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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Quarantäne-Lockerung: „Freitesten“ nach fünf Tagen wieder möglich - Facebook löscht „Querdenken“-Kanäle

Die Quarantäneregeln in Bayern wurden gelockert.
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Die Quarantäneregeln in Bayern wurden gelockert.
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  • Max Partelly
    Max Partelly
  • Markus Zwigl
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  • Martina Hunger
    Martina Hunger

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (16. September) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 303 (Quelle/Stand: LGL, 15. September, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 2,3 (Quelle/Stand: LGL, 15. September, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 250 (Quelle/Stand: DIVI, 16. September, 7.19 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 202,9, Landkreis Rosenheim 166,6, Landkreis Traunstein 219,7, Landkreis Berchtesgadener Land 221,0, Landkreis Mühldorf 103,9, Landkreis Altötting 132,6 (Quelle/Stand: RKI, 16. September, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 4562, Landkreis Rosenheim 15.568, Traunstein 12.112, Berchtesgadener Land 6927, Mühldorf 7517, Altötting 6695 (Quelle/Stand: RKI, 16. September, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 71, Landkreis Rosenheim 468, Traunstein 218, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 156, Altötting 212 (Quelle/Stand: RKI, 16. September, 0 Uhr) 
  • Service: Fälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    **= Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 21.55 Uhr - Lockerung: „Freitesten“ bereits nach fünf Tagen Quarantäne in Bayern wieder möglich

Die Quarantäneregeln in Bayern wurden gelockert. Wie die Bayerische Staatsregierung am Mittwoch (15. September) veröffentlichte, können demnach enge Kontaktpersonen von Covid-19-Fällen - sofern sie nicht erkranken - bereits nach frühstens fünf Tagen wieder von der Quarantäne befreit werden, indem sie nach dieser Zeit einen aktuellen negativen PCR-Test sowie Symptomfreiheit vorweisen können. Dasselbe ist auch mit einem negativen Ergebnis eines Antigen-Tests möglich, allerdings kann dieser erst sieben Tage nach dem Kontakt mit dem Covid-19-Fall zum „Freitesten“ durchgeführt werden.

Für Arbeiter im Schul- und Kindertagesstättenbereich gibt es eine Ausnahme: Sie müssen lediglich einen negatives Antigen-Test-Ergebnis vorweisen können, um frühstens nach fünf Tagen von der Quarantäne befreit zu werden.

Ohne Test verkürzt sich die Quarantänezeit ebenfalls. Die Quarantäne von Kontaktpersonen verkürzt sich auf zehn Tage. Auch hier ist vorausgesetzt, dass sich keine Erkrankung entwickelt.

Für den Einzelfall scheint es dennoch noch Spielraum zu geben: „Das vorzeitige Ende der Quarantäne wird wirksam mit der Übermittlung des negativen Testergebnisses an die zuständige Kreisverwaltungsbehörde, sofern diese nicht im Einzelfall eine abweichende Entscheidung trifft.“

Update, 20.30 Uhr - Facebook löscht „Querdenken“-Kanäle als „schädliches Netzwerk“

Facebook hat knapp 150 Konten und Gruppen auf seinen Plattformen gelöscht, die der Internetkonzern der umstrittenen Querdenker-Bewegung zuordnet. Es sei weltweit die erste gezielte Aktion, die sich gegen eine Gruppierung richte, die eine „koordinierte Schädigung der Gesellschaft“ (Coordinated Social Harm) hervorrufe, sagte Facebook-Sicherheitsmanager Nathaniel Gleicher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Betroffen seien auch die Accounts von Querdenken-Gründer Michael Ballweg.

Die Aktion richtet sich gegen „Querdenker“ auf Facebook selbst und Instagram. Nicht betroffen ist der Chatdienst WhatsApp, der ebenfalls zum Facebook-Konzern gehört. Facebook-Manager Gleicher warf den Querdenkern vor, in koordinierter Weise wiederholt gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook verstoßen haben. „Hierzu zählen die Veröffentlichung von gesundheitsbezogenen Falschinformationen, Hassrede und Anstiftung zur Gewalt.“

Facebook hat zudem eine Liste von Webseiten der Querdenker identifiziert, die auf Facebook nicht länger verlinkt werden können: „Wir haben Verlinkungen auf Domains der Querdenken-Bewegung von unserer Plattform entfernt.“

Ballweg kündigte an, gegen die Löschung rechtlich vorzugehen. Insbesondere die Facebook-Seite von „Querdenken711“ mit über 30.000 Abonnenten habe nur Inhalte zu den Themen Grundrechte und Meinungsfreiheit zum Thema gehabt. Man habe sich bereits in den vergangenen Monaten mehrfach gegen ungerechtfertigte Löschungen rechtlich zur Wehr setzen können, sagte er der dpa.

Das „schädliche Netzwerk“ sei von Personen betrieben worden, die mit Gewalt außerhalb der Plattform und anderen „sozialen Schäden“ in Verbindung gebracht würden. An diesen koordinierten Kampagnen seien in der Regel authentische Nutzer beteiligt. „Das sind keine Fake-Profile, sondern echte Menschen, die sich organisieren, um systematisch gegen unsere Richtlinien zu verstoßen und Schaden auf oder außerhalb unserer Plattform anzurichten“, sagte Gleicher.

Die Personen in dem Netzwerk nutzten aber auch doppelte Konten, um verletzende Inhalte zu posten und zu verbreiten. „Querdenken“ konzentriere sich in erster Linie darauf, die Verschwörungserzählung zu fördern, dass die Covid-19-Beschränkungen der deutschen Regierung Teil eines größeren Plans sind, um die Bürger ihrer Freiheiten und Grundrechte zu berauben. „Wie aus den öffentlichen Medien bekannt ist, hat diese Gruppe in Deutschland reale Gewalt gegen Menschen ausgeübt, die im Journalismus, bei der Polizei oder im Gesundheitswesen arbeiten“, heißt es in dem Blogeintrag des Facebook-Managers.

Die Anhänger der „Querdenken“-Initiative gehen seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße. Bei den Demonstrationen in Berlin und anderen Städten kam es auch zu Angriffen auf Polizisten und Medienvertreter. Die Bewegung wird inzwischen von verschiedenen Landesverfassungsschutzämtern beobachtet. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die Szene als „Sammelbeobachtungsobjekt“ im Visier, ähnlich wie beim Salafismus. Bei der Überwachung können auch geheimdienstliche Mittel eingesetzt werden, sowie Bankkonten und Finanzströme zwischen den Akteuren durchleuchtet werden.

Update, 19.24 Uhr - „Macht einen auch fassungslos“: 3G-Gegner drängen in Stadrat-Sitzung

Eine Stadtratssitzung im oberfränkischen Lichtenfels hat teilweise unter freiem Himmel und in Anwesenheit von Polizisten stattgefunden, nachdem Gegner der Corona-Maßnahmen sich Zutritt zum Sitzungssaal verschafft hatten. Die Gruppe von etwa 20 Personen habe eine AfD-Stadträtin unterstützt, die sich dagegen wehrte, dass Räte und Besucher von Sitzungen geimpft, genesen oder getestet (3G) sein müssen, sagte der Bürgermeister von Lichtenfels, Andreas Hügerich. Eingreifen musste die Polizei eigenen Angaben zufolge bei dem Einsatz am Montag aber nicht.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das macht einen auch fassungslos“, sagte Hügerich. Die Unterstützer hatten sich laut Stadt und Polizei vor Beginn der Sitzung gegen den Willen von Verwaltungsmitarbeitern in den Saal gedrängelt. In Absprache mit der Polizei habe man den „deeskalierenden Weg“ gewählt und die Gruppe nicht hinaus bringen lassen, sagte Hügerich.

Stattdessen tagte der Stadtrat im öffentlichen Teil der Sitzung draußen und segnete dabei unter anderem die 3G-Regel bei Stadtratssitzungen ab. Polizisten hätten weiter aufgepasst, es habe aber keine Ausschreitungen oder Ähnliches gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Der nicht-öffentliche Teil fand wieder drinnen stattohne die AfD-Rätin, die angab, nicht geimpft, genesen oder getestet zu sein. Sie hatte sich bereits vor der Sitzung vergeblich vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth gegen die 3G-Regel der Stadt gewehrt.

Die AfD-Stadträtin Heike Kunzelmann sagte zu ihren Beweggründen und der Ablehnung von 3G, sie sei gesund und müsse dies nicht durch einen Test beweisen. Über die Corona-Impfung äußerte sie sich skeptisch. Sie stritt ab, dass die Aktion am Montag abgesprochen gewesen sei. Es seien vier Parteikollegen dabei gewesen, die meisten aus der Gruppe kenne sie aber nicht.

Es solle nun geprüft werden, ob rechtliche Konsequenzen folgen könnten, sagte Hügerich. Laut Polizei – die von einer Gruppengröße von 15 Leuten sprach – nahmen Beamte die Personalien der Störer auf.

Update, 18.18 Uhr - Umfrage: Mehr als jeder Dritte hat privat oder im Job Impf-Streit erlebt

Die Impfung gegen das Coronavirus ist ein Thema, das im Job und auch im privaten Umfeld manchmal zu Konflikten führt. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hat das mehr als jeder Dritte (37 Prozent) schon persönlich erlebt.

Rund 15 Prozent der Befragten gaben an, in ihrer Familie sei über die Impfung gestritten worden. Zwölf Prozent der Deutschen ab 18 Jahren haben einen solchen Streit am Arbeitsplatz erlebt - allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass ein Teil der Beschäftigten derzeit ohnehin im Home Office arbeitet. 23 Prozent der Teilnehmer der repräsentativen Umfrage unter Wahlberechtigten gaben an, in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis habe es schon Streit um die Impfung gegeben. Bei der Beantwortung der Frage waren Mehrfachnennungen möglich.

Eine Mehrheit von 59 Prozent gab an, in ihrem direkten Umfeld habe es bislang keinen Streit darüber gegeben, ob man sich impfen lassen sollte oder nicht. Vier Prozent der Befragten antworteten mit „weiß nicht“.

Update, 17 Uhr - Krankschreibung per Telefon auch bei leichten Erkältungen weiter bis Jahresende möglich

Angesichts der weiter angespannten Corona-Lage bleiben Krankschreibungen wegen leichter Erkältungsbeschwerden bis Jahresende auch telefonisch und ohne Besuch einer Arztpraxis möglich. Die Sonderregelung wird nochmals um drei Monate bis 31. Dezember verlängert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken am Donnerstag beschloss. Dies solle wegen der leichter übertragbaren Delta-Virusvariante und langsam voranschreitender Impfungen weiterhin helfen, Kontakte zu vermeiden und Infektionsrisiken zu minimieren.

Telefonische Krankschreibungen sind bis zu sieben Tage möglich und können ebenfalls telefonisch für weitere sieben Kalendertage verlängert werden. Ärztinnen und Ärzte müssen sich dafür durch „eingehende telefonische Befragung“ persönlich vom gesundheitlichen Zustand überzeugen.

In den Krankenhäusern soll eine Corona-Sonderregelung auslaufen. Ab 1. Oktober sollen ausgesetzte Vorgaben zu einer Mindestbesetzung mit Pflegefachkräften in bestimmten Stationen wieder greifen. Diese Mindestausstattung solle gerade in kritischen Bereichen wie der Versorgung Frühgeborener und von Kindern nach einer Herzoperation oder einer Krebsbehandlung wieder gewährleistet sein.

Update, 16.17 Uhr - Freizeit-Studie: Alle sind im Internet, aber nur die Hälfte hat Spaß

In ihrer Freizeit tummeln sich die Bundesbürger nach einer neuen Umfrage besonders häufig im Internet. Aber längst nicht alle können das genießen. Das Fernsehen sei nach wie vor sehr beliebt, aber das Internet sei das neue Leitmedium, sagte der wissenschaftliche Leiter der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen, Prof. Ulrich Reinhardt, am Donnerstag bei der Vorstellung des „Freizeit-Monitors 2021“. Nach einer repräsentativen Umfrage des Instituts GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) im Auftrag der Stiftung nutzen 97 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Woche das Internet. Dabei gibt es praktisch keine Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

Ganz oben stehen neben dem Fernsehen auch die Computernutzung, das Musikhören sowie das E-Mail-Lesen und -Schreiben. „Die freie Zeit verbringen die Bundesbürger zu Hause“, erklärte Reinhardt. Die beliebteste Aktivität außer Haus ist der Umfrage zufolge das Spazierengehen, das mit 55 Prozent aber erst auf Platz 17 von 100 genannten Aktivitäten steht. Die Natur habe für die Deutschen jedoch an Bedeutung gewonnen. Sie gelte als Ausgleich für die fortschreitende Technisierung des Lebens. 

„Wenn wir über Freizeitaktivitäten sprechen, stellen wir fest, dass die meisten Freizeitbeschäftigungen mittlerweile Freizeitpassivitäten sind“, fasste Reinhardt zusammen. Die Corona-Pandemie habe diesen Trend verstärkt. „Aber es ist sicherlich auch in den Jahren davor schon so gewesen, dass wir uns lange Zeit um das virtuelle Lagerfeuer vor dem Fernseher eingefunden haben.“

Der Forscher betonte, dass eine häufig betriebene Freizeitbeschäftigung nicht unbedingt Spaß machen müsse. Internet, das Fernsehprogramm sowie die PC- oder Handynutzung seien tatsächlich nur für jeden Zweiten eine Freude. Bei den häufigsten Freizeitbeschäftigungen schneide lediglich das Musikhören gut ab und werde von annähernd zwei Dritteln mit Spaß gleichgesetzt. 

Update, 14.33 Uhr - Simbabwe-Regierung knallhart: Ohne Corona-Impfung kein Lohn!

Inmitten der Corona-Pandemie streicht die Regierung des südafrikanischen Staates Simbabwe Impfverweigerern unter seinen Staatsbediensteten künftig den Lohn. Der zuständige Leiter des rund 300 000 Mitarbeiter starken öffentlichen Dienstes bestätigte am Donnerstag in einem Rundschreiben entsprechende Ankündigungen von Justizminister Ziyambi Ziyambi. „In Übereinstimmung mit dem Kabinettsbeschluss werden alle Staatsdiener unverzüglich geimpft; nicht geimpften Mitarbeitern wird nicht erlaubt, sich zur Arbeit zu melden“, heißt es in dem Schreiben von Jonathan Wutawunashe. Wer nicht geimpft sei, müsse zu Hause bleiben.

Mehrere Gewerkschaften haben bereits Widerspruch gegen die als drakonisch und diskriminierend empfundene Direktive eingelegt und mit gerichtlichen Klagen gedroht. Ziyambi hatte im Radiosender ZiFM betont: „Wer Regierungsbediensteter ist - zuständig für den Schutz der anderen und der Menschen, denen er dient - sollte sich impfen lassen; wer seine in der Verfassung verankerten Rechte genießen will, kann ja kündigen“. Simbabwe hat nach offiziellen Angaben bisher mehr als 127 000 Covid-Infektionen und 4551 Todesfälle gemeldet.

Update, 13.37 Uhr - 83 Infizierte nach 2G-Party in Münster

Nach einer Clubparty nur für Geimpfte und Genesene in Münster ist die Zahl der mit Corona infizierten Besucher auf 83 gestiegen. Bis Donnerstag seien 59 Impfnachweise eingereicht und überprüft worden, teilte die Stadt mit. „Bisher ist kein Verstoß bei den Impfnachweisen festgestellt worden.“ Insgesamt hatten am 3. September rund 380 Menschen an der Partynacht teilgenommen. Für den Zutritt galt die sogenannte 2G-Regel, das heißt, nur Geimpfte oder Genesene wurden reingelassen.

Die Betroffenen zeigten weiterhin nur milde oder gar keine Symptome, teilte die Stadt weiter mit. Bereits am Dienstag hieß es, dass die meisten infizierten Gäste aus Münster kommen, die übrigen Personen in der erweiterten Region wohnen. Auch ein Mitarbeiter des Clubs sei infiziert.

Update, 12.48 Uhr - Festleiter will Oktoberfest 2022: Geimpft, genesen - Wiesn?

Nach zwei Jahren ohne Oktoberfest soll es 2022 in München wieder heißen: „Ozapft is“. „Nächstes Jahr wird es die echte Wiesn geben“, verspricht der Wiesnchef und Münchner Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU). „Nächstes Jahr sehen wir uns wieder live auf der Wiesn.“ Dafür laufen bereits die Planungen, wie Baumgärtner der Deutschen Presse-Agentur sagte. Voraussetzung sei, dass nicht Bundes- oder Landesregelungen dagegen stehen. Die Sicherheit der Gäste habe oberste Priorität.

Er halte es tendenziell für möglich, dass das Oktoberfest mit Geimpften und Genesenen gefeiert werden könne, sagte Baumgärtner - möglich seien auch zusätzliche Tests für die geimpften oder genesenen Besucher, da auch diese das Virus verbreiten könnten. „Worüber wir nachdenken, ist 2G und zusätzliche Tests“, sagte Baumgärtner.

Update, 12.05 Uhr - Demonstration gegen Impfaktion eskaliert

Bei einer Demonstration von Impfgegnern gegen eine Impfaktion an einer Realschule in Kösching bei Ingolstadt ist es am Mittwoch zu Handgreiflichkeiten gekommen. Wie eine Polizeisprecherin sagte, hatten sich am Morgen etwa 15 Demonstranten vor der Schule versammelt. Sie seien „das mobile Impfteam angegangen, und es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen“. Darauf seien mehrere Streifenwagen angerückt. Die Beamten hätten die Lage beruhigt, die Impfaktion sei dann fortgesetzt worden.

Update, 11.16 Uhr - Aktuelles Verhältnis der 7-Tages-Inzidenzen nach Impfstatus

Die Zahl der Coronaneuinfektionen ist bei Ungeimpften in Bayern mehr als zehnmal so hoch wie bei Geimpften. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liege bei Ungeimpften derzeit bei 188,19 – bei Geimpften dagegen nur bei 17,06, teilte Bayerns Gesundheitsministerium mit.

Der Berechnung der 7-Tage-Inzidenzen für Geimpfte und Ungeimpfte liegen die Meldefälle mit Meldedatum der letzten 7 Tage zugrunde, die nach Impfstatus unterteilt werden. Diese werden den Bevölkerungszahlen für Geimpfte und Ungeimpfte aus dem Digitalen Impfmonitoring des RKI (RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - Digitales Impfquotenmonitoring zur COVID-19-Impfung) gegenübergestellt.

Update, 10.10 Uhr - Kreis Altötting meldet 265 aktive Coronafälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 24 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 15. September). Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf 6695 Personen.

Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 132,6. Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis 265 aktive Fälle - die meisten davon in Altötting (54), Burghausen (43), Töging (27) und Neuötting (21). Zudem gab es auch sechs positive Schnelltest-Ergebnisse, die bislang jedoch noch nicht in die Statistik eingearbeitet wurden.

Update, 9.19 Uhr - Umfrage: 20 Prozent sind gegen Privilegien für Geimpfte und Genesene

20 Prozent der Deutschen sind nach einer neuen Umfrage gegen Privilegien für Geimpfte und von Corona Genesene. Sie finden es nicht gut, wenn immunisierte Menschen von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen befreit werden und ihre alten Freiheiten in Restaurants und Hotels, Sport- und Kultureinrichtungen zurückerhalten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hamburger Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ).

Demnach sind besonders Jüngere und Singles gegen eine Besserstellung Geimpfter und Genesener. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen betrug die Ablehnung 25 Prozent, bei den Singles im Alter von 25 bis 49 Jahren sogar 28 Prozent. Unter Familien mit Jugendlichen und Landbewohnern ist die Ablehnung mit 15 beziehungsweise 14 Prozent dagegen deutlich niedriger.

Update, 8.27 Uhr - „Spitzentrio” aus der Region führt bundesweite Hotspot-Liste an

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 16. September 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region pendelten sich auf einem erhöhten Stand ein. Aktuell führen die Kreise Berchtesgadener Land und Traunstein sowie die Stadt Rosenheim die bundesweite Hotspot-Liste an. Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 127,2 auf 132,6), Landkreis Mühldorf (von 100,4 auf 103,9), Kreis Berchtesgadener Land (von 217,3 auf 221,0), Landkreis Traunstein (von 220,3 auf 219,7), Stadt Rosenheim (von 199,7 auf 202,9) und Landkreis Rosenheim (von 163,2 auf 166,6). In der Region wurden laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

303 hospitalisierte Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen gibt es aktuell in Bayern, damit liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 2,3 (Quelle/Stand: LGL, 15. September, 8 Uhr). Die Krankenhausampel ist damit aktuell grün.

Update, 7.18 Uhr - Ausreisekontrollen aus dem österreichischen Bezirk Braunau ab Samstag

Angesichts hoher regionaler Corona-Infektionszahlen wird die Ausreise aus dem Bezirk Braunau in Österreich ab Samstag kontrolliert. Wer die Region an der deutschen Grenze verlassen will und weder vollständig geimpft noch genesen ist, muss sich unabhängig von der Dauer seines Aufenthalts testen lassen, wie die Landesregierung am Mittwoch berichtete.
Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei über 300. Bei unverändert niedriger Impfquote von derzeit 50 Prozent der Bevölkerung, muss sie unter 200 sinken, bevor die Maßnahme wieder aufgehoben werden kann. Steige die Impfquote, sei auch der Schritt wieder einfacher zurückzunehmen, hieß es.

RKI registriert 12.925 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 76,3

Beim Infektionsgeschehen in Deutschland gibt es derzeit kaum Dynamik. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Donnerstagmorgen bei 76,3. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 77,9 gelegen, vor einer Woche bei 83,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.925 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.23 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 15 431 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 68 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 50 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.114.856 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 1,88 an (Dienstag: 1,86). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.863.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.837.

mh/mz/dpa

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