Lenkt "Bussi-Schorschi" ein?

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"Bussi-Schorschi" Georg Weiß vor seiner Edelweiß-Alm. Das Landratsamt fordert jetzt einen korrigierten Tekturplan.

Schechen/Stephanskirchen - Georg Weiß alias "Bussi-Schorschi" steht nicht nur Bauschutt-Ärger ins Haus. Jetzt beschäftigte sich das Landratsamt mit seiner "Edelweiß-Alm":

Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes Rosenheim, bestätigte gestern auf Anfrage, dass es zum Streit um die Nutzung der Lagerhalle in Schechen eine aktuelle Besprechung in seiner Behörde gegeben habe. Als Ergebnis sei festgelegt worden, dass Weiß innerhalb eines Monats einen korrigierten Tekturplan vorlegen müsse. Für das Gebäude in Wurzach, das Weiß auch im Internet intensiv als „Edelweiß- Alm“ mit Eventcharakter beworben hatte, müsse er außerdem ein Betriebskonzept vorlegen. Weiß habe zugesagt, die Internetseiten, auf denen er das Gebäude auch als zu mietende Räumlichkeit für Feiern und Partys präsentiert, zu löschen. Dies sei bisher noch nicht erfolgt. Das Landratsamt lege aber Wert auf die Feststellung, dass unabhängig von der Besprechung in der Behörde und der daraus resultierenden neuen Entwicklungen „das Bußgeldverfahren wegen planabweichendem Bauen weiterläuft“, so Fischer.

Fotos von der Edelweiß-Alm:

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Schechens Bürgermeister Hans Holzmeier teilt auf Anfrage mit, „dass die Gemeinde derzeit keine Stellungnahme abgeben kann, weil wir beim Gespräch im Landratsamt nicht dabei waren. Im Moment ist das Landratsamt als Baugenehmigungsbehörde am Zug.“

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Im Stephanskirchener Fall, bei dem es um Bauschuttablagerungen durch die Firma Weiß auf einem Privatwaldweg von Leopold Lukas im Naturschutzgebiet „Südufer des Simssees“ geht, ist die Frage, ob die gewünschte außergerichtliche Einigung möglich ist, noch offen. Um vor dem am 22. Mai beim Landgericht Traunstein anberaumten Zivilverfahren eine Beseitigung des Bauschuttes zu erreichen, hatte, wie berichtet, ein Gespräch im Rathaus Stephanskirchen mit den Behörden stattgefunden. Bürgermeister Rainer Auer habe ihm als Ergebnis des „sogenannten runden Tisches“ ohne seinen Mandanten telefonisch mitgeteilt, „dass der Eigentümer Lukas unter bestimmen Voraussetzungen bereit sei, eine Beseitigung des Bauschuttes durch die Firma Weiß oder einen Subunternehmer zuzulassen“, teilt Asmus mit. Trotz entsprechender Nachfrage sei bisher noch keine Reaktion des Waldbesitzers bei ihm eingegangen, bedauert der Anwalt von Weiß. „Der Eigentümer Lukas schweigt“, bemängelt Asmus.

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Lukas Anwalt Dr. Werner Schropp verweist jedoch darauf, dass das Betretungsverbot an Weiß für den Waldweg bisher noch nicht aufgehoben werden konnte, weil nicht alle Punkte einer einvernehmlichen Lösung erfüllt worden seien. Unter anderem sei noch ein Sachverständiger zu benennen, der die Arbeiten zur Rekultivierung des Weges beaufsichtige und sicherstelle, dass diese ordnungsgemäß durchgeführt würden, falls Weiß diese Aufgabe selbst übernehme oder an einen anderen übertrage. Lukas fordere zudem, dass Weiß den gesamten nachgewiesenen Schaden rund um die nicht von ihm erlaubte Verfüllung des Waldweges wieder gutmache.

Stephanskirchens Bürgermeister Auer hofft nun „auf eine baldige Lösung im Sinne der Natur“. Die beiden Parteien sollten demnach baldmöglichst die Bedingungen für eine außergerichtliche Einigung aushandeln.

duc/Oberbayerisches Volksblatt

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Quelle: rosenheim24.de

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