Lawinengefahr! Was Sie beachten müssen

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Bayern - Am kommende Wochenende werden wieder viele Wintersportler auf den heimischen Bergen unterwegs sein. Hier lesen Sie, worauf wegen der erhöhten Lawinengefahr zu achten ist.

Nach den zahlreichen Lawinenabgängen der letzten Wochen, bei denen leider auch einige Menschen ums Leben kamen, rufen die Bergwachten und Alpenvereine nun wieder verstärkt Lawinenwarnungen aus. 

Nun steht das Faschingswochenende vor der Tür. Nach der schneereichen letzten Zeit wird der Ansturm auf die Pisten wohl enorm sein.

Welche Warnstufe für Ihr Skigebiet ausgerufen wurde erfahren Sie auf www.lawinenwarndienst-bayern.de

Hier informiert der Deutsche Alpenverein (DAV) über die Lawinensituation am Faschingswochenende

Hier einige Regeln, an die Sie sich halten sollten:

  • Hänge, an denen sich bei Neuschnee das Powdern anbietet, sind besonders gefährdet und sollten möglichst nicht befahren werden.
  • Schattenhänge sind gefährlicher als Sonnenhänge. In Schattenhängen befestigt sich der Schnee im Gegensatz zu Sonnenhängen nur sehr langsam. Schattenhänge weisen oft eine sehr instabile Schneedecke auf, hier sterben 70 Prozent aller Lawinenopfer. Fahren Sie also am Besten auf Pisten, die der Sonne zugewandt sind.
  • Meiden Sie extrem steile Hänge. Erst bei einer Neigung von über 30 Grad können sich Lawinen überhaupt lösen.
  • Eine intakte Ausrüstung ist natürlich Pflicht. Achten Sie vor allem darauf, dass Ski- und Snowboardbindungen korrekt eingestellt sind. Im Ernstfall können zu fest eingestellte Bindungen nicht "aufmachen" und dazu führen, dass die Ski/das Snowboard wie ein Anker wirken und der Fahrer tief unter der Lawine begraben wird.
  • Ein Gelände, das unter Lawinenverdacht steht, sollten Sie möglichst ganz meiden.
  • Abseits markierter Strecken sollten Sie nie alleine fahren, sondern mindestens zu dritt. Sollte sich ein Fahrer verletzen, kann der zweite bei ihm bleiben, während der dritte Hilfe holt.
  • Vermeiden Sie an einem Lawinenhang lange Querungen und halten Sie Abstand innerhalb der Gruppe, um eine Überlastung der Schneedecke zu verhindern.
  • Vor dem Skiausflug sollten Sie bereits Lawinenberichte verfolgen. Im Internet gibt es zahlreiche Seiten, in jedem Skigebiet gibt es zudem Service-Nummern mit Schnee-Infos und Lawinenwarndiensten.
  • Bei Anstiegen orientieren Sie sich an sicheren Geländepunkten wie Felsen oder Baumgruppen und steigen in Fall-Linie auf. In freiem Gelände kann ein Funkgerät lebensrettend sein.
  • Und wenn es Sie doch erwischen sollte: Ausrüstung wegwerfen und Schwimmbewegungen mit dem Lawinenstrom machen. So können Sie sich an der Oberfläche halten und an den Lawinenrand gelangen.
  • Kurz bevor die Lawine still steht, gehen Sie in die Kauerstellung. Die Unterarme halten Sie von sich gestreckt, um Atemraum zu schaffen. Wenn Sie Stimmen hören, rufen Sie laut. Seien Sie sparsam mit Selbstbefreiungsversuchen, sie kosten Kraft.

Video: Snowboarder lösen Lawine aus

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Quelle: rosenheim24.de

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