Ihre Kälber wurden vom Strom erschlagen

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Übersee - Zwei Jahre lang prozessierte Landwirtin Andrea K. aus Übersee mit ihrem Nachbarn, weil sieben ihrer Kälbchen vom Strom erschlagen wurden. Das war geschehen:

Die Bilder, die Landwirtin Andrea K. von ihren Kälbern gleich nach dem Unfall gemacht hat, sind grausam: Mit aufgeblähten Bäuchen und aufgerissenen Augen liegen die Tiere tot am Boden. Sie wurden vom Starkstrom, der durch ihre Tränken floss, erschlagen. Doch wie kam es zu dem tragischen Unglück?

Während den Bauarbeiten am Nachbar-Grundstück 2011 wurde eine Stromleitung über das Haus der Bäuerin gelegt. "Weil der Baustromkasten defekt war, ist der Kriechstrom (anmerk. d. Red.: Kriechstrom ist ein Leckstrom, der an der Oberfläche eines Isolierstoffes entlang fließt) auf das Dach und hat die Freispannungsleitung abgerissen. Die Leitung ist dann auf die Dachrinne gefallen." Von dort bahnte sich der Strom über die Wasserleitungen seinen Weg in das Haus, den Stall und die Tränken der Kälber. "Als die Tiere Wasser trinken wollten, sind sie vom Strom erschlagen worden."

Auch für die Landwirtin und ihre Familie hätte es ein schreckliches Ende nehmen können. "Hätten wir fließendes Wasser bei uns im Haus angefasst, hätte es uns auch erwischt", so Andrea K.. Nachdem sie den Vorfall bei der Polizei gemeldet hatte, wurde die Familie umgehend von der Feuerwehr evakuiert. "Erst nachdem der Stromversorger die Zufuhr gekappt hatte, konnten wir wieder zurück ins Haus."

Für die Landwirtin ging es da aber erst los mit dem Ärger. Zwei Jahre lang musste sie mit ihrem Nachbarn wegen des Vorfalls prozessieren, bis sie nun am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht München endlich Recht bekam. Sie erhielt einen Schadensersatz in Höhe von 7000 Euro.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © ps

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