News-Ticker zur Corona-Pandemie

Merkel: „Werden das Virus gemeinsam besiegen“ - Zusätzliche Corona-Hilfen für Firmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag, 1. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 107,0, Landkreis Rosenheim 114,4, Landkreis Traunstein 184,4, Landkreis Berchtesgadener Land 91,6, Landkreis Mühldorf 162,2, Landkreis Altötting 141,7 (Quelle/Stand: RKI, 1. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3271, Landkreis Rosenheim 11.784, Traunstein 8548, Berchtesgadener Land 4882, Mühldorf 52242, Altötting 4560 (Quelle/Stand: RKI, 1. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 55, Landkreis Rosenheim 432, Traunstein 195, Berchtesgadener Land 98, Mühldorf 134, Altötting 193 (Quelle/Stand: RKI, 1. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 76.342 Todesfälle in Deutschland (13.239 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.18 Uhr - Bundesregierung einigt sich auf zusätzliche Corona-Hilfen für Firmen

Die Bundesregierung hat sich in der Corona-Krise auf zusätzliche milliardenschwere Hilfen für Unternehmen verständigt. Firmen, die besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, sollen einen neuen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Das teilten das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mit.

Konkret sollen alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, einen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Dieser werde zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt. Außerdem sollen die Bedingungen der Überbrückungshilfe III noch einmal verbessert werden. Damit soll vor allem der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft geholfen werden.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) erklärte, mit der Zeit gehe die Corona-Krise den Unternehmen an die Substanz. „Deshalb packen wir bei den Hilfen jetzt noch mal eine kräftige Schippe drauf.“ Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte, einige Wirtschaftszweige seien seit über einem halben Jahr geschlossen. Diesen Unternehmen werde nun ein zusätzliches Hilfsangebot gemacht. Mit dem Eigenkapitalzuschuss solle die Substanz dieser Firmen gestärkt werden.

Update, 19.08 Uhr - Merkel mahnt und macht Mut: „Werden das Virus gemeinsam besiegen“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bürgerinnen und Bürger vor den Ostertagen aufgerufen, sich konsequent an alle Corona-Regeln zur Kontaktbeschränkung zu halten. „Mit unserem Verhalten können wir das starke Wachstum der Infektionszahlen wieder bremsen, stoppen und dann umkehren. Auch darum geht es an Ostern in diesem Jahr“, sagte Merkel in ihrem am Donnerstag verbreiteten Video-Podcast. Ärzte und Pflegekräfte könnten den Kampf gegen die dritte Welle der Pandemie alleine nicht gewinnen. „Wir sollten sie nicht allein lassen, sondern sie mit unserem Verhalten unterstützen“, appellierte Merkel und ergänzte: „Wir werden das Virus gemeinsam besiegen.“

Für die nächsten Tage heiße das vor allem, „dass es ein ruhiges Osterfest werden soll, eines im kleinen Kreis, mit sehr reduzierten Kontakten“, sagte Merkel. „Es wird leider noch einmal ein Ostern mit Einschränkungen sein müssen. Ich weiß, dass darin auch eine große Enttäuschung liegt.“ Sie bitte die Menschen aber dringend, „auf alle nicht zwingenden Reisen zu verzichten“. Zugleich wolle sie den Menschen Mut machen, „denn diese noch einmal wirklich schwierige Phase de Pandemie ist anders als ihr Beginn vor einem Jahr“, sagte die Kanzlerin: „Wir haben jetzt zwei ganz handfeste Helfer, die wir im letzten Jahr noch nicht hatten“ - die Tests und die Impfungen.

Wie schon vor einem Jahr und vor Weihnachten müsse es das Hauptziel sein, „die Gesundheit möglichst vieler Menschen zu schützen und alles zu tun, damit unser Gesundheitssystem der gewaltigen Herausforderung standhalten kann“, sagte die Kanzlerin. Während Tests dazu beitrügen, die Pandemie zu kontrollieren, sei das Impfen der Schlüssel, die Pandemie zu überwinden. „Daran ändert auch die Umstellung der Impfkampagne nach der veränderten Empfehlung für den Astrazeneca-Impfstoff nichts.“

Der April werde beim Impfen große Schritte nach vorne bringen. Jede Woche würden Millionen Menschen mehr sicheren und hochwirksamen Schutz vor einer Corona-Erkrankung haben. Vor dem zweiten Osterfest in der Pandemie wolle sie den Menschen sagen, „dass da bei allem, worauf wir wieder und immer noch verzichten müssen, doch auch Licht und Hoffnung ist“.

Update, 17.48 Uhr - 20 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Landratsamt Berchtesgadener Land meldet seit der letzten Statusmeldung am 31. März 20 weitere bestätigte Corona-Fälle. Aktuell gibt es landkreisweit 129 aktive Corona-Fälle, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 91,6 (Stand: 1. April, 0 Uhr).

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit zehn COVID-19-Patienten stationär behandelt, vier davon auf der Intensivstation.

Update, 16.41 Uhr - Stadt Rosenheim: „Impfungen mit AstraZeneca gehen weiter“

Die Impfungen mit AstraZeneca sind wieder in vollem Gange. Das Paul-Ehrlich-Institut empfiehlt weiterhin den Einsatz des COVID-19-Impfstoffs vonAstraZeneca. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat auf dieser Basisentschieden, die Impfungen mit dem AstraZeneca-COVID-19-Impfstoff fortzusetzen.

Da bei sehr wenigen Geimpften überwiegend im Alter unter 55 Jahren nach der Impfung mit AstraZeneca eine sehr seltene Form einer Thrombose (v.a. Hirnvenenthrombose) beobachtet wurde, gilt die Empfehlung, diesen Impfstoff nur für über 60-jährige zu verwenden. Im Rosenheimer Impfzentrum wurden daraufhin von den insgesamt 5.700 Terminen über die Osterfeiertage 250 Termine storniert, da diese für Bürgerinnen und Bürger unter 60 Jahren vereinbart waren.

Ihnen wurden die Termine im Anschluss auf freiwilliger Basis angeboten. „Die Bürgerinnen und Bürger, die unter 60 Jahre alt sind und aufgrund ihrer Priorisierung bereits einen Termin mit AstraZeneca haben, können diesen nach einem ausführlichen Arzt-Patientengespräch im Impfzentrum selbstverständlich wahrnehmen. Genau deshalb verwenden wir viel Zeit für die Aufklärung“, so Hans Meyrl, Leiter des Impfzentrums Stadt und Landkreis Rosenheim. Für ihn ist klar: „AstraZeneca ist ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Pandemie.“

Pressemeldung Stadt Rosenheim

Update, 15.52 Uhr - Traunsteiner 7-Tage-Inzidenz bei 184,4

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 912 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 184,4. Seit der letzten Pressemitteilung am 31. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 51 Neuinfektionen eingegangen.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Es handelt sich dabei um einen Mann im Alter von 70 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 196 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 29 COVID-19-Patienten behandelt, davon 21 auf der Normalstation und acht auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 20.385 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 8.685 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Öffnung von Schuhgeschäften ab sofort

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat gestern entschieden, dass Schuhgeschäfte für die Versorgung der Bevölkerung eine vergleichbar gewichtige Bedeutung hätten, wie z. B. Buchhandlungen, Geschäfte für Babybedarf, Bau- und Gartenmärkte, Blumenläden oder Versicherungsbüros, die nach der geltenden Regelung ausdrücklich geöffnet sein dürfen. Dies bedeutet, dass Schuhgeschäfte ab sofort unter gewissen Voraussetzungen geöffnet sein dürfen.

Update, 14.50 Uhr - Neue Corona-Variante in Afrika entdeckt

In Afrika ist laut der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC eine neue Corona-Variante registriert worden. Sie sei bei Reisenden aus Tansania in Angola entdeckt worden, teilte der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit. Die neue Variante weise bis zu 40 Mutationen auf. „Das ist sicherlich eine Variante, die Anlass zur Sorge gibt“, sagte er. Das ostafrikanische Tansania hat seit Mitte vergangenen Jahres keine Daten über Covid herausgegeben. Auch aktuell gebe es keine Informationen zur genauen Zahl der Fälle dort, so die CDC. Der vor kurzem verstorbene tansanische Präsident John Magufuli hatte vergleichsweise lockere Corona-Einschränkungen spät eingeführt.

Update, 13.40 Uhr - Kinderbetreuungseinrichtungen: Das gilt nächste Woche im Berchtesgadener Land, Kreis Rosenheim und Traunstein

Wie die Landratsämter der Landkreise Rosenheim und Traunstein mitteilen, werden die Kinderbetreuungseinrichtungen nächste Woche aufgrund der Inzidenzzahlen geschlossen bleiben - in beiden Kreisen liegt die Inzidenz über der Marke von 100. Genaue Details erfahrt ihr hier für den Kreis Rosenheim und hier für den Kreis Traunstein.

Im Landkreis Berchtesgadener Land hingegen stellt sich die Situation anders dar: Da die Inzidenz bei 91,6 liegt, gilt die Inzidenzeinstufung zwischen 50 und 100. Der Betrieb von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen für Kinder ist zulässig, sofern die Betreuung in festen Gruppen erfolgt (eingeschränkter Regelbetrieb).

Update, 13.25 Uhr - Spahn: 35.000 Arztpraxen starten mit Corona-Impfungen   

Die Corona-Impfungen in Arztpraxen sollen nach Ostern beginnen und allmählich hochgefahren werden. „Das wird noch kein großer Schritt sein, aber ein wichtiger“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin. Für die erste Woche haben demnach 35.000 Hausarztpraxen 1,4 Millionen Impfdosen bestellt. Geliefert werden sollen entsprechend der Planungen von Bund und Ländern zunächst 940.000 Dosen. Daneben sollen die Impfzentren der Länder 2,25 Millionen Dosen pro Woche bekommen.

Spahn sagte, mit dem Impfstart in den Praxen würden nun Abläufe etabliert, um die Zahlen in wenigen Wochen deutlich steigern zu können. Ende April seien mehr als drei Millionen Dosen pro Woche für die Praxen vorgesehen. Der Impfstoff gehe vom Bund an den Großhandel und dann über die Apotheken an die Praxen. Begonnen werden solle mit den Hausarztpraxen, dann sollten auch Fachärzte einbezogen werden.

In den ersten beiden Wochen solle in den Praxen ausschließlich der Impfstoff von Biontech/Pfizer eingesetzt werden. Ab der Woche vom 19. April seien Biontech und Astrazeneca vorgesehen, danach Biontech, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Spahn rief Bürger, die schon Termine in Impfzentren haben, dazu auf, diese auch wahrzunehmen.

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagte: „Zu den 430 Impfzentren, die wir bisher haben, kommen nach Ostern 35.000 weitere hinzu, und das ist kein Aprilscherz.“

Update, 12.41 Uhr - 31 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn - ein weiterer Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 31. März gibt es 31 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 01. April 2021, 00.00 Uhr). 

Im Landkreis Mühldorf liegen damit insgesamt 5.235 bestätigte Fälle vor. Bislang wurden insgesamt 442 Fälle der britischen Virus-Mutation im Screening-Test sowie 1 Fall der südafrikanischen Virus-Mutation nachgewiesen, darüber hinaus gibt es 4 Verdachtsfälle auf die südafrikanische Variante. 4.799 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 301 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 135. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 01. April 2021, 03.08 Uhr) bei 162,2.

Mit Stand 1. April sind insgesamt 18.073 Personen mindestens einmal geimpft, davon 4.237 in den Alten- und Pflegeheimen und 13.836 im Impfzentrum. 6.985 Personen haben bereits die 2. und damit abschließende Impfung erhalten.

Update, 12.10 Uhr - Bundespräsident Steinmeier geimpft - mit Astrazeneca   

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Dem Staatsoberhaupt wurde am Donnerstag im Bundeswehr-Krankenhaus in Berlin der Impfstoff von Astrazeneca gespritzt, wie das Bundespräsidialamt mitteilte.

Der Bundespräsident appellierte im Anschluss an alle Bürger, seinem Beispiel zu folgen: „Ich vertraue den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen“, betonte er in einer Mitteilung. «Heute habe ich meine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten. Das Impfen ist der entscheidende Schritt auf dem Weg aus der Pandemie. Nutzen Sie die Möglichkeiten. Machen Sie mit!»

Steinmeiers Frau Elke Büdenbender, die bei der Priorisierung in einer anderen Stufe als ihr Mann ist, wurde nach dpa-Informationen bereits vor kurzem erstmals geimpft.

Der 65-Jährige hatte immer betont, dass er erst geimpft werden wolle, wenn er nach der Priorisierung an der Reihe sei. Dies trat nun dadurch ein, dass Bund und Länder am Dienstagabend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gefolgt sind, das Präparat von Astrazeneca in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren einzusetzen. Dadurch kann nun auch schon die Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen für dieses Mittel in die Impfkampagne einbezogen werden.

Stream zum Nachsehen: Spahn informiert über Impfstart in den Hauspraxen

Update, 10.50 Uhr - Seehofer will sich nicht mit Astrazeneca impfen lassen

Wie die „Bild“ berichtet, will sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ausdrücklich nicht mit Astrazeneca impfen lassen. „Die Antwort auf die Aufforderung von Jens Spahn lautet: Nein!“, sagte Seehofer zu „Bild“. Der Grund: „Ich lasse mich nicht bevormunden“, um eine Bewertung des Impfstoffes gehe es ihm dabei nicht.

Update, 9.50 Uhr - Schuhläden in Bayern dürfen öffnen

Wie der „Spiegel“ in seiner Online-Ausgabe berichtet, dürfen Schuhläden in Bayern nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs ab Donnerstag wieder für Kunden öffnen. Der Entscheidung des Gerichts lag ein Eilverfahren eines Händlers aus Schweinfurt zugrunde. Er hatte schon im Februar im Eilverfahren gegen die bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zur Eindämmung der Coronapandemie geklagt. Der Mann beantragte, die Verordnung für die Schuhbranche außer Kraft zu setzen.

Die Richter lehnten diesen Antrag am Donnerstag, den 1. April, zwar ab. Zugleich hätten sie aber festgestellt, dass Schuhgeschäfte als „sonstiges für die tägliche Versorgung unverzichtbares Ladengeschäft“ einzustufen sind. Damit dürfen sie ab sofort wieder öffnen. Schließlich, so die Richter weiter, diene „die Versorgung mit (passenden) Schuhen einem Grundbedürfnis“ der Bevölkerung.

Update, 8.35 Uhr - Inzidenzen steigen weiter: Drei weitere Todesfälle in der Region

Auch in der Region steigen die Fallzahlen und Inzidenzen weiter. Lediglich in der Stadt Rosenheim sank die 7-Tage-Inzidenz leicht von 108,6 auf 107,0. 73 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden sorgten im Landkreis Rosenheim hingegen dafür, dass der 7-Tage-Wert von 100,6 auf 114 stieg. Zudem muss der Kreis einen weiteren Todesfall beklagen.

Ebenfalls eine hohe Zahl an Neuinfektionen verzeichnete der Landkreis Traunstein. 68 Ansteckungen ließen die Inzidenz von 179,9 auf 184,4 ansteigen. Das Berchtesgadener Land muss sich indes wieder Sorgen machen, bald die 100er-Marke zu reißen. Dort stieg der Wert von 81,2 auf 91,6.

Im Kreis Altötting blieb die Inzidenz konstant bei 141,7 und im Kreis Mühldorf stieg sie von 157,9 auf 162,2. In beiden Landkreisen ist je eine weitere Person in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben.

Update, 7.22 Uhr - 24 300 Neuinfektionen und 228 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24 300 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 201 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 22 657 Neuinfektionen und 228 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 134,2 - und damit etwas über dem Niveau vom Vortag (132,3).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 833 173 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 535 000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 76 543.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,97 (Vortag: 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

RKI: Britische Corona-Variante bei fast 90 Prozent

Die zuerst in Großbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 hat einen Anteil von 88 Prozent in Deutschland erreicht. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochabend mit Verweis auf Tests der vergangenen Woche (22.-28. März) mit. Ihr Anteil sei kontinuierlich gestiegen. Die Verbreitung der Variante sei besorgniserregend, weil sie „nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender ist und vermutlich schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Varianten.“ Es sei daher mit weiter steigenden Covid-Fällen in Kliniken zu rechnen.

Der Anstieg der Fallzahlen insgesamt und der Infektionen durch B 1.1.7. werde zu einer „deutlich ansteigenden“ Anzahl von Covid-19-Patienten in Kliniken führen. Alle in Deutschland verfügbaren Impfstoffe schützten nach derzeitigen Erkenntnissen jedoch sehr gut vor einer Erkrankung durch B.1.1.7 und auch vor schweren Erkrankungen durch zwei andere Varianten, schreibt das RKI. (News-Ticker Mittwoch, 31. März)

Diese beiden Virusvarianten spielen laut RKI derzeit in Deutschland kaum eine Rolle: Die in Südafrika verbreitete Variante B.1.351 sei in 0,8 Prozent der darauf untersuchten positiven Proben nachgewiesen worden, die stark in Brasilien zirkulierende Variante P.1 sogar nur in 0,1 Prozent. Beide Varianten können den Antikörpern des Immunsystems ein Stück weit entweichen.

Ihr Anteil sei so niedrig, weil es in Deutschland keine Bevölkerungsimmunität gebe, hatte der Berliner Virologe Christian Drosten kürzlich in einem NDR-Podcast erklärt. „Diese Varianten kommen nur dann hoch, wenn wir in der Bevölkerung schon eine Immunität haben. Sonst profitieren die nicht von ihren Mutationen.“ Auch Drosten zufolge schützen die Impfstoffe jedoch in beiden Fällen vor einem schweren Covid-19-Verlauf.

mz/aic/dpa

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