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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Union kritisiert Scholz für „Versuchskaninchen“ - Aktuelle Zahlen aus der Region

Olaf Scholz (Symbolbild)
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Olaf Scholz (Symbolbild)
  • Julia Volkenand
    VonJulia Volkenand
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  • Tim Niemeyer
    Tim Niemeyer
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag (4. September) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 255 (Quelle/Stand: LGL, 3. September, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 1,94 (Quelle/Stand: LGL, 3. September, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 177 (Quelle/Stand: DIVI, 3. September, 12.15 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 224,9, Landkreis Rosenheim 137,2, Landkreis Traunstein 76,6, Landkreis Berchtesgadener Land 109,1, Landkreis Mühldorf 77,3, Landkreis Altötting 98,5 (Quelle/Stand: RKI, 4 September, 4 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 4340, Landkreis Rosenheim 14.870, Traunstein 11.544, Berchtesgadener Land 6542, Mühldorf 7310, Altötting 6438 (Quelle/Stand: RKI, 3. September, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 69, Landkreis Rosenheim 465, Traunstein 218, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 155, Altötting 211 (Quelle/Stand: RKI, 3. September, 0 Uhr) 
  • Service: Fälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 19 Uhr - Region hinkt beim Impfen hinterher

Die Entwicklung in den Krankenhäusern ist jetzt entscheidendes Kriterium zur Bewertung der Corona-Lage in Deutschland. Wir haben dazu die Entwicklung in der Region analysiert und vor allem auch die Impffortschritte in den Landkreisen beleuchtet. Dabei fällt auf: Einige Landkreise hinken gerade beim Impffortschritt hinterher. Eine genaue Übersicht findet ihr hier.

Update, 16.24 Uhr - Union kritisiert Scholz für „Versuchskaninchen“

Unionspolitiker haben Olaf Scholz für einen Impfaufruf kritisiert, in dem der SPD-Kanzlerkandidat die bislang gegen Corona Geimpften als Versuchskaninchen bezeichnet hatte. „Menschen sind keine Versuchskaninchen in diesem Land“, sagte Unionskanzlerkandidat Armin Laschet am Samstag beim Landesparteitag der Brandenburger CDU in Potsdam. Er forderte seinen Konkurrenten auf, von derartigen Begriffen Abstand zu nehmen.

Scholz hatte zuvor mit diesen Worten für das Impfen gegen Covid-19 geworben: „50 Millionen sind jetzt zwei Mal geimpft. Wir waren ja alle die Versuchskaninchen für diejenigen, die bisher abgewartet haben. Deshalb sage ich als einer dieser 50 Millionen – es ist gut gegangen! Bitte macht mit“, sagte Scholz in einem Interview der NRW-Lokalradios.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb mit Blick auf die Aussage bei Twitter: „So eine Wortwahl ist eine Steilvorlage für die, die mit Halb- und Unwahrheiten Vertrauen untergraben wollen.“ Ähnlich hatte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak argumentiert.

Update, 14.31 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Landkreis Altötting

Am Freitag, 4. September, kamen zwölf neue PCR–bestätigte Fälle im Kreis Altötting hinzu (6438 insgesamt). Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz laut RKI liegt bei 98,5.

Update, 13.17 Uhr - Spahn ruft eindringlich zu mehr Corona-Impfungen auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit Blick auf Herbst und Winter erneut eindringlich zu mehr Corona-Impfungen aufgerufen. „Die Impfquote ist noch zu niedrig, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern“, sagte der CDU-Politiker der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Die Infektionszahlen bei Ungeimpften seien mehr als zehn Mal höher als bei Geimpften, 90 Prozent der Covid-Patienten auf Intensivstationen seien ungeimpft.

Den „harten Kern“ der Impfgegner-Szene könne man nicht überzeugen, machte Spahn deutlich. „Ihre Ablehnung hat schon fast religiös-fanatischen Charakter.“ Es gebe aber „Impfmuffel und Zweifler“, denen manchmal die Gelegenheit und manchmal ein Argument fehle. „Mit ihnen müssen wir im Gespräch bleiben.“ Der Minister betonte: „Wir müssen die Impfquote steigern, unbedingt.“ Eine Impfpflicht lehnte er aber erneut ab. „Das wäre ein Schritt zu viel. Denn dann würden wir nicht mehr über den Sinn des Impfens diskutieren. Dann gäbe es nur noch totale Konfrontation: Impfgegner gegen Impfbefürworter. Genau das möchte ich vermeiden.“

Spahn warb dafür, nicht immer nur über die Ungeimpften zu sprechen. „Wir müssen auch über die viel größere Zahl von Menschen sprechen, die die Mühen einer Impfung in Kauf genommen haben, um sich und andere zu schützen.“

Update, 12.23 Uhr - Corona-Leugner stürmen slowenisches Staatsfernsehen

Eine Gruppe von Corona-Leugnern und Impfgegnern ist am späten Freitagabend (3. September) in das Gebäude des slowenischen Staatsfernsehens RTVS eingedrungen. Sie verlangten, dass der Sender ihre Meinung zu Corona darstelle. Die Polizei beendete den Angriff umgehend und nahm 20 Eindringlinge im Nachrichtenstudio des Senders fest, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA am Samstag berichtet.

„Dies ist ein inakzeptabler Angriff auf die Medien, den Journalismus und die Demokratie“, sagte der Nachrichtenredakteur des Senders, Manica Janezic Ambrozic. Sloweniens Journalistenverband DNS erklärte, der Vorfall sei nur „die Spitze des Eisbergs“ in der „Hasskampagne“, die die Regierung von Premier Janez Jansa gegen die Medien führe.

Update, 11.26 Uhr - Positiver Fall in der Formel 1

Der frühere Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und verpasst daher den Großen Preis der Niederlande in Zandvoort an diesem Wochenende. Für ihn geht der Pole Robert Kubica an den Start, wie Räikkönens Team Alfa Romeo am Samstagmorgen mitteilte. Der 41 Jahre alte Räikkönen zeige keine Symptome und sei „in guter Stimmung“, hieß es. Der Finne habe sich in seinem Hotel in die Selbstisolation begeben. Weitere Teammitglieder seien nicht betroffen. Kubica ist seit der Vorsaison Ersatzpilot bei Alfa.

Update, 10.15 Uhr - Drosten zweifelt, dass ausreichende Impfquote erreicht werden kann

Der Berliner Charité-Virologe Christian Drosten bezweifelt, dass Deutschland allein durch Impfangebote eine akzeptable Impfquote in der Corona-Pandemie erreichen kann. Hauptgrund sei eine gewisse Gleichgültigkeit in der Bevölkerung, sagte Drosten in seinem Podcast „Das Coronavirus-Update“. Deutschland werde deshalb im Herbst „mit Sicherheit“ wieder Kontaktbegrenzungen brauchen. „Gelassen in den Herbst zu gehen, ist eine gewagte Vorstellung“, sagte der Wissenschaftler in dem am Freitag (3. September) veröffentlichten Podcast.

Auch mit Blick auf die Zahl von Corona-Patienten in Krankenhäusern zeigte sich Drosten wenig optimistisch. Er rechne damit, dass die Entwicklung sowohl Intensivstationen als auch die anderen Stationen und Notaufnahmen belasten werde. Für Ungeimpfte über 60 Jahre sei es ein „riesiges Risiko“, ungeimpft in diesen Herbst zu gehen.

Er gehe jedoch nicht davon aus, dass Deutschland über Ansprache der Bevölkerung mit der Impfquote noch viel weiter komme, so Drosten weiter. „Und darum glaube ich, dass die Politik eine schwere Aufgabe vor sich hat und konsequent auch Entscheidungen treffen muss - bald.“

Update, 9.05 Uhr - EU und Astrazeneca beenden Rechtsstreit

Die EU-Kommission und die Pharmafirma Astrazeneca haben ihren Rechtsstreit über gekürzte Liefermengen von Corona-Impfstoff beigelegt. Dies teilte die Kommission am Freitag (3. September) mit. Damit werde die Lieferung von 200 Millionen ausstehenden Dosen bis März 2022 garantiert.

„Obwohl wir diese Woche den wichtigen Meilenstein der vollständigen Impfung von 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung der EU erreicht haben, gibt es große Unterschiede zwischen den Impfquoten unserer Mitgliedstaaten, und die kontinuierliche Verfügbarkeit von Impfstoffen, inklusive von Astrazeneca, bleibt ausschlaggebend“, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

Astrazeneca-Vizepräsident Ruud Dobber teilte mit, er freue sich sehr, „dass wir ein gemeinsames Verständnis erzielen konnten, das es uns ermöglicht, gemeinsam mit der Europäischen Kommission voranzukommen und zur Überwindung der Pandemie beizutragen“.

Update, 8.15 Uhr - Inzidenzen weiter auf hohem Niveau

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region steigen weiter an bzw. pendeln sich auf einem erhöhten Stand ein. In der Stadt Rosenheim übersteigt sie bereits den 17. Tag in Folge die 100er-Marke und steht aktuell bei 224,9 (bundesweit Platz 3).

Die übrigen Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 98,5 auf 98,5), Landkreis Mühldorf (von 64,4 auf 77,3), Kreis Berchtesgadener Land (von 111,0 auf 109,1), Landkreis Traunstein (von 74,4 auf 76,6) und Landkreis Rosenheim (von 131,8 auf 137,2). Es gibt einen neuen Todesfall im Landkreis Altötting.

Die Corona-Zahlen in der Region im Überblick

255 hospitalisierte Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen gibt es aktuell in Bayern, damit liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 1,94 (Quelle/Stand: LGL, 4. September, 8 Uhr). Die Krankenhausampel ist damit aktuell grün.

RKI registriert 10 835 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 80,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen lag sie bei 80,7 - am Vortag hatte der Wert bei 80,2 gelegen, vor einer Woche bei 72,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10 835 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10 303 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 995 188 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt das RKI nun mit 1,83 an (Vortag 1,74). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, dieser Wert spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 763 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92 325.

nt/jv/dpa

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