Orkantief Niklas sorgt für große Schäden:

Live-Ticker: So wird das Wetter bis Donnerstagfrüh

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Landkreis - Bis zum späten Abend ist Orkan "Niklas" massiv über die Region gefegt. Es gab außergewöhnlich viele Feuerwehr-Einsätze. Der Bahnverkehr ist nach wie vor beeinträchtigt.

Die wichtigsten Fakten:

>>> Orkan "Niklas" verursachte am Dienstag in der gesamten Region erhebliche Schäden. Polizei und Feuerwehr haben erste Bilanzen veröffentlicht.

>>> Die Unwetterwarnungen wurden aufgehoben. Die Sturmwarnung in Hochlagen über 1.500 Metern wurde dagegen bis einschließlich Donnerstag verlängert.

>>> Auch am Mittwoch kommt es noch zu Störungen im Bahnverkehr durch umgestürzte Bäume und beschädigte Oberleitungen. Einige Streckenabschnitte bleiben sogar noch länger gesperrt.

>>> Infos zum Bahnverkehr: Meridian, Deutsche Bahn, Bayerische Oberlandbahn

>>> Verkehrslage: rosenheim24.de, innsalzach24.de, chiemgau24.de, bgland24.de

>>> Service Wetter: Deutscher Wetterdienst, Unwetterzentrale, www.wetter.net

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UPDATE, 21.10 Uhr:

Das Wetter bis Donnerstagfrüh

Am Rande des Sturmtiefs über Osteuropa gelangt mit einer kräftigen Nordwestströmung maritime Polarluft nach Bayern.

Wind/Gewitter: Heute Nacht in freien Lagen Nordbayerns zeitweise Böen bis 60 km/h, in den östlichen Mittelgebirgen und in Südbayern starke bis stürmische Böen bis 75 km/h aus West. In den Kammlagen der östlichen Mittelgebirge schwere Stürmböen bis 100 km/h, auf exponierten Alpengipfeln Orkanböen bis 120 km/h. 

Donnerstag in Nordbayern Böen zwischen 60 und 75 km/h, im Süden bis 85 km/h um West, lokal sowie in der Nähe vereinzelter Gewitter sind schwere Sturmböen bis 100 km/h möglich. Auf den Alpengipfeln teils Orkanböen über 120 km/h. 

Schnee/Verwehungen/Glätte: In der Nacht oberhalb 500 Meter 1 bis 5 cm, an den östlichen Mittelgebirgen 5 bis 10 cm, im Bayerwald oberhalb 800 Meter etwas mehr als 10 cm. An den Alpen oberhalb 800 Meter 5 bis 10 cm, in Staulagen der Allgäuer Alpen etwas mehr als 15 cm. Gebietsweise bis auf 400 Meter herab vorübergehend Glätte durch Schneematsch. Donnerstag in den Mittelgebirgen oberhalb von 600 Meter 1 bis 5 cm, im oberen Bayerwald bis 10 cm Neuschnee. An den Alpen oberhalb von 600 Meter 1 bis 5 cm, oberhalb 800 Meter 5 bis 10 cm, oberhalb von 1000 Meter um 20 cm Neuschnee. Zusammen mit dem stürmischen Wind oberhalb 1000 Meter Verwehungen.

Frost: Im Bergland oberhalb von 800 Meter leichter Frost.

Quelle: DWD

UPDATE, 20.10 Uhr:

Pressemitteilung Meridian

Aufgrund der witterungsbedingten Störungen vom 31.03.2015 kommt es auch am 01.04.2015 weiterhin zu folgenden Einschränkungen:

Ab Betriebsstart pendeln Meridian-Züge zwischen München-Hauptbahnhof und Grafing Bahnhof ohne feste Fahrzeiten.

Ab Grafing verkehren Pendelbusse im Schienenersatzverkehr:

Eine Busverbindung verkehrt von Grafing nach Rosenheim, ab Rosenheim verkehren Meridian-Züge auf der Strecke nach Kufstein im Pendelverkehr.

Der Meridian-Ersatzverkehr ab Grafing ist aktuell wegen zahlreicher Reisender anderer Verkehrsunternehmen nicht mehr aufnahmefähig.

Eine weitere Busverbindung verkehrt von Grafing nach Prien am Chiemsee, zwischen Prien am Chiemsee und Salzburg verkehren Meridian-Züge im Pendelverkehr.

Momentan können die Fahrplanzeiten nicht eingehalten werden, wir raten dringend dazu, Reisen zu verschieben oder dafür auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.

Mit Fortschreiten der Reparaturarbeiten und dem Freigeben der Strecken durch die DB Netz AG werden die Meridian-Züge wieder ihren Betrieb aufnehmen. Eine Prognose zum zeitlichen Ablauf ist allerdings nicht möglich, da die Schäden am Netz zunächst erkundet und sodann beseitigt werden müssen.

UPDATE, 19.15 Uhr:

Sturmschäden im Landkreis Wasserburg

Der Sturm Niklas hat auch im Großraum Wasserburg viele Schäden in den Wäldern angerichtet. Dicke Baumstämme wurden hier nicht nur entwurzelt, sondern knickten zum Teil wie Zündhölzer. Besonders schwer erwischte es seit Dienstag die Gegend zwischen Babensham und Unterreit. 

Sturmschäden Landkreis Wasserburg

stl

UPDATE, 18.30 Uhr:

Pressemitteilung DB: Reparaturarbeiten von Sturmschäden im Raum München dauern teilweise noch bis zum Wochenende

Im rund 6500 Kilometer langen bayerischen Streckennetz gab es am Dienstag durch den Sturm „Niklas“ über hundert verschiedene Störfälle. Rund 450 Kilometer Gleise mit Oberleitung und 150 Kilometer Gleise ohne Oberleitung konnten nicht mehr befahren werden. Bei einzelnen Störfällen waren gleich mehrere Bäume auf Gleise oder Oberleitungen gefallen und hatten teilweise mehrere hundert Meter Oberleitungen heruntergerissen. Die Einsatzkräfte arbeiten rund um die Uhr an der Beseitigung der Schäden. Wegen der Vielzahl und des Ausmaßes der Schäden konnten noch nicht alle Strecken wieder frei gegeben werden. Der Bahnverkehr in Bayern wurde durch den Sturm „Niklas“ stärker getroffen als durch die Stürme „Kyrill“ oder „Wiebke“.

In Franken und Schwaben konnten die Schäden bis heute Morgen so weit repariert werden, dass der Zugverkehr wieder aufgenommen werden konnte. Die größten Sturmschäden gab es im Alpenvorland und im Großraum München. Aber auch hier konnten im Laufe des Tages wieder etliche Streckenabschnitte in Betrieb genommen werden; so zum Beispiel die Strecken Wasserburg – Ebersberg, Prien – Aschau oder bei der S-Bahn München die Strecken S1 Laim – Freising, S3 Pasing – Mammendorf und S7 Ostbahnhhof – Höllriegelsgreuth. Ab Donnerstagfrüh werden alle nicht elektrifizierten Bahnstrecken wieder mit Personenzügen befahren werden können. Mit höchster Priorität laufen die Reparaturarbeiten an den Strecken München – Rosenheim, Petershausen – Dachau und Pasing – Tutzing.

Auf einzelnen Strecken noch über die Osterfeiertage Schienenersatzverkehr

Voraussichtlich noch bis in die Osterfeiertage hinein dauern die Aufräumarbeiten auf den Strecken Starnberg – Garmisch-Partenkirchen, Murnau – Oberammergau, Tutzing – Kochel, Holzkirchen – Rosenheim, S2 Riem – Markt Schwaben, S3 Holzkirchen – Ostbahnhof, S7 Kreuzstraße - Ostbahnhof. Auf den genannten Strecken sind Busse und/oder Taxen im Einsatz. Von Garmisch aus bringt der Schienenersatzverkehr aktuell die Fahrgäste nach Halten an allen Zugstationen bis Weilheim und von dort über Starnberg Kirchplatz zur Münchner U-Bahnhaltestelle Fürstenried West. Von Kochel aus fahren die Busse nach Halten an allen Zugstationen bis Tutzing und anschließend ebenfalls direkt nach Fürstenried West.

Noch repariert werden müssen auch die Gleisabschnitte Mering - Kissing (München – Augsburg) und (Rosenheim-) Bad Endorf (-Salzburg). Hier stehen aber ausreichend Nachbargleise für den Zugverkehr zur Verfügung.

Auch wenn die meisten Sturmschäden über die Ostertage behoben sein werden, wird es auf diversen Strecken Schienenersatzverkehr für die Fahrgäste geben. Diese hängen aber mit lange geplanten Instandhaltungsarbeiten zusammen, die üblicherweise auf die Osterfeiertage gelegt werden, weil dann weniger Fahrgäste mit der Bahn fahren. So gibt es zum Beispiel Schienenersatzverkehr auf den Strecken Ingolstadt – Petershausen, Nürnberg – Ansbach, Buchloe – Türkheim und rund um den Bahnhof Mühldorf. Die Sperrungen sind schon lange geplant und in der Fahrplanauskunft berücksichtigt.

UPDATE, 18.15 Uhr:

Piding/Ainring. Mercedes prallt am Pidinger Berg gegen Baum

Am Mittwochnachmittag gegen 14.50 Uhr ist ein Mercedes-Fahrer am Pidinger Berg von der B20 abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Der Wagen schleuderte daraufhin über die Gegenfahrbahn, rutschte im Straßengraben weiter und blieb schließlich entgegen der Fahrtrichtung neben der Straße liegen. Der 69-jährige Reichenhaller hatte nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes Glück im Unglück, konnte sich mit Hilfe von Ersthelfern selbst befreien und überstand den schweren Unfall leicht verletzt.

Mercedes prallt am Pidinger Berg gegen Baum.

Weitere Autofahrer wurden auf den Unfall aufmerksam, leisteten Erste Hilfe und setzten einen Notruf bei der Polizei ab, die daraufhin über die Leitstelle Traunstein die Freiwilligen Feuerwehren Piding und Anger und das Reichenhaller Rote Kreuz mit Rettungswagen, Notarzt und Einsatzleiter losschicken ließ. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, war der Fahrer bereits aus seinem Wagen befreit. Er wurde im Feuerwehrauto betreut, dann vom Roten Kreuz übernommen, weiter versorgt und in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht.

19 Einsatzkräfte der Feuerwehr Piding waren mit drei Fahrzeugen vor Ort: sie kümmerten sich um den Verletzten, stellten den Brandschutz sicher, leiteten den restlichen Verkehr wechselseitig an der Unfallstelle vorbei und reinigten die Fahrbahn von ausgelaufenen Betriebsstoffen, Erde und Splittern. Die Feuerwehr Anger und der Einsatzleiter Rettungsdienst wurden nicht mehr benötigt und konnten noch auf der Anfahrt wieder umkehren. Beamte der Freilassinger Polizei nahmen den genauen Unfallhergang auf. Die Feuerwehr schaffte es mit ihrer effektiven Verkehrsregelung, dass sich die Staus in beide Richtungen trotz des hohen Verkehrsaufkommens in Grenzen hielten.

UPDATE, 18 Uhr:

Für unsere Pendler: Aktueller Überblick in Sachen Münchner S-Bahnen

Leider sind die meisten Linien noch nicht im Regelverkehr unterwegs. Unser Partner-Portal tz.de hält Sie über den aktuellen Stand auf dem Laufenden und hat soeben einen kleinen Überblick über die aktuelle Fahrsituation der Münchner S-Bahnen eingestellt.

Situation in Grafing

Dass die S-Bahn Richtung Grafing wieder einigermaßen im Takt fährt, macht die Situation am Grafinger Bahnhof nicht besser. Schienenersatzverkehr ist zwar eingerichtet, dieser hat allerdings Probleme, alle Pendler aufzunehmen. Unsere Userin Susi Vierthaler hat uns informiert, dass zwar immer wieder Busse kommen, diese aber randvoll mit stehenden Personen seien.

Auf Nachfrage von rosenheim24.de erklärte Pressesprecher Jens Däßler von der Bayerischen Oberlandbahn bereits am Nachmittag, dass sie derzeit ihr möglichstes versuchen, um die Situation abzumildern. Ein Komplettausfall aller Züge sei allerdings schwer zu kompensieren. Es sei aber die größtmögliche Zahl an Bussen und Busfahrern mobilisiert worden, die während der Osterferien erreichbar wären, so Däßler.

Situation am Grafinger Bahnhof

UPDATE 17.08 Uhr:

Einsatzkräfte des Berchtesgadener Land im Dauereinsatz

Das Sturmtief am Dienstag ließ auch die Einsatzkräfte im Berchtesgadener Land nur wenig Verschnaufpausen. Allein bis 18 Uhr mussten knapp 40 Einsätze erledigt werden - in erster Linie umgestürzte Bäume. Betroffen war vor allem der nördliche Landkreis. Besonders schwer traf es dabei eine Frau in Mühlreit (Gemeinde Ainring): Sie stürzte von einem Transportanhänger, wurde vom Sturm erfasst und einige Meter durch die Luft geschleudert. Mit Rückgratverletzungen musste sie ins Krankenhaus eingeliefert werden.

UPDATE 16.49 Uhr:

Polizeimeldung zum Unfall in Taufkirchen am gestrigen Nachmittag

Bei dem starken Unwetter durch Orkan „Niklas“ am gestrigen Dienstag Nachmittag wurde ein auf der Staatsstraße 2091, Höhe Taufkirchen, fahrender Kleintransporter von einer starken Windböe seitlich erfasst und regelrecht ausgehebelt.

Der Lkw kam deshalb nach links von der Fahrbahn ab und stürzte eine Böschung hinunter. Dort kam er schließlich auf der Seite zum Liegen. Glücklicherweise konnten sich der 24-jährige Fahrer und der 22-jährige Beifahrer unverletzt aus dem Fahrzeug befreien. Es entstand Sachschaden in Höhe von circa 15.000 Euro.

UPDATE 16.25 Uhr:

Pressemitteilung des Meridian: Streckennetz weiterhin großräumig gesperrt

Allein bei Aßling liegen sieben Bäume über den Gleisen.

Unverändertes Bild beim Meridian. Das Streckennetz bleibt weiterhin großräumig gesperrt, lediglich zwischen Rosenheim und Kufstein sowie zwischen Prien und Salzburg verkehren Züge im Pendelverkehr. „Die DB Netz AG erkundet derzeit die Schäden am Streckennetz mit Hubschraubern, am Mittwochabend wird dann eine Einschätzung erwartet, wie lange die verschiedenen Instandsetzungsarbeiten dauern könnten“, so der Chef der Meridian-Transportleitung. Er gehe davon aus, dass sich am heutigen Mittwoch bis Betriebsschluss nichts am derzeitigen Zustand ändert: Zwischen München-Ostbahnhof und Grafing pendeln Meridian-Züge, ab Grafing fahren Busse im Schienenersatzverkehr nach Rosenheim sowie nach Prien. Das Streckenstück zwischen Rosenheim und Holzkirchen („Mangfalltalbahn“) weist schwere Schäden in unzugänglichem Gelände auf – unter anderem an der Oberleitung. Diese Strecke wird über die Osterfeiertage mit größter Wahrscheinlichkeit nicht wieder geöffnet – es gibt hier weiterhin einen Schienenersatzverkehr. Wie lange die Instandsetzungsarbeiten dauern, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

"Wir wissen, es ist wahnsinnig unbefriedigend"

Im Gespräch mit rosenheim24.de zeigt sich Jens Däßler, Pressesprecher der Bayerische Oberlandbahn GmbH, über die aktuelle Situation geknickt: "Es ist für uns eine absolute Katastrophe, eine Notsituation und wir versuchen alles, um den Komplettausfall des Zugverkehrs zu abzumildern", so Däßler. Der Schienenersatzverkehr sei eine Notlösung, aber kein geregelter Busverkehr nach Zeitplan. Dieser könne wegen der derzeitigen Situation auf den Straßen gar nicht eingehalten werden. Meridian hat laut Aussage von Däßler die größtmögliche Zahl an Bussen und Busfahrern mobilisiert, die während der Osterferien zu kriegen seien. Sogar aus Österreich seien Busse geholt worden. Die Busfahrer seien derzeit unermüdlich im Einsatz, um den Komplettausfall wenigstens abzumildern. "Wir wissen, es ist wahnsinnig unbefriedigend für die Pendler, aber wir tun unser Möglichstes", so Däßler.

UPDATE, 15.20 Uhr:

Hänger überschlägt sich durch Windböe - Mehrere Verletzte

Vier teils mittel- bis schwer verletzte Personen, darunter ein sieben Jahre altes Mädchen, sind die Bilanz eines Unfalls am Mittwoch auf der Staatsstraße 2331 Erding-Hörlkofen.

Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge steuerte gegen 13 Uhr ein Rosenheimer seinen Mitsubishi Pajero mit Anhänger in Richtung Erding. Unweit der Gemeindegrenze geriet das Gespann ins Schleudern, möglicherweise in Folge einer Windböe. Der Hänger riss von der Kupplung ab und überschlug sich rechts im Acker. Der Geländewagen geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort konnte eine Frau aus dem südlichen Kreis Erding ihren Mercedes Vito nicht mehr rechtzeitig stoppen. Mit im Van waren ihre beiden Kinder. Die Front des Mercedes bohrte sich in die Beifahrerseite des Pajero. Die Insassen im Mercedes wurden eingeklemmt. Sie wurden von den Feuerwehren Hörlkofen und Altenerding befreit.

Die Fahrerin wurde vom ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 32 aus Ingolstadt in eine Münchner Klinik geflogen. Im Einsatz waren mehrere Rettungswagen des BRK, des MKT und des Malteser Hilfsdienstes, zwei Notärztinnen und der Einsatzleiter Rettungdienst. Die Siebenjährige erlitt leichtere Blessuren, alle anderen mittlere bis schwere Verletzungen. Sie kamen in umliegende Kliniken. Die Staatsstraße war rund eine Stunde lang gesperrt.

Schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten

UPDATE, 14.15 Uhr:

Pressemeldung Meridian

Sehr geehrte Fahrgäste,

aufgrund der witterungsbedingten Störungen vom 31. März kommt es auch am 01. April weiterhin zu folgenden Einschränkungen: Ab Betriebsstart pendeln MERIDIAN-Züge zwischen München-Hauptbahnhof und Grafing Bahnhof ohne feste Fahrzeiten. Ab Grafing verkehren Pendelbusse im Schienenersatzverkehr: Eine Busverbindung verkehrt von Grafing nach Rosenheim, ab Rosenheim verkehren MERIDIAN-Züge auf der Strecke nach Kufstein im Pendelverkehr.

Eine weitere Busverbindung verkehrt von Grafing nach Prien a Chiemsee, zwischen Prien a Chiemsee und Salzburg verkehren MERIDIAN-Züge im Pendelverkehr. Momentan können die Fahrplanzeiten nicht eingehalten werden, wir raten dringend dazu, Reisen zu verschieben oder dafür auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.

Mit Fortschreiten der Reparaturarbeiten und dem Freigeben der Strecken durch die DB Netz AG werden die MERIDIAN-Züge wieder ihren Betrieb aufnehmen. Eine Prognose zum zeitlichen Ablauf ist allerdings nicht möglich, da die Schäden am Netz zunächst erkundet und sodann beseitigt werden müssen. Weitere Informationen erhalten Sie hier zeitnah. Wir bitten um Entschuldigung.

UPDATE, 13.40 Uhr:

Azubi stürzt in Trostberg von Dach:

In der Adolf-Schwarzer-Straße kam es am Dienstag, gegen 15 Uhr, zu einem folgenschweren Unfall: Ein 19-jähriger Zimmerer-Azubi stieg auf ein Gebäude, um Sturmschäden zu beseitigen.

Durchden Sturm lockerten sich Dachabdeckungen. Auf dem Dach erfasste den 19-Jährigen eine Windböe, er machte einen Schritt zur Seite und stürzte zu Boden. Der Azubi wurde mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen in das Krankenhaus Trostberg eingeliefert.

UPDATE, 13.30 Uhr:

Schwerer Motorradunfall bei Grafing:

Im Dienstbereich der Polizei Ebersberg gab es sieben Einsätze. Durch umstürzende Bäume kam es zu Verkehrsunfällen und Beschädigungen an sieben Fahrzeugen mit einem Gesamtschaden von etwa 12.000 Euro. Bei Emmering wurde dabei ein polnischer Kleinlastwagen von einer Sturmbö erfasst, so dass dieser auf die Seite kippte. Der 31-jährige Fahrer wurde glücklicherweise nicht verletzt.

Nicht so glimpflich verlief jedoch ein Verkehrsunfall in Grafing. Ein 29-jähriger Motorradfahrer aus Grasbrunn fuhr bei Bachhäusl in Richtung Oberelkofen, als vor ihm ein Baum über die Fahrbahn fiel. Der Motorradfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, fuhr gegen den Baum und stürzte. Er zog sich dabei schwere Verletzungen im Beckenbereich zu und musste durch das BRK in die Kreisklinik gebracht werden.

UPDATE, 13 Uhr:

Fast alle Feuerwehren im Einsatz:

Mehr als 350 Einsätze hatten die Feuerwehren im Landkreis Traunstein am Dienstag zu bewältigen. Gefordert waren fast alle 80 Feuerwehren im Landkreis, viele davon über Stunden im Dauereinsatz. Gegen 23 Uhr waren die Einsätze erst zu Ende. "Am Mittwoch gab es für die Feuerwehren in Heiligkreuz und Altenmarkt nochmals kleinere Einsätze", so Peter Volk vom Kreisfeuerwehrverband im Gespräch mit chiemgau24.de. "Der Einsatzschwerpunkt lag eindeutig im Norden des Landkreises, südlich der Autobahn war es vergleichsweise ruhig", so Volk.

Die Wehren mussten Hunderte von umgestürzten Bäumen beseitigen und blockierte Straßen wieder befahrbar machen. Auch zahlreiche Dächer wurden vom Sturm abgedeckt oder schwer beschädigt. Nach einer ersten Übersicht der Kreisbrandinspektion Traunstein wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Der „Sturm-Großeinsatz“ für die Feuerwehren begann am Dienstagvormittag, etwa um 9 Uhr, zunächst vorrangig im nördlichen Landkreis. Die Feuerwehren Engelsberg, Schnaitsee, Pittenhart, Kienberg und Obing waren die ersten, die von der Integrierten Leitstelle Traunstein mit dem Stichwort „Unwetter – Baum über Fahrbahn“ alarmiert wurden. In den Stunden danach erfolgte die Alarmierung fast im Minutentakt, nachdem die Rettungsleitstelle von Notrufen wegen des Sturmes und Hilfeersuchen förmlich überschwemmt wurde. Unter anderem wurden bei Oderberg rund 20 Quadratmeter eines Blechdaches vom Verwaltungsgebäude eines Getränkehändlers geweht.

In Trostberg hatten die Bewohner eines Hauses großes Glück: Am Schwarzer Berg fiel ein großer Baum auf das Haus und beschädigte es schwer. Niemand kam dabei zu Schaden. Mit Hilfe eines Kranwagens beseitigte die Feuerwehr den umgestürzten Baum.

Zeitweise gesperrt werden musste unter anderem die B304 zwischen Altenmarkt und Rabenden, die Staatsstraße zwischen Traunstein und Waging und die Kreisstraßen von Emertsham nach Tacherting und von Seeon nach Rabenden. Zu Stromausfällen kam es unter anderem in Waging, Nußdorf und Traunstein. Dadurch mussten auch Personen aus steckengebliebenen Aufzügen befreit werden. Die Höhe des Sachschadens dürfte allein im Landkreis Traunstein mehr als  eine Million Euro betragen.

UPDATE, 12 Uhr:

Wind wirft Eimer um - Asche verursacht Hausbrand:

Vermutlich durch eine Sturmböe wurde Dienstagnachmittag ein Metalleimer umgeweht, der auf der Terrasse eines Einfamilienhauses in Benediktbeuern (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) abgestellt worden war. Glühende Aschereste aus dem Eimer führten dann zum Brand, bei dem ein Schaden von rund 100.000 Euro entstand, zum Glück aber niemand verletzt wurde.

Glühende Reste aus einem umgewehten Metalleimer setzten gegen 16.35 Uhr wohl zuerst das Terrassenmobiliar des Einfamilienhauses in Brand. Die Flammen griffen im Anschluss bis auf das Dach des Hauses über. Zwar konnten die alarmierten Feuerwehren aus Benediktbeuern, Kochel am See und Ried den Brand recht schnell löschen. Bis dahin war aber schon ein Sachschaden von etwa 100.000 Euro entstanden. Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden.

UPDATE, 10.25 Uhr:

"Kitzlige Situationen" im Landkreis Mühldorf:

Im Landkreis Mühldorf ist noch keine abschließende Bilanz möglich. Kreisbrandinspektor Franz Oberpaul zufolge hat es im Landkreis alleine bis Dienstagabend über 300 Alarme gegeben. Ein Einsatzschwerpunkt war die Stadt Waldkraiburg mit über 70 Einsätzen - in erster Linie wegen umgestürzter Bäume und abgedeckter Dächer. Bäume waren auch der Grund für die Sperrung der Staatsstraße 2352 zwischen Waldkraiburg und Mühldorf. Die Straße blieb auch über Nacht gesperrt - eine Vorsichtsmaßnahme, wie Oberpaul erklärt. "Selbst wenn die Straße frei gewesen wäre - man ist sich nie sicher, ob nicht noch ein Baum fällt." Ein Baum, der eben noch steht, könne bei einem Sturm beim nächsten Wind umgerissen werden. Insgesamt konnte die Feuerwehr die Einsätze gut bewältigen, trotz "kitzliger" Situationen, wie Oberpaul sagt, etwa wenn ein Baum unter Spannung stand.

Auch Waldkraiburger Unternehmen waren von dem Sturm betroffen. Bei einer Firma riss der Wind Blechteile vom Dach, einzelne Scheiben sind gebrochen. Oberpaul zufolge hat die betroffene Firma ihre Mitarbeiter deshalb um 13 Uhr nach Hause geschickt. Auf Anraten der Feuerwehr hat eine benachbarte Firma aus Sicherheitsgründen ebenfalls den Betrieb für den Tag beendet.

"Nicht ganz so dramatisch" war es in Altötting:

Den Landkreis Altötting hat der Sturm offenbar weniger schwer getroffen als seine Nachbarlandkreise Mühldorf und Traunstein. "Wir sind Gott sei Dank überwiegend verschont geblieben", sagt Klaus Zielinski, Sprecher des Landratsamtes. Auch Kreisbrandrat Werner Huber bewertet den Einsatztag als "nicht ganz so dramatisch". Dennoch seien im ganzen Kreisgebiet einige Einsätze der Feuerwehr notwendig gewesen - hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume und Dächer, die gesichert werden mussten. Unter anderem hat der Sturm das Dach der Berufsschule Altötting in Mitleidenschaft gezogen. Nirgendwo sei aber das ganze Dach runtergerissen worden, so Huber. Vielmehr habe man einzelne, lose gewordene Dachteile sichern müssen.

Einsatzschwerpunkte waren Huber zufolge der Holzlandbereich, aber auch der südliche Landkreis, insbesondere die B299 zwischen Unterneukirchen und Garching. Daneben sei auch der Burghauser Bereich betroffen gewesen. Die allermeisten Schäden konnten die Feuerwehr schon am Dienstag beseitigen. Lediglich in der Gegend um Burghausen waren in der Früh noch einzelne Einsätze nötig. "Aber das ist in der Zwischenzeit auch alles erledigt", so Huber. Größere Schäden gibt es im Landkreis nach Erkenntnissen der Feuerwehr keine. "Und vor allen Dingen, was ganz wichtig ist, keine Personenschäden", bilanziert Huber.

Einsätze in Altötting und Neuötting

UPDATE, 10.15 Uhr:

Transporter-Gespann von Wind "verweht":

„Vom Winde verweht“ wurde ein 35-jähriger Mann aus Slowenien am Steuer seines Fahrzeuggespannes, als er am Abend auf der Kreisstraße 27 von Teisendorf nach Waging unterwegs war. Er führte einen Kleintransporter, als ihn eine sehr starke Windböe des Sturmtiefes erfasste und zunächst seinen mitgeführten Anhänger ins Schlingern brachte.

Im weiteren Verlauf geriet er nach links von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Telefonmasten, stürzte um und kam schließlich auf der Fahrbahn zum Liegen. Der Fahrzeugführer kam mit einem Schock davon. Der Schaden beträgt 10.000 Euro.

Transporter samt Anhänger vom Sturm umgeblasen

UPDATE, 9.55 Uhr:

Zugstrecke Rosenheim - München weiter gesperrt:

Die Zugstrecke Rosenheim - München ist nach wie vor gesperrt. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Für den Fernverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Derweil normalisiert sich der Fernverkehr der Bahn im restlichen Freistaat langsam.

Die S-Bahn München teilte mit, dass es wohl noch mehrere Tage dauern wird, bis alle Schäden, vor allem an den Oberleitungen, beseitigt sind. Erst dann können alle Linien wieder regulär bedient werden. Die S-Bahn empfiehlt, nach Möglichkeit auch alternative Verkehrsmittel zu nutzen.

UPDATE, 9.45 Uhr:

Ein Verletzter im Landkreis Mühldorf:

Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Mühldorf kam es zu zahlreichen Beschädigungen durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume. Nennenswerte Gebäudeschäden wurden bislang nicht bekannt. Eine Person wurde leicht verletzt: In Schwindegg wurde ein Radfahrer von einer Windböe erfasst und kam dadurch zu Sturz. Der Mann erlitt dabei leichte Verletzungen.

Gegen einen 58-jährigen Mühldorfer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Versicherungsbetruges eingeleitet. Der Mann hatte angezeigt, dass ihm ein mobiles Verkehrszeichen einer Baustelle durch den Wind auf die Motorhaube seines Autos gefallen sei. Ermittlungen ergaben jedoch, dass er das Verkehrszeichen selbst auf sein geparktes Fahrzeug geworfen hatte.

UPDATE, 9.25 Uhr:

Sturmwarnung in Hochlagen gilt weiterhin:

Der Deutsche Wetterdienst hat die Sturmwarnungen für Hochlagen über 1500 Metern noch einmal verlängert. Der neuesten Meldung zufolge gilt die Warnung für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land nun bis einschließlich Donnerstag, 21 Uhr. Es muss dort noch mit Orkanböen bis 120 km/h gerechnet werden.

UPDATE, 8.45 Uhr:

Straße zwischen Mühldorf und Waldkraiburg gesperrt:

Auch im Bereich von Waldkraiburg mussten die Rettungskräfte viele Einsätze leisten. So führten umgestürzte Bäume zu Verkehrsbeeinträchtigungen und zeitweisen Straßensperren, abgestellte Autos wurden beschädigt. Auch die Bahnverbindung zwischen Waldkraiburg und Rosenheim wurde zeitweise durch umgestürzte Bäume blockiert. Aktuell ist die Staatsstraße 2352 zwischen Waldkraiburg und Mühldorf aufgrund von Sturmschäden noch gesperrt. 

Im Stadtbereich von Waldkraiburg wurde das Dach eines Firmengebäudes im Industriegebiet teilweise abgedeckt. Die umherfliegenden Dachteile beschädigten andere Dächer und abgestellte Fahrzeuge. Aus Sicherheitsgründen wurde der umliegende Bereich abgesperrt.

Ein durch den Sturm teilweise abgedecktes Hausdach führte in der Daimlerstraße ebenfalls zu einer Straßensperre. Personenschäden wurden bislang nicht bekannt. Die Einsatzkräfte sind teilweise immer noch mit der Beseitigung der Sturmschäden beschäftigt.

UPDATE, 8.40 Uhr:

Über 400 Einsätze im Landkreis Rosenheim:

Kreisbrandrat Richard Schrank erklärte auf Nachfrage von rosenheim24.de, dass die Lage im Landkreis Rosenheim "momentan komplett entspannt" ist. Aktuell arbeiten noch rund drei bis vier Feuerwehren nach. Einzelne Bereiche wie Straßen oder Bahnstrecken können bislang noch nicht genutzt werden.

"Rund 400 Alarmierungen gingen am Dienstag bei den Feuerwehren im Landkreis ein", so Schrank. Am Mittwoch werden die Feuerwehren eng mit den Gemeinden wie auch den Bauhöfen zusammenarbeiten, um die entstandenen Sturmschäden zu beheben.

UPDATE, 8.30 Uhr:

Bahnstrecke Mühldorf - Rosenheim wieder frei:

Die Strecke Mühldorf - Rosenheim ist seit kurzem wieder befahrbar. Der erste Zug war die RB 27203 (Abfahrt in Mühldorf um 7.28 Uhr). Auf den Strecken Markt Schwaben - München (bis voraussichtlich zum Mittag) und Wasserburg - Grafing (bis voraussichtlich 16 Uhr) besteht weiterhin Ersatzverkehr. Das teilte soeben die Südostbayernbahn mit.

UPDATE, 8.25 Uhr:

Motorradfahrer durch Sturz verletzt:

Im Gemeindebereich von Bischofswiesen (Landkreis BGL) wurde am Dienstagabend ein Motorradfahrer verletzt, als gegen 20 Uhr auf der Staatsstraße 2100 ein Baum durch eine Windböe auf seine Fahrspur fiel. Der 49-Jährige verlor deswegen die Kontrolle über sein Gefährt und stürzte. Er wurde nach Angaben der Presseagentur Aktivnews mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus nach Bad Reichenhall gebracht.

Mann stürzt mit Motorrad

UPDATE, 8.15 Uhr:

Der S-Bahn-Verkehr in München ist nach wie vor stark beeinträchtigt. Über die Entwicklungen in der Landeshauptstadt halten Sie unsere Kollegen von der TZ per Live Ticker auf dem Laufenden!

UPDATE, 8.05 Uhr:

Mehr als 300 Einsätze im Chiemgau:

Im gesamten Chiemgau waren die Feuerwehren am Dienstag im Dauereinsatz. Pressesprecher Peter Volk sagte dem Radiosender Bayernwelle, dass bis zum Abend über 300 Einsätze gefahren werden mussten. Vor allem umgestürzte Bäume und die Gebäudesicherung beschäftigte die Floriansjünger.

1.700 Feuerwehrkräfte in Salzburg im Einsatz:

Auch im benachbarten Salzburger Land waren die Feuerwehren in extremen Maße gefordert. Insgesamt 1.700 Kräfte seien bei über 400 Einsätzen gebunden gewesen, so der Landesfeuerwehrverband in einer ersten Bilanz. Wie salzburg24.at berichtet, lag der Schwerpunkt der Einsätze im Flachgau und im nördlichen Seengebiet. Teilweise soll es auch zu erheblichen Stromausfällen gekommen sein.

Viele Einsätze in Salzburg

Mann stürzt von Leiter und stirbt:

In Mauthausen in Oberösterreich gab es einen Toten. Ein 63-Jähriger versuchte im Sturm seine Terrassen-Überdachung zu sichern. Dabei stürzte er von der Leiter und erlag seinen schweren Kopfverletzungen.

UPDATE, 7.55 Uhr:

Knapp 40 Einsätze im BGL:

Am Dienstagnachmittag wurden im Berchtesgadener Land knapp 40 Feuerwehreinsätze gezählt. Wie Kreisbrandrat Josef Kaltner gegenüber heimatzeitung.de sagte, handelte es sich überwiegend um umgestürzte Bäume, die auf Straßen gefallen waren. In Bischofswiesen gab es ein abgedecktes Hausdach.

UPDATE, 7.45 Uhr:

Störungen im Meridian-Netz:

Auf den Bahnstrecken zwischen München, Rosenheim, Salzburg und Kufstein kommt es weiterhin Behinderungen. Seit dem Betriebsstart am frühen Morgen pendeln Meridian-Züge zwischen München-Ostbahnhof und Grafing Bahnhof ohne feste Fahrzeiten.

Ab Grafing verkehren Pendelbusse im Schienenersatzverkehr: Eine Busverbindung verkehrt von Grafing nach Rosenheim, ab Rosenheim verkehren Meridian-Züge auf der Strecke nach Kufstein im Pendelverkehr.

Eine weitere Busverbindung verkehrt von Grafing nach Prien. Zwischen Prien und Salzburg verkehren Meridian-Züge im Pendelverkehr. Momentan können die Fahrplanzeiten nicht eingehalten werden. Die Betriebsleitung rät dazu, Reisen zu verschieben oder dafür auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.

Die Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim ist weiterhin komplett gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr für den kompletten Streckenabschnitt wurde eingerichtet.

UPDATE, 6.55 Uhr:

Auch SOB meldet weiter Störungen:

Auch im Streckennetz der Südostbayernbahn kommt es weiter zu Behinderungen und Zugausfällen. Wie das Unternehmen in einer Pressemeldung soeben bekannt gab, sind folgende Strecken weiterhin gesperrt:

- Markt Schwaben - München (bis voraussichtlich Mittwochmittag): Zwischen Mühldorf und Ampfing besteht baustellenbedingt Schienenersatzverkehr. Zwischen Ampfing und Markt Schwaben verkehren Züge. Ab Markt Schwaben besteht Busnotverkehr zur U-Bahn München (Riem Messe).

- Wasserburg - Grafing (bis voraussichtlich 16 Uhr): Ein Busnotverkehr wurde zwischen Wasserburg und Ebersberg eingerichtet. Der Bus verkehrt jeweils zur Minute '05 ab Wasserburg und zur Minute '40 ab Ebersberg.

- Mühldorf - Rosenheim: Es verkehrt ein Bus im Pendelverkehr zwischen Mühldorf und Rosenheim.

Seit 5 Uhr stehen Mitarbeiter der Südostbayernbahn über den Kundendialog (Telefon 08631 / 609 333) oder über Facebook für Fragen zur Verfügung.

UPDATE, 6.40 Uhr:

Viele Einsätze im Bereich Traunstein:

Wie die Polizei in Traunstein mitteilte, kam es am Dienstagnachmittag im gesamten Dienstgebiet zu einer Vielzahl von Einsätzen durch die örtlichen Feuerwehren und der Polizei Traunstein. Zum überwiegenden Teil mussten durch die Feuerwehren umgestürzte Bäume von den Fahrbahnen geräumt werden. Aber auch noch stehende Bäume mussten oftmals wegen des schlechten Zustandes zugeschnitten werden.

In Tinnerting kam es aufgrund einer Überspannung zu dem Brand eines Trafokastens, der durch die Feuerwehr gelöscht werden mussten, der Schaden ist auch bislang noch nicht bekannt. Größere Personenschäden wurden der Polizei Traunstein bislang nicht bekannt.

Brand in Trafostation in Tinnerting

UPDATE, 6.35 Uhr:

Schäden auch in Tirol:

Auch unsere Nachbarn blieben vom Sturm nicht verschont. Wie die Landespolizeidirektion Tirol am Morgen mitteilte, kam es insbesondere in den Gemeindegebieten von Söll und Scheffau am Wilden Kaiser am Dienstag zwischen 17.45 Uhr und 19.45 Uhr zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen durch umgestürzte Bäume.

Gegen 18 Uhr wurden in Söll drei Hausdächer von den jeweiligen Häusern geweht. Eines der Hausdächer wurde gegen einen Strommasten geschleudert, wodurch dieser beschädigt wurde. In Folge dessen kam es Stromausfall im betroffenen Gebiet zu einem Stromausfall.

In Hopfgarten wurde gegen 18.15 Uhr das ostseitige Kupferdach der Pfarrkirche auf einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern abgedeckt. Personen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden.

UPDATE, 6.30 Uhr:

Unwetterwarnungen aufgehoben:

Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnungen für die Region am späten Dienstagabend aufgehoben. Inzwischen gelten lediglich noch Sturmwarnungen für Hochlagen über 1.500 Meter. In den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land wird in diesen Höhen vom DWD noch bis 10 Uhr vor Orkanböen gewarnt. Es muss dort noch mit Orkanböen bis 120 km/h gerechnet werden.

UPDATE, 6.25 Uhr:

Auch heute Störungen bei der Bahn:

Pendler aufgepasst: Wie die Bayerische Oberlandbahn auf ihrer Homepage mitteilte, kommt es mindestens bis Mittwoch, 1. April, im gesamten Streckennetz des Meridian zu Beeinträchtigungen. Die Fahrgäste müssen mit Zugausfällen, Schienenersatzverkehr und Pendelverbindungen rechnen.

Auch die S-Bahn München meldet Behinderungen. Demzufolge kommt es wegen der Sturmschäden vermutlich noch den ganzen Tag über zu teils erheblichen Abweichungen zum regulären Bahnverkehr.

UPDATE 6.20 Uhr:

Erste Schadensbilanz der Polizei:

Das Orkantief „Niklas“ hat am Alpenrand erhebliche Schäden verursacht. Im Landkreis Bad Tölz- Wolfratshausen wurde eine 39-jährige Frau bei einem Verkehrsunfall getötet. Zwei umstürzende Bäume trafen ihren Wagen. Mehrere Personen wurden durch herunterfallende Äste verletzt. Polizei und Feuerwehren waren über Stunden im Dauereinsatz.

Das Orkantief „Niklas“ fegte auch am Abend noch über das südliche Oberbayern. Inzwischen lassen die Böen allerdings nach. Der Sturm zog von den Landkreisen Weilheim-Schongau über Bad Tölz Wolfratshausen, Miesbach, bis Traunstein und ins Berchtesgadener Land. Am Abend bewältigten die Polizei und vielmehr die freiwilligen Feuerwehren unzählige Einsätze.

Zum Teil stürzten Bäume um und Dächer wurden abgedeckt. Es kam immer wieder zu Störungen der Stromversorgung und des Bahnverkehrs. Vielerorts sind nach wie vor Straßen gesperrt. Feuerwehr und Polizei sind im Dauereinsatz.

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen kam eine 39-jährige Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Gleich zwei umstürzende Bäume trafen ihren Kleinwagen. Die Feuerwehr konnte die Frau nur noch tot aus ihrem Fahrzeug bergen.

Bis zum Abend (Stand: ca. 22 Uhr) wurden zwölf Personen durch herabfallende Äste, umherfliegende Trümmer oder in der Folge durch Verkehrsunfälle, verletzt. Eine Frau davon schwer. Bei Grainau im Landkreis Garmisch- Partenkirchen wurde ein Kajakfahrer von herabfallenden Ästen getroffen und ebenfalls schwer verletzt.

235 Bäume stürzten um, wovon 162 lediglich den Straßenverkehr behinderten und keinen Schaden verursachten. In acht Fällen wurde allerdings das Strom- oder Schienennetz beeinträchtigt. Verletzt wurde hier niemand. Etliche Straßen waren durch umgefallene Bäume blockiert und mussten gesperrt werden. Darunter auch die Bundesautobahn A 95.

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mw/bla/xe/Pressemeldungen Polizei/Pressemeldung BOB, SOB etc.

Quelle: rosenheim24.de

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