Landrat erneut in der Kritik

Party-Affäre: Der Landrat sieht kein Problem

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Miesbach - Landrat Jakob Kreidl muss sich, nach dem Verlust seines Doktortitels, erneut rechtfertigen. Diesmal geht es um eine Geburtstagsfeier auf Bankkosten. Sein Statement:

UPDATE 16:50 Uhr

Im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk hat der Miesbacher Landrat Jakob Kreidl (CSU) die Zahlen bestätigt, über die zuvor die Süddeutsche berichtete. Demnach hat die Kreissparkasse Miesbach für seine 60. Geburtstagsparty 40.000 Euro beigesteuert. Der Landkreis bezahlte für die Feier im Jahr 2012 weitere 21.000 Euro. Der Landrat selbst steuerte "lediglich" 7.600 Euro bei.

Zur Verteidigung sagte Kreidl dem BR, dass bei rund 350 geladenen Gästen nun mal "gewisse Kosten" entstehen würden. "Ich möchte klarstellen, dass es durchaus üblich ist, dass Sparkassen bei derartigen Anlässen die Gelegenheit auch nutzen, um Kunden einzuladen, um wichtige gesellschaftliche Gruppierungen zu bedienen. Das ist einfach so, weil die Sparkassen ja auch den Kommunen gehören.", rechtfertigte sich der Politiker gegenüber dem BR weiter.

Kreidl geht dann gleich in die Gegenoffensive: Der politische Gegner habe die Zahlen von seiner Feier aus dem Jahr 2012 erneut ins Spiel gebracht, um ihn vor der Wahl zu schaden. Laut der Süddeutschen wächst aber auch in seiner eigenen Partei die Kritik an ihm.

Doktortitel schon verloren

Schon vor wenigen Monaten geriet der Landrat, der auch Präsident des Landkreistags ist, in die Schlagzeilen, als er seinen Doktortitel ablegte. Hier kam er aber nur der Münchner Bundeswehr-Universität zuvor, die nachträglich Plagiate feststellte und den Titel aberkannte

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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