OVB-Weihnachtsaktion

OVB-Leser spenden über eine halbe Million Euro

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Kräftiger Applaus für die Leserinnen und Leser der OVB-Heimatzeitungen: Auch Werner (28), der die Förderstätte in Raubling besucht, freut sich über das großartige Spendenergebnis. Rechts: Gruppenleiterin Anne Reus. Foto Simeth

Landkreis - Respekt! 538.000 Euro haben die Leserinnen und Leser für die OVB-Weihnachtsaktion "Menschen mit Behinderung mitten unter uns" gespendet.

Mit einem so überwältigenden Ergebnis hatte diesmal niemand gerechnet. Schließlich hatten die OVB-Leser nur wenige Monate zuvor schon mit über 1,7 Millionen Euro den Flutopfern in der Region unter die Arme gegriffen.

Menschen mit Behinderung sind von Ausgrenzung und Einsamkeit besonders betroffen. Deshalb reicht es nicht, über eine bessere Inklusion und Integration in Talk-Runden zu diskutieren. Den Worten müssen Taten folgen - so wie in der Region. Deshalb widmeten die OVB-Heimatzeitungen ihre Weihnachtsaktion 2013/14 zwei ehrgeizigen Projekten, deren Ziel es ist, Menschen mit Behinderung mitten in die Gesellschaft zu holen und sie dabei optimal zu fördern.

Sechs Wochen lang wurden Geschichten von Menschen und Familien erzählt, die mit einem schweren Schicksal zu kämpfen haben und gleichzeitig beispielhaft für eine täglich gelebte und vorbildlich verwirklichte Inklusion stehen.

In der Gemeinde Oberaudorf dreht sich dabei alles um Kinder. Dort bilden 40 Buben und Mädchen zwei jahrgangsgemischte Klassen in der Privaten Grundschule Oberaudorf-Inntal, die erst im September 2013 gegründet worden ist. Das Besondere dabei: Kinder mit und ohne Förderbedarf, mit und ohne Behinderung lernen, essen und spielen dort gemeinsam. Keine Art der Behinderung wird kategorisch ausgeschlossen. Als staatlich genehmigte Ersatzschule erhält das deutschlandweit einzigartige Schulprojekt zwar Unterstützung vom Freistaat - die volle Förderung gibt es aber erst im dritten Schuljahr.

"Man kann gar nicht in Worte fassen, wie dankbar wir den Leserinnen und Lesern der OVB-Heimatzeitungen sind. Jetzt haben wir die Gewissheit, dass wir die schwierigen ersten zwei Jahre meistern können", ist Bettina Brühl, Geschäftsführerin des Schulträgers, der "Petö und Inklusion gemeinnützige GmbH" erleichtert. Sie weist auch auf den großen Info-Tag am Samstag, 8. Februar, 14 Uhr, an der Schule in Niederaudorf hin. Für Kinder mit Behinderung gibt es schon jetzt - wenige Monate nach dem Start - Wartelisten.

Kinder werden rasch groß. Deshalb sind auch Projekte wie die Förderstätte der Caritas-Wendelstein-Werkstätten in Raubling, die ausschließlich auf Erwachsene zugeschnitten sind, von unschätzbarem Wert. Die erst vor zehn Jahren gegründete Einrichtung eröffnet Menschen mit schwersten körperlichen und geistigen Behinderungen die Chance, einen zweiten Lebensraum zu erfahren. In der Förderstätte treffen sie auf warmherzige und gut ausgebildete Betreuer, sie knüpfen Freundschaften und erleben einen bunten Alltag. Das tut der Seele und dem Körper gut.

Weil die Förderstätte viel zu klein ist und die Nachfrage groß, wird derzeit ausgebaut. Die Zahl der Plätze erhöht sich dadurch von 36 auf 60. In dieses Projekt im Raublinger Ortsteil Obermühl fließt der andere Teil der Spenden. Auch ist die Begeisterung groß - nicht nur über die Spendensumme: "Wir sind überrascht, wie viel Aufmerksamkeit und Zuwendung schwerbehinderten Menschen entgegengebracht wurde. Für uns ist das überwältigend und ein Grund zu großer Freude", sagt Förderstättenleiterin Anita Grimm. Den Menschen mit Behinderung bedeute das sehr viel - ebenso den Angehörigen und Familien, die von einem gewichtigen Teil ihrer Sorgen entlastet wurden. Grimm: "Die großzügigen Spenden schaffen Raum für Förderung, Entlastung, Entwicklung und Gemeinschaft. Vielen Dank!"

Döser: Dank an Spenderinnen und Spender

Die Summe von 538.000 Euro zählt zu den besten Ergebnissen in der knapp 25-jährigen Geschichte der Weihnachtsaktion der OVB-Heimatzeitungen. Mit einer derart großen Resonanz hatte auch OVB-Geschäftsführer Oliver Döser nicht gerechnet. Sein Dank gilt im Namen der OVB-Medienhaus-Stiftung und der Begünstigten allen Spenderinnen und Spendern. "Das Ergebnis zeige einmal mehr die enge Verbundenheit der OVB-Leser mit ihrer Heimatzeitung", so Döser.

Quelle: rosenheim24.de

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