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Große Trauer

Modeschöpferin Laura Biagiotti gestorben

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Gerald H. hinterließ diesen Abschiedsbrief

Der Rosenmord von Ramersdorf

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München - Tödliches Drama in Ramersdorf: Nach dem Mord an seiner Freundin wollte sich ein 44-Jähriger auf der A92 selbst das Leben nehmen und raste in die Leitplanke:

Der Geschäftsmann gestand letztlich noch am Unfallort die Bluttat, die am Sonntagabend, 7. Oktober, in der Bad Schachener-Straße im Münchner Stadtteil Ramersdorf ihren Ursprung hatte.

Draußen am Wohnungsfenster der Toten klebten sieben Rosen, die ihre Köpfe hängen ließen – und ein Brief: „Laß nicht Stolz, Hass, Neid und Eifersucht in dir die Oberhand gewinnen. Denke als liebende Mutter, deren Kind doch auch den Vater braucht.“ Dieses verstörende Szenario hinterließ Gerald H., nachdem er seine 31-jährige Ex-Freundin, die Bolivianerin Lisseth E., erstochen hatte. Als die Polizei am Tatort in Ramersdorf eintraf, war Gerald H. bereits geflüchtet.

Am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr hatte eine Zeugin im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses an der Bad-Schachener-Straße 16 eine Blutspur entdeckt, die vor einer Wohnungstür endete. Die Zeugin klopfte und klingelte, doch niemand öffnete ihr. Sie hörte aber ein Kind in der Wohnung schreien und verständigte die Polizei.

Bilder: Leiche im Münchner Osten gefunden

Die Beamten konnten durch ein Fenster der Erdgeschosswohnung den leblosen Körper einer Frau auf dem Boden erkennen. Sie traten die Tür ein, aber für Lisseth E. kam ihre Hilfe zu spät. Auch der Notarzt konnte nur noch den Tod der jungen Mutter feststellen. In einem anderen Zimmer fanden die Polizeibeamten die kleine Tochter des Opfers, das Mädchen ist erst wenige Monate alt. Das Kind war unversehrt. Es wurde vorläufig in einem Münchner Heim untergebracht.

Die Polizei kam schnell auf Gerald H. als dringend Tatverdächtigen. Ein Augenzeuge hatte ihn zur Tatzeit – gegen 19.30 Uhr – in der Nähe der Wohnung beobachtet und offenbar auch erkannt. Die Polizei schrieb den 44-Jährigen sofort zur Fahndung aus.

Gegen 23 Uhr erreichte die Mordkommission dann eine Nachricht von der Freisinger Autobahnpolizei: Gerald H. war auf der Deggendorfer Autobahn (A 92) absichtlich rechts in die Leitplanke gerast. Er habe sich umbringen wollen, sagte er den Polizisten, die den Unfall aufnahmen. Denn er habe seine Ex-Freundin in München getötet. Die Polizei nahm Gerald H. fest, er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Er hatte Verletzungen an den Händen; ob sie von der Tat stammen, ist noch nicht geklärt.

Wie ein Polizeisprecher sagte, wurde Lisseth E. mit einem oder womöglich auch mehreren Haushaltsmessern getötet. Der Täter hatte mehrfach auf den Oberkörper seiner ehemaligen Geliebten eingestochen.

Wenngleich die Hintergründe der Bluttat noch nicht vollständig geklärt sind, sieht die Staatsanwaltschaft Hinweise auf eine „verschmähte Liebe“. Lisseth E., eine Verkäuferin, hatte offenbar früher schon mit Gerald H. in dem Haus an der Bad-Schachener-Straße 16 zusammengelebt. Wie die tz berichtet, ist der Geschäftsmann aus Steinach (Landkreis Straubing-Bogen) verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 10 und 13 Jahren. Mit seiner Frau lebt er aber offenbar schon länger nicht mehr zusammen. Zurzeit betreibt er in Bayern einige Schuhgeschäfte.

Gerald H. und Lisseth E. waren mehrere Jahre ein Paar. Wann genau sich die beiden getrennt haben, weiß man bisher nicht. Auch das Verhältnis des Täters zum Kind ist noch nicht definitiv geklärt. Vermutlich ist Gerald H. der leibliche Vater, offiziell hat seine Ex-Freundin aber einen anderen Mann als Vater angegeben. Auch Lisseth E. ist verheiratet. Ob ihr Ehemann derjenige ist, den sie als Vater ihrer kleinen Tochter benannt hat, wollte die Polizei nicht bestätigen.

Fraglich ist auch, wie Lisseth E. und Gerald H. aktuell zueinander standen. An ihrer Wohnungstür wurden jedefalls keine Einbruchspuren gefunden, Gerald H. soll einen Schlüssel gehabt haben.

Momentan liegt der 44-Jährige auf unbestimmte Zeit unter polizeilicher Bewachung im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft München I wird einen Haftbefehl wegen Mordes beantragen.

Quelle: Merkur online

Quelle: rosenheim24.de

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