News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bayern sichert sich 2,5 Millionen Dosen „Sputnik V“ - Testpflicht soll für Geimpfte entfallen

Coronavirus
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Bayern sichert sich noch vor einer möglichen EU-Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V Millionen Dosen des Mittels. 

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 7. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 102,3, Landkreis Rosenheim 80,7, Landkreis Traunstein 157,3, Landkreis Berchtesgadener Land 92,5, Landkreis Mühldorf 138,9, Landkreis Altötting 146,2 (Quelle/Stand: RKI, 7. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3323, Landkreis Rosenheim 11.921, Traunstein 8772, Berchtesgadener Land 4974, Mühldorf 5372, Altötting 4689 (Quelle/Stand: RKI, 7. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 55, Landkreis Rosenheim 434, Traunstein 197, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 134, Altötting 194 (Quelle/Stand: RKI, 7. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 77.401 Todesfälle in Deutschland (13.387 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.57 Uhr - Corona-Krise: Lebenserwartung sinkt in fast allen EU-Staaten

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist im ersten Jahr der Corona-Pandemie in fast allen EU-Ländern gesunken.

22 der 27 Länder verzeichneten 2020 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Am stärksten waren Spanien (minus 1,6 Jahre) und Bulgarien (1,5 Jahre) betroffen. In Deutschland sank die Lebenserwartung bei der Geburt demnach um 0,2 Jahre auf 81,1 Jahre.

Unter der Lebenserwartung zu einem bestimmten Zeitpunkt versteht man die Anzahl der Jahre, die eine Person im Schnitt noch zu leben hat, wenn die zu dem Zeitpunkt herrschenden Sterbebedingungen weiter gelten würden. Anders ausgedrückt: Kinder, die 2020 in Deutschland geboren wurden, werden im Schnitt 81,1 Jahre alt - in dem theoretischen Fall, dass in der ganzen Zeit genauso gestorben wird wie 2020. Die angegebenen Zahlen für 2020 sind Eurostat zufolge vorläufige Schätzungen für die Lebenserwartung bei Geburt.

Langfristig betrachtet werden EU-Bürger eigentlich immer älter: Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg nach Angaben von Eurostat seit den 1960er Jahren im Schnitt um mehr als zwei Jahre pro Jahrzehnt.

In den letzten Jahren habe diese Entwicklung aber in mehreren Staaten stagniert oder sei sogar rückläufig gewesen. Nach dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie sei die Lebenserwartung 2020 schließlich in der überwiegenden Mehrheit der Staaten gesunken. Auch in den USA war die Lebenserwartung im ersten Halbjahr 2020 von 78,8 auf 77,8 Jahre zurückgegangen - der niedrigste Wert seit 2006.

Innerhalb der EU gibt es weiterhin ein starkes Gefälle: Am ältesten werden die Bewohner Maltas mit 82,6 Jahren. Es folgen Schweden, Italien und Spanien (jeweils 82,4 Jahre). Am niedrigsten ist die Lebenserwartung in Litauen (75,1), Rumänien (74,2) und Bulgarien (73,6). 2019 lag die EU-weite Lebenserwartung bei 81,3 Jahren.

Update, 21.12 Uhr - Bayern sichert sich 2,5 Millionen Dosen von Impfstoff Sputnik V

Bayern sichert sich noch vor einer möglichen EU-Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V Millionen Dosen des Mittels.

Der Freistaat werde am Mittwoch einen Vorvertrag mit einer Produktionsfirma im schwäbischen Illertissen unterzeichnen, kündigte Ministerpräsident Markus Söder nach der Sitzung des Kabinetts in München an. Nach der Zulassung soll der Freistaat 2,5 Millionen Impfdosen erhalten.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit den Antrag auf Zulassung von Sputnik V in der EU. Im April werden Experten der EMA in Russland zur Begutachtung der Produktion und Lagerung des Impfstoffs erwartet. Russland gab das Mittel bereits Mitte August 2020 als weltweit ersten Corona-Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung frei. Mittlerweile haben in der medizinischen Fachpresse publizierte Daten dem Mittel hohe Wirksamkeit bescheinigt.

Der Impfstoff könnte im Laufe des Jahres in dem Werk in Illertissen produziert werden, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Eine entsprechende Absichtserklärung für die Produktion und den Import sei unterzeichnet. „Es handelt sich um einen hochwirksamen Impfstoff“, betonte Holetschek.

Zustimmung kam vom stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki. Die Initiative bringe endlich mehr Schwung in die deutsche Impfstoff-Beschaffungspolitik, sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Söder legt damit die beschämende Trantütigkeit des Impfstoff-Managements der Bundesregierung offen.“

Er könne verstehen, dass der CSU-Mann sich auch nicht mehr den Takt von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und ihren mangelnden Beschaffungsqualitäten vorgeben lassen wolle. Kubicki ging davon aus, „dass dieser Vorstoß den Anlass gibt, jetzt endlich im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz sämtliche Möglichkeiten auszuloten, um schnell ausreichend Impfstoffdosen zu beschaffen“.

Linksfraktions-Chef Dietmar Bartsch kritisierte die Pläne des Freistaats hingegen scharf und forderte die Bundesregierung zum Eingreifen auf. „Wir brauchen eine nationale Kraftanstrengung beim Impfen, aber keine bayerische Kraftmeierei“, sagte Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Update, 20.34 Uhr - Söder: Zweifel an EM-Spielen mit vielen Zuschauern in München

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht derzeit kaum eine Chance auf ein gefülltes Münchener Stadion während der Fußball-Europameisterschaft.

„Im Moment kann ich mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen mit großartigen Zuschauerzahlen zu operieren, es dauert ja nicht mehr lange“, sagte Söder im Interview der RTL/ntv-Redaktion. Im Stadion des FC Bayern sollen die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) und Co-Gastgeber Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) ausgerichtet werden.

„Ich halte auch nichts davon, wenn auf europäischer Ebene diskutiert wird: Es findet nur dort statt, wo möglicherweise Zuschauer komplett zugelassen werden“, sagte Söder. Bis zu diesem Mittwoch mussten München und die weiteren elf EM-Gastgeberstädte ihre Konzepte für die Ausrichtung der Partien bei der Europäischen Fußball-Union UEFA einreichen.

Sollte München von der UEFA zur Zulassung von Fans verpflichtet werden, würde dies laut Söder „auch bei der deutschen Bundesregierung“ auf Widerstand treffen. „Wir haben jetzt wirklich in der Frage der sogenannten Geisterspiele gute Erfahrung gemacht“, sagte Söder. Bayerns Ministerpräsident wies jedoch daraufhin, dass sich trotz aller Sicherheitsmaßnahmen immer wieder Spieler mit Corona infiziert hätten.

Die bayerische Landeshauptstadt hofft hingegen weiter auf Spiele vor Publikum. Dafür gebe es „verschiedenen Szenarien, was mögliche Zuschauer im Stadion betrifft“, hatte sie am Vortag mitgeteilt. Es sei „denkbar und wünschenswert, dass bei den vier Spielen in München Zuschauer im Stadion sein können“.

Update, 19.41 Uhr - Testpflicht soll für Geimpfte weitgehend entfallen

Personen mit vollständigem Impfschutz könnten so behandelt werden wie Menschen, die über ein tagesaktuell negatives Testergebnis verfügten, heißt es in einer der dpa vorliegenden Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums.

Das Ministerium stellte die Empfehlungen am Mittwoch den Gesundheitsministerinnen und -ministern der Länder vor. Das Thema solle bei der Ministerpräsidentenkonferenz in der kommenden Woche auf der Tagesordnung stehen, hieß es.

Den Empfehlungen zufolge soll bei Flugreisen aus dem Ausland alternativ zum derzeit verlangten negativen Testergebnis auch ein Nachweis vorgelegt werden können, dass man mindestens 14 Tage vorher die Gabe der zweiten Impfdosis mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff erhalten hat. Auch bei Reisen aus Risiko- oder Hochinzidenzgebieten soll die Testpflicht der Empfehlung gemäß für entsprechend Geimpfte entfallen. Bei der Einreise aus Virusvariantengebieten soll es hingegen bei der Testpflicht bleiben, da bei manchen Varianten der Impfschutz kleiner ist.

Wer vollen Impfschutz hat, solle zudem von Quarantänemaßnahmen ausgenommen werden, so lange man keine Krankheitssymptome hat. Das Robert Koch-Institut werde seine Quarantäne-Empfehlungen bis zum Ende der Woche anpassen. Ausnahmen von der Quarantänepflicht soll es der Vorlage zufolge nicht für geimpfte Patientinnen und Patienten in Kliniken und nicht für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen geben, „um Restrisiken einer Weitergabe von Infektionen in diesen sensiblen Bereichen zu minimieren“.

In beiden Fällen – negativ getestet oder vollständig geimpft – sei von einem „deutlich reduzierten Ansteckungsrisiko“ auszugehen. „Die Impfung oder der tagesaktuelle Test geben zusätzliche, aber keine hundertprozentige Sicherheit“, so die Empfehlung des Bundes an die Länder. Geimpfte und negativ Getestete müssten daher auch weiter Abstand halten, Hygiene beachten und Masken tragen.

Update, 19.18 Uhr - 33 Neuinfektionen im Landkreis Altötting und ein Todesfall

Das Landratsamt Altötting meldet 33 neue Corona-Fälle. Bei drei Fällen handelt es sich um Schnelltests, welche durch einen positiven PCR-Test bestätigt wurden.

Landkreisweit gibt es aktuell 278 aktive Fälle, die meisten davon in Burghausen (33), gefolgt von Preiskirchen (28), Altötting (27) und Unterneukirchen (25). Die einzig „Corona-freie” Gemeinde im Landkreis ist derzeit Haiming.

Laut einer aktuellen Meldung des InnKlinikums Altötting und Mühldorf ist zudem am Dienstag eine weitere Person mit bestätigter Covid-19-Infektion verstorben. Dabei handelt es sich um eine 72-jährige Frau aus dem Landkreis Altötting. Aufgrund des Meldeschlusses des Robert Koch-Instituts (RKI) wurde dieser Todesfall noch nicht in die aktuelle RKI-Statistik eingerechnet und wird daher voraussichtlich erst am 8. April berücksichtigt.

Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Altötting liegt am Mittwoch laut RKI bei 146,2 (Stand: 7. April, 0 Uhr).

Update, 18.49 Uhr - Haftbefehl gegen Beschuldigten in Maskenaffäre außer Vollzug

In der Affäre um Geschäfte mit Corona-Schutzmasken ist der Haftbefehl gegen einen Geschäftsmann außer Vollzug gesetzt worden. Wie die Münchner Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, ist die befürchtete Fluchtgefahr des Beschuldigten durch Auflagen abgewendet und der Mann daher am Mittwoch aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern gegen insgesamt fünf Beschuldigte. Darunter sind Bayerns ehemaliger Justizminister Alfred Sauter (CSU) sowie der aus der CSU mittlerweile ausgetretene Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein. Sauter hatte wegen der Vorwürfe die CSU-Fraktion im bayerischen Landtag verlassen. Er und Nüßlein haben die Vorwürfe zurückgewiesen, für alle Beschuldigte gilt zudem die Unschuldsvermutung.

Es geht um Provisionszahlungen, die im Zusammenhang mit Maskengeschäften an Politiker gezahlt worden sein sollen. In Thüringen wird wegen ähnlicher Vorwürfe gegen den früheren CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann ermittelt. Er soll ebenfalls in sechsstelliger Höhe Geld für Geschäfte mit Atemschutzmasken kassiert haben. Hauptmann ist inzwischen aus der CDU ausgetreten und hat sein Mandat niedergelegt.

Update, 18.19 Uhr - 24 neue Corona-Fälle und ein weiterer Todesfall im Berchtesgadener Land

Im Berchtesgadener Land gibt es seit der letzten Statusmeldung am 6. April 24 neue Corona-Fälle sowie einen weiteren Todesfall.

Landkreisweit gibt es aktuell 142 aktive Fälle, davon 13 in verschiedenen Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Kindergärten und Schulen.

Bei dem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes um einen 64-jährigen Mann, die Gesamtzahl der Verstorbenen im Landkreis seit Pandemiebeginn steigt damit auf insgesamt 99 an. In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 18 Covid-19-Patienten stationär behandelt, drei davon werden intensivmedizinisch betreut.

Update, 17.57 Uhr - 81 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Das Landratsamt Traunstein meldet 81 Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag.

Landkreisweit gibt es damit aktuell 1066 aktive Covid-19-Fälle. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit 25 Corona-Patienten behandelt, davon 18 auf der Normalstation und sieben auf der Intensivstation.

Positive Covid-19 Nachweise im Seniorenzentrum Wartberghöhe Traunstein

Aufgrund eines positiven Nachweises bei einer Mitarbeiterin wurden für die Einrichtung Quarantänemaßnahmen erlassen und eine Reihentestung durchgeführt. Insgesamt wurden fünf Bewohner und zwei weitere Angestellte positiv getestet.
Drei der infizierten Bewohner haben mindestens eine Erstimpfung erhalten.

Alle geimpften Bewohner zeigen keine oder nur leichte Krankheitssymptome. Eine nicht geimpfte Bewohnerin wurde ins Klinikum Traunstein verlegt. Weitere Reihentestungen sind in Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in Planung.

Update, 17.02 Uhr - EMA: Weiter grünes Licht für Astrazeneca-Impfstoff - Risiken gering

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) gibt weiterhin grünes Licht für den Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca.

Trotz sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen empfiehlt die EMA weiterhin uneingeschränkt die Anwendung des Impfstoffes. „Der Nutzen des Wirkstoffes bei der Bekämpfung von Covid-19 ist deutlich höher zu bewerten als die Risiken“, sagte EMA-Chefin Emer Cooke am Mittwoch in Amsterdam.

Die Experten stellten zwar einen Zusammenhang zwischen Impfstoff und Thrombosen bei einer sehr geringen Zahl von Blutplättchen fest. Dies trete allerdings sehr selten auf. Die Behörde hält damit weiterhin an ihrer Bewertung des Präparates fest. Experten hatten zuvor Meldungen von Thrombosen nach einer Impfung eingehend untersucht. Diese Analysen würden fortgesetzt, wie die EMA mitteilte.

Unklar ist, was für Folgen die EMA-Entscheidung nun für die Impfungen haben wird. Mehrere EU-Länder, darunter Deutschland, hatten zuvor den Einsatz des Impfstoffes auf Personen ab 60 Jahre eingeschränkt. Hintergrund waren seltene Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen nach einer Astrazeneca-Impfung. In Deutschland gab es 31 Verdachtsfälle.

Daraufhin hatte die EMA im März eine Expertengruppe eingesetzt. Sie hatte zunächst keinen Zusammenhang mit der Impfung festgestellt. Die Untersuchung war aber fortgesetzt worden: Die Experten vermuten, dass es um eine sehr seltene Immun-Reaktion gehe. Die meisten Fälle waren den Angaben zufolge etwa zwei Wochen nach der Impfung aufgetreten. Die Experten hätten keine besonderen Risikofaktoren wie Alter oder Geschlecht festgestellt.

Geimpften riet die EMA, auf die entfernte Möglichkeit der seltenen Blutgerinnsel zu achten. Bei entsprechenden Symptome sollten sie sofort medizinischen Rat einholen, hieß es weiter. Der Impfstoff mit dem Marktnamen Vaxzevria hatte Ende Januar eine bedingte Marktzulassung für die EU erhalten. Danach ist der britisch-schwedische Hersteller weiterhin verpflichtet, alle Daten zu möglichen Nebenwirkungen weiterzuleiten.

Update, 16.23 Uhr - EMA-Pressekonferenz zur AstraZeneca-Entscheidung jetzt im Livestream

Trotz sehr seltener Fälle von Hirnthrombosen empfiehlt die EU-Arzneimittelbehörde EMA uneingeschränkt die Anwendung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, erklärte die EMA am Mittwoch in Amsterdam.

Update, 15.49 Uhr - 46 neue Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 6. April, 46 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 7. April, 0 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 316 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 7. April, 3.08 Uhr) bei 138,9.

Update, 14.57 Uhr - Nach Corona-Protesten: Verfassungsschutz beobachtet Ex-Polizisten

Ein Ex-Polizist ist im Zusammenhang mit Aktivitäten gegen staatliche Corona-Maßnahmen ins Visier des Verfassungsschutzes geraten. Der Beamte im Ruhestand werde einem entsprechenden „Sammel-Beobachtungsobjekt“ der „sicherheitsgefährdenden demokratiefeindlichen Bestrebungen“ zugeordnet, sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch. Die Gefahr, die von der beobachteten Personengruppe ausgehe, bestehe in politischer Agitation, die zu einer individuellen Radikalisierung führen könne, hieß es.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am 17. März im Innenausschusses des Landtags das „Sammel-Beobachtungsobjekt“ vorgestellt. Es betrifft Einzelpersonen und Personenzusammenschlüsse aus dem Umfeld von Corona-Leugnern und Kritikern staatlicher Maßnahmen, die zu gewaltsamen Aktionen gegen staatliche Einrichtungen, die staatliche Infrastruktur oder staatliche Repräsentanten aufrufen oder sich an solchen Aktionen beteiligen, mit denen die Funktionsfähigkeit des Staates erheblich beeinträchtigt werden solle.

Update, 13.35 Uhr - „Situation in Kliniken nach wie vor sehr anstrengend“

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte, dass die Zahl der Covid-Patienten in den bayerischen Krankenhäusern in den letzten zwei Wochen um über 30 Prozent gestiegen sei. „Die Situation in den Kliniken ist es nach wie vor sehr anstrengend“, sagte der Minister und ging anschließend noch einmal auf die bayerische Impfstrategie ein.

Auch der russische Impfstoff „Sputnik“ ist nach wie vor Thema im Freistaat. Dieser soll im Verlauf des Jahres im schwäbischen Illertissen produziert werden. Es gibt bereits eine entsprechende Absichtserklärung. Voraussetzung sei allerdings eine offizielle Zulassung des Impfstoffes in Deutschland, betonte Holetschek: „Wir sind da auf einem guten Weg und können dort die Vertragsverhandlungen weiter vorantreiben!“

Update, 13.31 Uhr - Piazolo: „Eine Riesenchance, dass wir in Schulen testen können“

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) führte zum Thema Schule weiter aus, dass „Impfen“ und „Testen“ zentrale Elemente für das weitere Vorgehen seien. „Die Belastbarkeit der Kinder und Jugendlichen ist erschöpft“, warnte der Minister, weswegen es besonders wichtig sei, immer möglichst vielen Schulen/Jahrgangsstufen trotz Pandemie zumindest Wechselunterricht zu ermöglichen. Zudem gelte es, möglichst viel Planungssicherheit zu bekommen - vor allem auch im Hinblick auf die anstehenden Abschlussprüfungen.

„Es ist eine Riesenchance, dass wir in Schulen testen können. Wir werden dadurch auf alle Fälle mehr Sicherheit bekommen“, sagte Piazolo im Hinblick auf die mindestens zweimal wöchentlich verpflichtenden Corona-Tests für Schüler und Lehrer.

Update, 13.22 Uhr - Gesamter Einzelhandel darf unter Auflagen öffnen

Auch für den Einzelhandel in Bayern ändert sich nun einiges. Inzidenzunabhängig dürfen nur noch die Geschäfte des täglichen Bedarfs geöffnet haben - also zum Beispiel Supermärkte, Drogerien oder Apotheken. Für andere Bereiche, wie Buchhändler, Bau- und Gartenmärkte, werden die Sonderregeln dagegen abgeschafft. Das bedeutet, dass der gesamte Einzelhandel in Bayern nun gleichgestellt wird - nach bestimmten Regeln.

In Städten und Kreisen mit einer Inzidenz unter 50 dürfen alle Geschäfte öffnen. Bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 wird das Prinzip „Click & Meet“ erlaubt - und das ohne zwingenden Corona-Test. Bei einer Inzidenz zwischen 100 und 200 ist nun auch „Click & Meet“ erlaubt, allerdings nur mit einem negativen Coronatest. Bei einer Inzidenz über 200 ist dagegen Schluss - hier gibt es dann nur noch „Click & Collect“. Ab wann genau die neue Regelung gilt, ist derzeit nicht bekannt.

Update, 13.18 Uhr - Testpflicht an bayerischen Schulen - zweimal pro Woche

„Klar ist, wir werden nicht einfach alles öffnen in Sachen Schule, aber auch nicht alles schließen“, sagte Söder zum Thema Schulstart am Montag nach den Osterferien. In Städten und Kreisen mit einer Inzidenz unter 100 bleibt alles wie bisher, nämlich beim Wechselunterricht. Bei Inzidenzen über 100 gibt es Distanzunterricht - mit Ausnahme von Abschlussklasse, Q11 und den vierten Klassen der Grundschulen. Diese Jahrgangsstufen dürfen weiter Wechselunterricht anbieten.

Zudem kommt - inzidenzunabhängig - in ganz Bayern eine Testpflicht für alle (Schüler und Lehrer) an Schulen - mindestens zweimal wöchentlich. Erlaubt sind PCR-, Schnell- oder Eigentests, die an der jeweiligen Schule durchgeführt werden. „Die Teilnahme am Unterricht kann nur mit einem negativen Testergebnis stattfinden“, stellte Söder in diesem Zusammenhang klar.

Update, 13.11 Uhr - Keine Öffnungen und Modellprojekte in nächsten zwei Wochen

Söder warb im Hinblick auf den nächsten Bund-Länder-Gipfel am Montag (12. April) noch einmal für möglichst einheitliche Regeln in ganz Deutschland. Bis dahin müsse man „vorhandene Instrumentarien schärfen und konsequent umsetzen“, so Söder und nannte dabei Corona-Notbremse, Ausgangssperrungen und verschärfte Kontaktregeln.

Für Bayern kündigte Söder an: Geplante Öffnungen in Bayern werden - auch in Städten/Kreisen mit Inzidenzen unter 100 - um mindestens zwei Wochen verschoben. Auch die Modellregionen werden um (mindestens) zwei Wochen verschoben. Auch die Einzelprojekte im Bereich Kultur, die ab kommender Woche hätten anlaufen sollen, werden um 14 Tage aufgeschoben. Danach erhoffe man sich verlässliche Zahlen und eine verlässliche Perspektive, hieß es.

Update, 13.06 Uhr - Söder: „Es bleibt sehr gefährlich!“

Am Vormittag hat sich die bayerische Staatsregierung einmal mehr mit dem weiteren Vorgehen im Kampf gegen Corona beschäftigt. Am Mittag traten Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) und Kultusminister Michael Piazolo vor die Presse, um über die Ergebnisse der Beratungen zu informieren.

Die aktuelle Corona-Situation im Freistaat sei unübersichtlich. Die Zahlen würden zwar stagnieren bzw. sogar leicht sinken, allerdings gäbe es wegen der Osterfeiertage derzeit „kein tatsächliches Bild der pandemischen Entwicklung“, so Söder, der den Menschen für das Mitwirken in den letzten Tagen ausdrücklich dankte.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass die Gefahr der dritten Welle bleibt“, sagte Söder im Hinblick auf die Virus-Mutationen und sprach längere und schwerere Krankheitsverläufe bei jüngeren Menschen an. „Das heißt, es bleibt sehr gefährlich. Die Marschroute bleibt deswegen: Vorsicht mit Vernunft“, so Söder. Es sei deswegen besser, nochmal auf Nummer sicher zu gehen und nichts zu riskieren.

Pressekonferenz mit Söder, Holetschek und Piazolo jetzt live

Update, 12.49 Uhr - Bundesregierung für „kurzen einheitlichen Lockdown“

Die Bundesregierung ist für ein erneutes deutliches Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland und unterstützt indirekt die Idee eines „Brücken-Lockdowns“ von CDU-Chef Armin Laschet. Auf die Frage, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Laschets Vorschlag bewerte, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin, es gebe im Moment bei den Corona-Neuinfektionen keine gute Datenbasis, die Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine sehr deutliche Sprache. „Deswegen ist auch jede Forderung nach einem kurzen einheitlichen Lockdown richtig. Auch ein gemeinsames bundeseinheitliches Vorgehen wäre hier wichtig.“

Demmer fügte hinzu: „Die Vielfalt der beschlossenen Regeln trägt im Moment nicht zur Sicherheit und zur Akzeptanz bei.“ Für vorgezogene Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin, wie von Laschet ebenfalls vorgeschlagen, gibt es nach ihren Worten im Moment aber „erkennbar keine Mehrheit“. Die nächsten Beratungen der Kanzlerin mit den Länderchefs sind für Montag geplant.

Update, 12.35 Uhr - Pressekonferenz mit Söder, Holetschek und Piazolo in Kürze live

Nach der Kabinettssitzung informieren um 13 Uhr Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo in einer Pressekonferenz über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen. Wie gewohnt berichtet rosenheim24.de wieder live.

Update, 11.59 Uhr - Söder ist gegen „Öffnungsblindflug“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält einen kurzen und konsequenten Lockdown nur dann für sinnvoll, wenn alle Bundesländer mitmachen. Das sagte er am Mittwoch im „Morgenmagazin“ von ARD und ZDF. „Wenn das in Deutschland kreuz und quer geht, die einen machen so, die anderen machen so, dann wird es nicht funktionieren.“ Jedoch gebe es für einen kurzen, harten Lockdown gerade bei den SPD-geführten Ländern keine Unterstützung und auch einige CDU-Länder seien diesbezüglich zurückhaltend.

Söder warnte davor, in einen „Öffnungsblindflug“ zu starten. Gerade über Ostern habe man wieder gute Erfahrungen mit der nächtlichen Ausgangssperre gemacht, weil diese besonders die privaten Kontakte einschränke. Und diese seien eine der Hauptquellen für mögliche Ansteckungen. Testen alleine sei keine Lösung, sagte der CSU-Chef. „Wir müssen impfen, was das Zeug hält.“ Und das in Kombination mit Corona-„Notbremsen“ und dem Verzicht auf weitere Öffnungen.

Update, 11.24 Uhr - Verschiebung der Modellprojekte?

Wie der Merkur offenbar aus Regierungskreisen erfahren hat, sollen die geplanten acht Öffnungs-Modellprojekte in Bayern wohl um zwei Wochen verschoben werden. Damit wäre erst Ende April mit einer weiteren Entscheidung bezüglich der Städte, welche für das Projekt in Frage kommen, zu rechnen. Auch in der Region haben sich zahlreiche Städte und Regionen für das Modellprojekt beworben (Plus-Artikel rosenheim24.de).

Update, 10.42 Uhr - Flächendeckender Impfstart bei Bayerns Hausärzten

Rund 8500 Praxen in Bayern sollen am Mittwoch mit dem Impfen gegen das Coronavirus beginnen. Mit dem flächendeckenden Impfstart bei Haus- und Fachärzten starte eine neue Zeitrechnung im Kampf gegen Covid-19, betonte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB).

Nach der ersten Impfung in der Praxis sollen sich die Patienten aus dem Online-Portal BayIMCO abmelden, erinnerte die KVB. So soll vermieden werden, dass die Geimpften doppelt kontaktiert werden.

Zum Start der Kampagne am vergangenen Mittwoch hatten sich mehr als 12.000 Menschen in Praxen gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Ärzte könnten ihren Patienten mögliche Ängste nehmen, sie persönlich beraten und die Nachsorge betreuen, hatte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) betont.

Weil zunächst nicht genug Impfdosen zur Verfügung standen, konnten vergangene Woche erst 1635 Praxen mit dem Impfen beginnen. Die Zahl der gelieferten Impfdosen werde sich nun deutlich erhöhen, kündigte die KVB an. „Wir hoffen, dass die Impfzusagen der Hersteller in Zukunft eingehalten werden, da die Impfstofflieferungen bis auf weiteres der Flaschenhals der Impfkampagne bleiben.“

Update, 9.31 Uhr - 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land erneut unter 100

Die Werte der 7-Tage-Inzidenz in der Region entwickelten sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich. Nachdem der Wert für die Stadt Rosenheim am Dienstag mit 94,4 unter der Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen lag, kletterte er am Mittwoch wieder auf 102,3. Auch in den Landkreisen Altötting (144,4 auf 146,2), Mühldorf (136,4 auf 138,9) und Berchtesgadener Land (89,7 auf 92,5) stiegen die Inzidenzwerte jeweils an.

Trotz des steigenden Wertes der 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land liegt der Landkreis am Mittwoch den dritten Tag in Folge unter dem Inzidenzwert von 100. Lediglich in den Landkreisen Rosenheim (85,0 auf 80,7) sowie Traunstein (163,0 auf 157,3) sanken die Werte im Vergleich zum Vortag.

Sieben-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 7. April 2021).

In den Landkreisen und kreisfreien Städten der Region gab es im Vergleich zum Vortag einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit einer bestätigten Corona-Infektion zu beklagen. Der Todesfall wurde aus dem Landkreis Berchtesgadener Land gemeldet, was die Zahl der Todesopfer seit Pandemiebeginn landkreisweit auf 99 steigen lässt.

Update, 8.22 Uhr - Flächendeckender Impfstart bei Bayerns Hausärzten

Rund 8500 Praxen in Bayern sollen am Mittwoch mit dem Impfen gegen das Coronavirus beginnen. Mit dem flächendeckenden Impfstart bei Haus- und Fachärzten starte eine neue Zeitrechnung im Kampf gegen Covid-19, betonte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB). Zum Start der Kampagne am vergangenen Mittwoch (31. März) hatten sich mehr als 12.000 Menschen in Praxen gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Ärzte könnten ihren Patienten mögliche Ängste nehmen, sie persönlich beraten und die Nachsorge betreuen, hatte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) betont.

Weil zunächst nicht genug Impfdosen zur Verfügung standen, konnten vergangene Woche erst 1635 Praxen mit dem Impfen beginnen. Die Zahl der gelieferten Impfdosen werde sich nun deutlich erhöhen, kündigte die KVB an: „Wir hoffen, dass die Impfzusagen der Hersteller in Zukunft eingehalten werden, da die Impfstofflieferungen bis auf weiteres der Flaschenhals der Impfkampagne bleiben.

Update, 7.10 Uhr - Staatsregierung tagt am Vormittag

Am Mittwochvormittag tagt einmal mehr die bayerische Staatsregierung in München. Im Mittelpunkt steht erneut die Corona-Politik im Freistaat und das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie. Wie vorab bereits durchgesickert ist, soll es vor allem um den (möglichen) Schulstart nach den Osterferien und das Modellstadt-Konzept für vorsichtige Öffnungen gehen.

Im Anschluss ist für 13 Uhr eine Pressekonferenz angesetzt. Dann werden Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Beratungen informieren.

rosenheim24.de berichtet natürlich von der Pressekonferenz wieder live!

RKI meldet rund 9700 neue Fälle und 298 Todesopfer

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9677 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 298 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervor (Stand: 7. April, 0 Uhr). Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.051 Neuinfektionen und 249 neue Todesfälle verzeichnet.

Nach RKI-Annahmen werden derzeit aufgrund von Urlaub und geschlossenen Praxen gegebenenfalls noch etwas weniger Tests als vor den Ferien durchgeführt. Das RKI geht davon aus, dass die Testhäufigkeit erst nach den Osterferien, also in den meisten Bundesländern nach dem kommenden Wochenende, wieder auf einem mit den Vorwochen vergleichbaren Niveau liegt (News-Ticker Dienstag, 6. April). „Rund um die Osterfeiertage ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden. Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln“, hieß es dazu auf der Webseite des RKI.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 110,1. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 123,0 an. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.910.445 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.614.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 77.401. In Bayern kamen 44 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 13.387).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,81 (Stand: 6. April; Vortag: 0,90). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 81 weitere Menschen anstecken. Eine Absenkung des R-Werts könne auch mit den Osterfeiertagen zusammenhängen, schrieb das RKI auf seiner Webseite weiter: „Die Werte können erst in einigen Tagen bewertet werden.

mw/aic/dpa

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