SPD-Europaabgeordnete kritisiert Aussagen des Projektleiters

Maria Noichl zum Brenner-Nordzulauf: "Aussagen der DB haarsträubend"

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über seine Aussagen zeigte sich Noichl sehr irritiert: DB-Projektleiter Torsten Gruber

Landkreis - Die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl zeigt sich sichtlich irritiert über den Pressebericht vom 21. März im OVB zu den Aussagen des DB-Projektleiters Torsten Gruber zum Brenner-Nordzulauf. Außerdem kritisierte sie den ehemaligen Bundesverkehrsministers Alexander Dobrinth.

„Wenn Herr Gruber sagt, d ie Bahn habe den Auftrag von der Politik eine Trasse für den Nordzulauf zu finden und es gehe nicht darum, ob eine solche Neubaustrecke Sinn mache oder aufgrund von steigenden Zugverkehrszahlen, die prognostiziert werden, notwendig sei, ist klar ersichtlich, dass der initiierte Bürgerdialog seitens des damaligen CSU Bundesverkehrsministers Dobrinth eine reine Augenwischerei ist und war!“.

„Wen meint denn Herr Gruber mit ‚Auftrag von der Politik‘? Meinen Auftrag hat er jedenfalls nicht. Wie ich bereits in meinen letzten gemeinsamen Pressemitteilungen mit Abuzar Erdogan, SPD-Stadtrat in Rosenheim, gefordert hatte, muss gelten: Erst die vom Bundesverkehrsministerium zugesagten Bedarfszahlen auf den Tisch, und dann entscheiden, ob ein Trassenneubau nötig ist oder die Bestandsstrecke ausreicht. Ebenso sind die flankierenden Maßnahmen für den Umstieg von der Straße auf die Schiene unumgänglich. Alles andere bedeutet nur, dass Steuern ohne Sinn und Not verschwendet werden. Orte wie Neubeuern, die sich dem Druck der DB nicht beugen wollen, zu drohen, ist ein weiteres negatives Beispiel im Umgang mit den Bürgern. Gemeinden und Bürgermeister gegeneinander auszuspielen ebenso. Ich glaube auch nicht, dass sich bis dato jemand von der Bahn oder auch der CSU mit den Aussagen des österreichischen Vertreters im Europäischen Rechnungshof, Oscar Herics, beschäftigt hat. Dieser schlägt in einem Artikel in trend.at vom 2. März Alarm. Es ist zwei vor zwölf - wenn der neue CSU-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ähnlich arbeitet wie seine Vorgänger, sehe ich wahrlich nur noch schwarz für unsere Region“, so Noichl scharf.

Pressemeldung Maria Noichl, Mitglied des Europäischen Parlaments

Quelle: rosenheim24.de

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