die Regeln nun im Infektionsschutzgesetz verbindlich festgeschrieben werden.

Update, 12.13 Uhr - Intensivmediziner enttäuscht über Absage von Corona-Gipfel

Deutschlands Intensivmediziner sind enttäuscht über die Absage des Corona-Gipfels von Bund und Ländern. Das Treffen war für Montag geplant gewesen. Es werde in der kommenden Woche gar keine Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin mit. „Das ist eine enttäuschende neue Situation“, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), am Freitag. Er könne nur hoffen, dass es stattdessen zeitnahe alternative politische Entscheidungen gebe. Die Divi forderte erneut einen umgehenden harten Lockdown von zwei bis drei Wochen, um die Zahl der Neuinfektionen in der Pandemie zu drücken.

25.000 Neuinfektionen pro Tag bedeuteten rund zwei Wochen später rund 350 bis 750 neue Intensivpatienten mit Covid-19, sagte Marx. Die Lage auf den Intensivstationen sei bereits jetzt dramatisch, einige Regionen könnten keine Covid-Patienten mehr aufnehmen, sagte Marx.

Update, 12 Uhr - 349 aktive Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 4822 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. 4273 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. Insgesamt sind 200 Personen sind an der Erkrankung verstorben. 349 Personen sind aktuell (Stand dmit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert.

Bei der Differenzierung positiver PCR-Ergebnisse wurde im Landkreis Altötting bislang 547 mal die britische Variante des SARS-CoV-2 nachgewiesen.

Update, 11.30 Uhr - 40 Patienten in InnKlinikum in Behandlung

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 40 Patienten im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung stationär behandelt - 19 davon in Mühldorf, neun in Burghausen und zwölf in Altötting (Stand: 9. April, 8.10 Uhr). Bei elf Patienten besteht ein Verdacht auf eine Covid-Erkrankung. Weitere neun Personen müssen intensivmedizinisch versorgt werden, bei sechs ist eine Beatmung nötig. Zudem meldeten die Kliniken keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Update, 11 Uhr - Corona-Gipfel am Montag geplatzt

Nach übereinstimmenden Medienberichten ist der für Montag (12. April) angesetzte Corona-Gipfel der Ministerpräsidenten und des Bundes abgesagt worden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters heißt es aus Regierungskreisen wie unter anderem die BILD berichtet: „Die Bundesregierung beabsichtigt schon nächste Woche im engen Einvernehmen mit den Ländern und dem Bundestag einen Gesetzentwurf auf den Weg zu bringen, der eine direkt verbindliche und umfassende Notbremse für Kreise ab einer Inzidenz von 100 vorsieht.“

Bis vor kurzem habe der Termin der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) noch im Kalender des niedersächsischen Regierungschefs Stephan Weil (SPD) gestanden - „dort steht er jetzt nicht mehr“, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag in Hannover. „Es ist aber noch nicht geklärt, ob in der kommenden Woche dann eine MPK stattfindet, also ob der Termin verschoben wird, oder ob es in der kommenden Woche gar keine gibt.“

Für Weil sei nicht ausschlaggebend, wann die Bund-Länder-Gespräche stattfinden, sondern dass sie gut vorbereitet sein müssen. „Da wurde es jetzt schon langsam knapp“, sagte die Sprecherin.

Jetzt live: Kultusminister Michael Piazolo informiert zum Schulstart nach den Osterferien

Update, 10.55 Uhr - Viel Förderung für leistungsschwache Schüler

Piazolo vertraut in diesem Zusammenhang auf die Erfahrungen und auf pädagogischen Kompetenzen der Lehrkräfte, die die Tests in der Schule beaufsichtigen und anleiten sollen. „Wir sollten das Testen als Chance betrachten und nicht nur immer die Risiken sehen“, sagte Piazolo. Damit könne man Corona „viel besser die Stirn bieten“.

Außerdem wird Bayern mindestens 20 Millionen Euro für die Förderung von leistungsschwächeren Schülern locker machen. Noch in diesem Schuljahr sollen Brückenkurse oder Tutorenprogramme abgehalten werden. In den Sommerferien soll es Förderprogramme in den Kernfächern sowie Angebote im freizeit-pädagogischen Bereich in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Jugendring geben. Im neuen Schuljahr sollen die Fördermaßnahmen dann bei einem Vorrücken auf Probe stark individualisiert auf die einzelnen Schüler zugeschnitten werden. Bei der Kultusministerkonferenz wurde zudem auch über eine sogenannte „Nachhilfe-Milliarde“ diskutiert

Update, 10.47 - Piazolo: „Testen ist eine riesige Chance!“

Die neue Testpflicht an Bayerns Schulen kann unter anderem durch einen Selbsttest erfüllt werden. Das Erfüllen der Testpflicht ist ab Montag, 12. April, inzidenzunabhängig an allen Schulen im Freistaat Voraussetzung für eine Teilnahme am Präsenz-/Wechselunterricht. „Testen ist eine riesige Chance“, betonte der Minister. Das erhöhe die Sicherheit für die gesamte Schulfamilie erheblich, hieß es.

Neben dem Schnelltest an der Schule kann die Testpflicht auch durch einen Antigen- und/oder PCR-Test erfüllt werden. Diese Tests können außerhalb der Schule durchgeführt werden. Das Ergebnis muss dann in der Schule vorgelegt werden. In Kreisen/Städten, in denen die Inzidenz über 100 liegt, darf der Test nicht älter als 24 Stunden sein, bei Inzidenzen unter 100 nicht älter als 48 Stunden.

Update, 10.40 Uhr - „Magisches Viereck“ für Sicherheit an Bayerns Schulen

„Es waren anstrengende elf Wochen seit Weihnachten. Ich danke der ganzen Schulfamilie für das Mitwirken“, blickte Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) zu Beginn seiner Pressekonferenz auf die letzten Wochen zurück. Dabei hätte immer wieder nachgesteuert werden müssen und immer wieder neue Entscheidungen getroffen werden müssen, hieß es. Erst die letzten beiden Ferienwochen hätten allen „etwas Ruhe“ gebracht.

Die Maxime bleibe für den Freistaat aber, weiterhin möglichst viel Präsenzunterricht anbieten zu können. Deswegen seien zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt worden, um ein „Sicherheitsnetz“ an Bayerns Schulen aufspannen zu können. Dazu zählen: Hygienekonzept mit Masken, eine Inzidenzbremse, Testpflicht und Impfen. Piazolo nannte es das „magische Viereck“. „Alles zusammen ergibt mehr Sicherheit und die Chance, mehr Präsenzunterricht abhalten zu können“, sagte der Minister.

Jetzt live: Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler zur aktuellen Corona-Lage

Update, 10.20 Uhr - Wieler: „Müssen Überlastung von Gesundheitssystem verhindern“

„Wir gehen davon aus, dass wir ab Mitte nächster Woche wieder verlässliche Zahlen haben“, sagte Dr. Wieler zu Beginn seiner Ausführung. Die Lage in den Krankenhäusern sei allerdings nach wie vor „sehr ernst“. Immer mehr Menschen würden dort wegen schweren Atemwegserkrankungen aufschlagen, so Wieler. Vor allem sind auch immer mehr jüngere Menschen von schweren Corona-Krankheitsverläufen betroffen.

Auch die „Intensivstationen würden sich rasant füllen - und dies in allen Bundesländern, sagte Wieler. Alleine in der letzten Woche seien deutschlandweit über 700 Patienten hinzugekommen, was einem Anstieg von über 20 Prozent entspricht. 85 Prozent davon müssten beatmet werden. Zudem befürchtet Wieler, dass durch den Zeitverzug in der dritten Welle die Zahlen noch weiter rasant ansteigen werden. „Wir haben alle die Pflicht, eine Überlastung unseres Gesundheitssystem zu vermeiden“, mahnte der Professor und appellierte an die Menschen, die bestehenden Corona-Regeln weiterhin konsequent zu befolgen.

Update, 10.13 Uhr - Spahn kritisiert Landespolitiker: „Kann mich nur wundern…“

Im Hinblick auf den kommenden Bund-Länder-Gipfel, dessen Verschiebung (eigentlich hätte dieser am Montag, 12. April stattfinden sollen) inzwischen als so gut wie sicher gilt, sagte Spahn:„Es braucht konsequente und bundeseinheitliche Maßnahmen.“ Zugleich kritisierte er - ohne Namen zu nennen - einige Ministerpräsidenten und andere Politiker scharf: „Ich kann mich über manche Äußerungen dieser Tage nur wundern!“ Es brauche dringend einen Lockdown, um die dritte Welle zu brechen.

Dieses Herunterfahren könne „eine Brücke bauen“, um danach stabil deutschlandweit unter eine Inzidenz von unter 100 zu kommen. Danach könne es dann testgestützt erste Erleichterungen geben, ehe dann spätestens im Sommer mit den voranschreitenden Impfungen weiter gelockert werden könne. „Das sind noch einmal schwere Wochen für uns alle mit ernsten Entscheidungen. Deswegen ist ein geschlossenes und gemeinsames Handeln wichtig“, sagte Spahn abschließend.

Update, 10.10 Uhr - Spahn: „Müssen dritte Welle brechen - und zwar rasch!“

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institutes (RKI), informieren auf einer Pressekonferenz derzeit die Öffentlichkeit über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland. Am Freitag seien über 25.000 neue Corona-Fälle in der Bundesrepublik registriert worden. „Die Zahlen, die wir heute sehen, spiegeln aller Wahrscheinlichkeit nach nicht das wahre Infektionsgeschehen wieder“, warnte Spahn jedoch und sprach dabei die geringeren Testkapazitäten über Ostern an.

Wir müssen diese dritte Welle brechen - und zwar möglichst rasch“, so Spahn, der betonte, dass man nur so eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern könne. Die Patientenzahlen in den Kliniken würden weiterhin ansteigen, Ärzte und Pflegekräfte würden deswegen weiterhin zurecht Alarm schlagen, hieß es.

Update, 9.46 Uhr - Günther Jauch mit Corona infiziert - Auftritt in RTL-Show fällt aus

TV-Star Günther Jauch („Wer wird Millionär?“) hat sich laut RTL mit dem Coronavirus infiziert. Wie sein Haussender am Freitag in Köln mitteilte, muss der 64-Jährige deshalb zum ersten Mal seit 31 Jahren krankheitsbedingt bei einem Moderationsjob ausfallen.

Publikumsliebling Jauch sollte nach bisheriger Planung ab kommender Woche laut Bundesregierung für die Corona-Schutzimpfung werben. Dafür nennen Bürgerinnen und Bürger aber eben auch Prominente honorarfrei ihre Gründe, warum sie persönlich bereit für die Corona-Schutzimpfung sind.

Jauch wird am Samstagabend bei der neuen Ausgabe der RTL-Show „Denn sie wissen nicht, was passiert“ vertreten. Die geplante Sendung findet statt. Wer den 64-Jährigen vertritt, wird in der Live-Show am Samstag bei RTL bekanntgegeben. In der nächsten Ausgabe will Jauch dann wieder am Start sein: „Ich bin zuversichtlich, dass ich bei der Sendung am 17. April wieder dabei bin.“

Update, 9.18 Uhr - Zwei Pressekonferenzen am Vormittag

Gleich zweimal werden am Freitagvormittag Politiker und Wissenschaftler vor die Presse treten, um über neue Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu informieren.

Anfangen wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn , der zusammen mit RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar H. Wieler ab 10 Uhr in der Bundespressekonferenz in Berlin zur aktuellen Corona-Lage Auskunft geben und Fragen beantworten wird.

Danach stellt sich ab 10.30 Uhr Bayerns Kultusminister Michael Piazolo im Rahmen des Schulstarts nach den Osterferien den Fragen der Presse.

rosenheim24.de berichtet von beiden Pressekonferenzen wie gewohnt live!

Update, 8.25 Uhr - Inzidenzen in Mühldorf und Altötting massiv gestiegen

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 9. April 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen sind in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag überall angestiegen - vielerorts sogar sehr deutlich. Um fast 40 Zähler schoss die Inzidenz im Landkreis Mühldorf nach oben - und zwar von 156,2 auf 195,9. Damit ist der Kreis nahe an der 200er-Marke dran, was nach den neuen Corona-Regeln, die in Bayern ab Montag (12. April) gelten werden, vor allem für den Handel von großem Nachteil wäre. Im Landkreis Berchtesgadener Land wurde zudem die 100er-Marke wieder überschritten. Die Inzidenz lag dort bei 111,4 (Vortag: 99,1).

Steigende Werte meldeten auch Stadt (von 113,3 auf 124,3) und Landkreis Rosenheim (von 68,9 auf 86,1) sowie die Kreise Traunstein (von 169,2 auf 177,6) und Altötting (von 152,4 auf 182,0). In Letzterem stieg die Inzidenz im Vergleich zum Vortag um fast 30 Zähler. Zudem wurden vier weitere Todesfälle aus der Region gemeldet - zwei im Landkreis Traunstein und je einer im Landkreis Rosenheim und im Landkreis Altötting. Nähere Angaben zu Alter, Geschlecht und/oder Wohnort der Opfer gab es bislang nicht.

Update, 7.25 Uhr - Bund-Länder-Gipfel wird wohl verschoben

Eine Verschiebung des nächsten Bund-Länder-Gipfels, der eigentlich für kommenden Montag geplant ist, wird immer wahrscheinlicher. Hintergrund ist, dass sich Bund und Länder weiter uneins über den weiteren Kurs im Kampf gegen die Pandemie sind. Die Chefs der Regierungsfraktionen sehen den Bundestag am Zug und fordern eine breit angelegte Debatte im Parlament. Gut fänden sie auch eine Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die Ministerpräsidenten und Merkel hatten bei ihrer jüngsten Videoschalte am 22. März beschlossen, dass die Kanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder im Licht der Infektionsentwicklung am 12. April erneut beraten. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) aus Länderkreisen und anderer Medien stand zuletzt eine Verschiebung der geplanten Beratungen möglicherweise auf Mittwoch (14. April) im Raum. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung Maybritt Illner: „Ich gehe mal davon aus, es wird nicht am Montag sein.“ Auch eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes und damit mehr Kompetenzen für den Bund steht nach wie vor im Raum.

RKI meldet über 25.000 neue Fälle und fast 300 Tote

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt binnen eines Tages 25.464 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 296 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI geht jedoch davon aus, dass sich in den Ferien meist weniger Menschen testen ließen, was zu einer geringeren Meldezahl an die Gesundheitsämter führe (News-Ticker Donnerstag, 8. April).

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 21.888 Neuinfektionen und 232 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 110,4. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 105,7 an.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.956.316 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.647.600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 78.003. In Bayern kamen 40 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 13.453).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,80 (Stand: 8. April; Vortag: 0,76). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 80 weitere Menschen anstecken. Die nach Ostern beobachteten kleinen R-Werte können laut RKI jedoch auch mit einer geringen Testzahl in den vergangenen Tagen zusammenhängen. „Die Werte können erst in einigen Tagen bewertet werden“, teilte das RKI auf seiner Homepage mit.

mw/dpa

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