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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Britischer Epidemiologe lobt deutsche Corona-Maßnahmen - Kostenlose Tests für Minderjährige bis Ende November?

Ferguson
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Dem britischen Epidemiologen Neil Ferguson vom Imperial College in London zufolge ist Deutschland viel besser durch die Corona-Pandemie gekommen als Großbritannien.
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  • Benjamin Schneider
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  • Markus Zwigl
    Markus Zwigl
  • Martina Hunger
    Martina Hunger
  • Martin Weidner
    Martin Weidner

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (6. September) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 264 (Quelle/Stand: LGL, 5. September, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 2,01 (Quelle/Stand: LGL, 5. September, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 175 (Quelle/Stand: DIVI, 5. September, 12.15 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 206,0, Landkreis Rosenheim 155,5, Landkreis Traunstein 90,1, Landkreis Berchtesgadener Land 129,8, Landkreis Mühldorf 85,0, Landkreis Altötting 106,6 (Quelle/Stand: RKI, 6. September, 3 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 4353, Landkreis Rosenheim 14.959, Traunstein 11.596, Berchtesgadener Land 6587, Mühldorf 7335, Altötting 6480 (Quelle/Stand: RKI, 6. September, 3 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 69, Landkreis Rosenheim 465, Traunstein 218, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 156, Altötting 211 (Quelle/Stand: RKI, 6. September, 3 Uhr) 
  • Service: Fälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 22.13 Uhr - Trotz steigenden Inzidenzwertes: Leipzig gegen Bayern vor 34.000 Fans

Fußball-Bundesligist RB Leipzig kann das Spitzenspiel an diesem Samstag (18.30 Uhr) gegen den deutschen Rekordmeister wie geplant vor zugelassenen 34.000 Zuschauern austragen. Obwohl der Inzidenz-Wert am Montag leicht auf 36,5 gestiegen ist, ergibt sich laut RB „keine Änderung am bereits genehmigten Hygienekonzept für das Spiel. Unser Heimspiel am kommenden Samstag gegen den FC Bayern München kann weiterhin vor bis zu 34.000 Zuschauern ausgetragen werden“, teilte der Vizemeister am Montag auf seiner Homepage mit.

Die Corona-Schutz-Verordnung von Sachsen besagt: „Ein für einen Schwellenwert maßgeblicher Wert gilt als überschritten, wenn die Sieben Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen über dem Schwellenwert liegt. Die jeweils verschärfenden Maßnahmen gelten ab dem übernächsten Tag.“ Damit steht der Austragung des Spiels nichts im Wege. Alle Dauerkarteninhaber von RB Leipzig werden bis Mittwoch ihr Ticket erhalten. Die restlichen 3000 Tickets würden an die Fans der Münchner, VIP-Gäste und Partner des Vereins gehen, hieß es in einer Ticket-Info von RBL.

Update, 21.01 Uhr - Covid-Medikamente: Bund fördert sechs Unternehmen mit 150 Millionen

Das Bundesgesundheits- und das Bundesforschungsministerium fördern sechs Unternehmen, die an der Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 arbeiten, mit 150 Millionen Euro.

Wie beide Ministerien am Montag mitteilten, sollen entsprechende Forschungsprojekte der Firmen AdrenoMed AG, Apogenix AG, Atriva Therapeutics GmbH, CORAT Therapeutics GmbH, InflaRX GmbH und der DRK Baden-Württemberg-Hesse GmbH unterstützt werden.

Es geht den Angaben zufolge um die Erforschung und Entwicklung sogenannter antiviraler Medikamente, die das Eindringen des Virus in die Zellen verhindern, um Arzneimittel, die einen schützenden Einfluss auf die Lungenfunktion hätten oder auch um Medikamente, die überschießende Immunreaktionen dämpften.

Update, 19.49 Uhr - Britischer Epidemiologe: Deutschland kam besser durch Pandemie

Dem britischen Epidemiologen Neil Ferguson vom Imperial College in London zufolge ist Deutschland viel besser durch die Corona-Pandemie gekommen als Großbritannien.

Beispielsweise sei die Übersterblichkeit - also die überdurchschnittlich hohe Zahl an Todesfällen während der Pandemie - im Vereinigten Königreich um 80 Prozent höher gewesen als in Deutschland. „Das ist ein interessanter Vergleich, woher das kommt“, sagte Ferguson bei einer Online-Veranstaltung der Londoner Denkfabrik Chatham House am Montag.

Er selbst vermutet dahinter eine Reihe von Faktoren. In Deutschland habe es eine erfolgreichere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Politikern gegeben, so der Forscher. Zum anderen habe es mit der Fähigkeit Deutschlands zu tun gehabt, die Zahl der Corona-Tests sehr schnell sehr stark auszuweiten. „Sie (die deutschen Behörden) hatten ein besseres Bild davon, was sich abspielte“, so Ferguson weiter.

Auch die vergleichsweise frühe Entscheidung für den ersten Lockdown habe in Deutschland eine große Zahl von Leben gerettet. Nicht zuletzt sei auch das dezentrale System von Entscheidungsträgern in der Bundesrepublik besser geeignet gewesen, die Ausbreitung des Virus zu unterdrücken.

Update, 18.17 Uhr - Bundesregierung: „Jede Impfung zählt“

Die Bundesregierung hat angesichts steigender Infektionszahlen erneut eindringlich dazu aufgerufen, Angebote zu Corona-Impfungen zu nutzen.

„Für einen sicheren Herbst und einen sicheren Winter zählt jede Impfung“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Er verwies auf eine dazu geplante bundesweite Aktionswoche vom 13. bis 19. September, während der viele Impfgelegenheiten vor Ort angeboten werden sollen. „Es geht darum, gemeinsam für den nötigen Ruck zu sorgen, wo er vielleicht an der einen oder anderen Stelle beim einen oder anderen Bürger noch fehlt.“

Bund und Länder rufen dafür alle Akteure vor Ort auf, unkomplizierte und kreative Impfangebote zu organisieren, wie Seibert sagte - etwa bei Sportvereinen, freiwilligen Feuerwehren, Kulturveranstaltern, Unternehmen, Ärzten oder Apotheken. Ziel sei, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, sich nun noch impfen zu lassen. Mit einer Impfung schütze man sich selber vor einer schweren Erkrankung, aber auch Schutzbedürftige, die sich nicht impfen lassen könnten.

Update, 17.34 Uhr - Entwurf: Gratis-Tests für Zwölf- bis 17-Jährige bis Ende November

Kinder von zwölf bis 17 Jahren sollen voraussichtlich noch bis Ende November kostenlose Corona-Schnelltests bekommen können. Das geht aus einem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums für eine neue Testverordnung hervor, die das geplante generelle Ende der Gratis-Tests für alle Bürger zum 11. Oktober umsetzen soll.

Anspruch auf kostenlose Tests sollen demnach bis zum 30. November auch Personen ohne Symptome haben, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Generell möglich bleiben sollen Gratis-Tests für alle, die sich nicht impfen lassen können - darunter Kinder unter zwölf Jahren, für die es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gibt, sowie etwa auch Schwangere.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten beschlossen, dass das vom Bund finanzierte Angebot für kostenlose Bürgertests für alle enden soll - ab 11. Oktober sollen sie in der Regel selbst zu bezahlen sein. Da inzwischen allen ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Übernahme der Kosten durch den Steuerzahler nicht angezeigt, hieß es im Beschluss.

Im Verordnungsentwurf für die Neuregelung wird darauf verwiesen, dass es seit Mitte August auch für die Gruppe der Zwölf- bis 17-jährigen eine generelle Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gibt. Um ihnen ausreichend Zeit zu gewähren, sich über Impfangebote zu informieren und einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, sollen für alle bis 17 Jahre Gratis-Tests bis 30. November möglich sein.

Update, 16.47 Uhr - Sieben Covid-19-Patienten aus Kreis Traunstein in Kliniken

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 272 aktive Corona-Fälle vor. Seit Freitag sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 69 Neuinfektionen eingegangen. Verstorben ist ihn diesem Zeitraum niemand. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 218 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden sieben Covid-19-Patienten aus dem Landkreis Traunstein stationär in den Kliniken Südostbayern behandelt. Davon befinden sich sechs auf der Normalstation und einer auf der Intensivstation. Seit Freitag wurden vier weitere Covid-Patienten aus dem Landkreis Traunstein in den Kliniken Südostbayern aufgenommen.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 95.843 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 91.106 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 16.11 Uhr - Corona-Impfungen in einem Drittel der Unternehmen mit Betriebsärzten

Etwa jedes dritte Unternehmen in Deutschland mit Betriebsärztinnen und Betriebsärzten bietet seinen Beschäftigten Impfungen gegen das Coronavirus an. Vier Prozent planen noch, dies zu tun, wie eine repräsentative Befragung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zwischen dem 2. und 17. August ergeben hat. Damit stieg der Anteil der Betriebe mit Impfangebot im Vergleich zur letzten Befragung im Juni um vier Prozent.

„Dieser auf den ersten Blick geringe Anstieg ergibt sich unter anderem aus der hohen Zahl an Beschäftigten, die in der Zwischenzeit bereits geimpft wurden“, erläuterte IAB-Direktor Bernd Fitzenberger am Montag. 98 Prozent der Betriebe ohne Impfangebot geben demnach als Grund dafür an, dass bereits eine große Zahl der Beschäftigten geimpft sei.

Nach der aktuellen Befragung bieten rund 60 Prozent der Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten Impfungen durch Betriebsärztinnen und -ärzte an, aber nur jeder vierte Kleinstbetrieb mit bis zu neun Beschäftigten und jeder dritte Betrieb mit zehn bis 49 Beschäftigten. Der Grund dafür ist nach IAB-Angaben, dass kleinere Unternehmen oft keine festen Betriebsärztinnen oder -ärzte haben.

Update, 15.47 Uhr - Seit Freitag 63 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag 63 weitere bestätigte Corona-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich sieben Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne.

Von den insgesamt 6.587 Fällen sind mittlerweile 6.304 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 181 aktive Corona-Fälle. Derzeit gibt es zehn Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen).

In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 138 neue Corona-Fälle. Bei 87 Befunden wurde eine Virusmutation festgestellt. Alle 87 Fälle sind der Delta-Variante zuzuordnen. In der vergangenen Woche (KW 35) wurden im kommunalen Testzentrum BGL in Bayerisch Gmain insgesamt 1.830 Personen abgestrichen.

Von den 138 Neuinfektionen der vergangen 7 Tage waren elf Personen vollständig geimpft. Bei diesen elf Personen traten in neun Fällen Symptome auf. Das Infektionsgeschehen im Landkreis ist laut Landratsamt auch weiterhin vor allem auf Urlaubsrückkehrer und die Verbreitung im privaten Umfeld zurückzuführen.

Update, 15.20 Uhr - Söder verteidigt gelockerte Quarantäne-Regeln an Bayerns Schulen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die in Bayern bereits geltenden Lockerungen bei den Quarantäne-Regeln an Schulen bei nachgewiesenen Corona-Infektionen verteidigt. „Es ist falsch, ganze Klassen 14 Tage in Quarantäne zu schicken, maximal fünf, maximal das Umfeld“, sagte der CSU-Chef am Montag in seiner Rede beim politischen Frühschoppen auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Bei bestimmten Maßnahmen könne die Quarantäne sogar ganz entfallen, etwa wenn es in der betroffenen Klasse Luftreiniger gebe und alle Schüler eine Woche lang täglich getestet würden.

Ich will keine Lockdown für Wirtschaft und Gesellschaft. Ich will aber auch keinen Lockdown in der Schule durch die Hintertür. Liebe Freunde, jetzt müssen wir uns Mühe geben“, sagte Söder. Bayern habe mit seiner neusten Corona-Verordnung „einen Standard gesetzt“.

Söder appellierte erneut an eine hohe Impfbereitschaft und verwies auf die Vorteile für Geimpfte - sowohl zum eigenen Gesundheitsschutz als auch für den Kampf gegen die Pandemie. So müssten etwa geimpfte Schüler nicht mehr getestet werden. „Wir wollen keine Impfzwang, ich sage das ausdrücklich. Keinen durch die Hintertür, durch die Vordertür oder durch die Drehtür. Völlig wurscht.“ Wer sich aber nicht impfen lassen wolle, der müsse auch die Entscheidung tragen.

Update, 14.37 Uhr - Malle lockert Corona-Regeln: Nächtliche Partys wieder erlaubt

Angesichts fallender Corona-Zahlen werden die Corona-Restriktionen auf der bei Deutschen beliebten Urlauberinsel Mallorca weiter gelockert. Ab Dienstag dürfen wieder Personen aus verschiedenen Haushalten zu nächtlichen Partys zusammenkommen, teilte die Regionalregierung der zu Spanien gehörenden Mittelmeerinsel am Montag mit. Seit Ende Juli waren solche Treffen zunächst zwischen 1 Uhr und 6 Uhr verboten, später ab 2 Uhr.

In Gaststätten dürfen im Innenbereich künftig zudem wieder bis zu acht Personen an einem Tisch bewirtet werden, im Außenbereich bis zu zwölf Personen, wie aus dem regionalen Amtsblatt hervorgeht. Auf Ibiza mit etwas höheren Corona-Zahlen, das wie Mallorca, Formentera und Menorca zu den Balearen gehört, bleibt das Party-Verbot vorerst in Kraft.

Die Sieben-Tage-Inzidenz auf den Balearen beträgt nach neuen Zahlen des spanischen Gesundheitsministeriums von Freitagabend bei fallender Tendenz 88 und liegt damit in etwa genauso hoch wie in Deutschland. Rund 17 Prozent der Betten auf Intensivstationen der Inseln sind mit Corona-Patienten belegt. Bei der Impfrate liegt Spanien vor Deutschland. Landesweit sind 71,5 Prozent vollständig geimpft und 77 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Für die Balearen liegen diese Werte bei 67 Prozent beziehungsweise 70 Prozent.

Update, 13.44 Uhr - Kinderärzte: Corona-Impfungen bei Kindern bis 11 kritisch zu sehen

Kinderärzte sehen Corona-Schutzimpfungen bei Kindern unter zwölf Jahren, für die es bisher keine Zulassung und keine Empfehlung durch die Ständige Impfkommission gibt, sehr kritisch. „Auf gar keinen Fall sind wir für eine Off-Label-Impfung“, sagte Jörg Dötsch, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendmedizin an der Uni-Klinik Köln. „Wir haben rund 17 Millionen nicht erstgeimpfte Erwachsene. Da ist das Problem“, ergänzte er bei einem Pressebriefing des Science Media Center (SMC) am Montag. „Die Erwachsenen haben die Pflicht, die Menschen, die sich nicht impfen lassen können und die letztlich gefährdet sind, mit zu schützen.“ Dötsch ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ).

Die Wahrscheinlichkeit, dass mit Sars-Cov-2 infizierte Kinder in Deutschland wegen einer Covid-19-Erkrankung in ein Krankenhaus kommen, ist nach Angaben des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig nach derzeitigem Stand sehr gering. Auch das Risiko, dass Kinder und Jugendliche sehr schwere Covid-19-Verläufe entwickeln, auf eine Intensivstation kommen oder sogar sterben, gilt als äußerst gering. Bisher sind nach den Daten des Robert Koch-Instituts 23 Todesfälle bei unter 20-Jährigen bekannt, von denen die große Mehrzahl schwere Vorerkrankungen hatte. Insgesamt sind in Deutschland bereits mehr als 92.000 Covid-19-Todesfälle registriert.

Update, 12.51 Uhr - So viele Menschen sind in Bayern inzwischen vollständig geimpft

Mehr als 61 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Montag hervor (Stand: 09.21 Uhr). Demnach wurden am Sonntag 56.078 verabreichte Impfdosen gemeldet. Etwa 54,7 Millionen Menschen (65,8 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, knapp 51 Millionen (61,3 Prozent) sind vollständig geimpft.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb am Montag auf Twitter, die Zahl der Erstimpfungen am Wochenende sei zu wenig. „Die Impfquote geht uns alle an.” Im September brauche es eine gemeinsame Kraftanstrengung, bekräftigte er. Seit Beginn der Corona-Impfungen haben in Bayern bis einschließlich 2. September 2021 schon 8.207.831 Menschen die Erstimpfung erhalten. Zudem erhielten 7.766.632 Menschen bereits die Zweitimpfung.

Update, 12.17 Uhr - Weil er keine Impfbescheinigung bekam: Attacke auf mobiles Impfteam in Gera

Bei einer Corona-Impfaktion im thüringischen Gera ist am Samstag ein mobiles Impfteam angegriffen worden. Dabei seien zwei Mitglieder des Teams verletzt worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Die Polizei bestätigte den Vorfall, der sich am Nachmittag in einem Einkaufszentrum ereignete. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) hatte der Mann eine Impfbescheinigung verlangt, wollte sich aber nicht impfen lassen. Als die Mitarbeiter ihm sagten, dass es ohne Impfung keine Bescheinigung gebe, sei der Mann „ausgetickt“. Er habe eine medizinische Fachangestellte und einen Helfer verletzt.

Die verletzten Mitarbeiter des Impfteams wurden in einem Krankenhaus behandelt, aber nach KV-Angaben bereits wieder entlassen. Der Angreifer habe sich bei der Impfaktion registrieren lassen, sodass seine Daten bekannt waren. Die Polizei stellte ihn nach Angaben eines Sprechers in einem Parkhaus, gegen ihn laufe eine Anzeige. Er sei auf freiem Fuß. Laut Polizei soll auch er im Einkaufszentrum leicht verletzt worden sein. Die Impfaktion wurde daraufhin abgebrochen, bis zum Vorfall waren 120 Menschen geimpft worden. Die Aktion soll wiederholt werden.

Update, 11.20 Uhr - Kreis Altötting meldet 236 aktive Coronafälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 19 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 5. September, 13.15 Uhr). Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf 6480 Personen.

Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 106,6. Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis 236 aktive Fälle - die meisten davon in Burghausen (64), Altötting (46), Neuötting (21) und Burgkirchen (21).

Update, 10.41 Uhr - Tierpark Hellabrunn ändert seine Corona-Regeln

Der Tierpark Hellabrunn ändert ab Montag (6. September) seine Corona-Regeln. Ab dann gilt generell die 3G-Regel und es müssen keine Online-Tickets mehr vorab gebucht werden. Auch alle Kassen und Tierhäuser öffnen wieder. Die wichtigsten FAQs zu den Corona-Regelungen im Tierpark sind hier zusammengestellt.

  • Es gilt die 3G-Regel: Zugang zum Zoo gibt es nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete für Covid-19. (Gilt nicht für Kinder unter 6 Jahren und regelmäßig getestete Schüler).
  • Tickets müssen noch bis zum 5. September ausschließlich vorab bei MünchenTicket gebucht werden.
  • Die Kassen öffnen, vorab gebuchte Tickets gelten weiterhin.
  • Eine Registrierung ist weiter notwendig (via App oder Formular).
  • Die Maskenpflicht (OP-Maske oder FFP2) besteht weiter in den Tierhäusern, an den Kassen und in sämtlichen Innenräumen.
  • Die Tierhäuser dürfen wieder öffnen (Dschungelwelt, Urwaldhaus, Nashornhaus, Aquarium, Welt der kleinen Affen).
  • Die allgemeinen Abstands- und Hygieneregelungen gelten auch in Hellabrunn.

Update, 9.32 Uhr - Umfrage: Mehrheit für strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte

Mögliche striktere Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte als für Geimpfte etwa beim Zugang zu Veranstaltungen in Innenräumen treffen laut einer Umfrage mehrheitlich auf Zustimmung. In der Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov befürworteten es 58 Prozent, wenn für Ungeimpfte strengere Regeln gelten würden - 28 Prozent halten dagegen gleiche Regeln wie für Geimpfte und Genesene für richtig. Weitere neun Prozent der Befragten gaben an, alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie abzulehnen.

Die Zustimmung hierzu steigt laut der Umfrage mit dem Alter. Demnach befürworten 71 Prozent der Befragten ab 60 Jahre strengere Regeln für Ungeimpfte - bei 18- bis 29-Jährigen sind es 36 Prozent. Dabei sind unter Älteren auch mehr Menschen bereits geimpft. Gleiche Regeln für Geimpfte, Genesene und Ungeimpfte treffen bei jüngeren Leuten bis 29 Jahre auf die höchste Zustimmung (49 Prozent). Unter Älteren ab 60 Jahren befürworten dies weniger als 20 Prozent.

Unterschiede gibt es laut der Umfrage auch regional: Strengere Regeln für Ungeimpfte unterstützen im Westen Deutschlands 60 Prozent der Befragten, im Osten 49 Prozent. Bei den Impfquoten liegen die meisten ostdeutschen Länder im Bundesvergleich hinten. Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge 2022 Menschen ab 18 Jahren zwischen dem 27. und 31. August befragt.

Update, 8.27 Uhr - Inzidenzen in der Region pendeln sich auf erhöhtem Niveau ein

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region und Bayerns Krankenhausampel (Stand 6. September).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region pendeln sich auf einem erhöhten Stand ein. Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 94,9 auf 106,6), Landkreis Mühldorf (von 79,8 auf 85,0), Kreis Berchtesgadener Land (von 117,6 auf 129,8), Landkreis Traunstein (von 85,1 auf 90,1), Stadt Rosenheim (von 218,6 auf 206,0) und Landkreis Rosenheim (von 144,4 auf 155,5). In der Region wurde laut RKI ein weiterer Todesfall gemeldet. Demnach ist eine Person im Landkreis Mühldorf verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

264 hospitalisierte Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen gibt es aktuell in Bayern, damit liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 2,01 (Quelle/Stand: LGL, 5. September, 8 Uhr). Die Krankenhausampel ist damit aktuell grün.

Update, 7.21 Uhr - Amtsärzte fordern einheitliche Quarantäneregeln an Schulen

Amtsärzte fordern bundesweit einheitliche Quarantäneregeln bei Corona-Infektionsfällen in Schulen. „Die Verunsicherung bei Eltern, Lehrerinnen und Lehrern durch die vielen unterschiedlichen Quarantäneregeln ist groß“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zum Teil gebe es nicht nur unterschiedliche Verfahren in den Ländern, sondern auch zwischen einzelnen Gesundheitsämtern. „Die Länder müssen sich jetzt dringend auf bundeseinheitliche Quarantäneregeln für Schulen einigen. Das schafft Sicherheit und erleichtert die Akzeptanz der Maßnahmen“, argumentierte Teichert.

Die Gesundheitsminister der Länder wollen am Montag darüber beraten, ob es eigene Quarantäneregeln für Kinder geben soll. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt darauf gedrungen, die Regeln zu vereinheitlichen. Die Ärztevertreterin Teichert sprach sich dafür aus, auch Schutzkonzepte ohne Quarantänepflicht zu erwägen. Es sei sinnvoll, die aktuell laufenden Pilotprojekte zu beobachten, bei denen Alternativen zur Quarantäne geprüft würden. „Sollte sich herausstellen, dass es effektiver ist, die schulischen Kontaktpersonen eines infizierten Schülers täglich zu testen statt sie in Quarantäne zu schicken, sollte ein solches Vorgehen zum bundesweiten Standard werden“, sagte Teichert.

RKI registriert 4749 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 84,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 84,3 - am Vortag hatte der Wert bei 83,1 gelegen, vor einer Woche bei 75,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4749 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 6.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4559 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden acht Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es zehn Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.010.390 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,83 an (Vortag 1,74). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, dieser Wert spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.775.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.354.

mh/mw/dpa

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