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Es gäbe eine Alternative

Ärgernis Hundekot: Warum uneinsichtige Halter Verbrauchern schaden

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Da sollte das Gassi-Sackerl mit den Hinterlassenschaften des Vierbeiners entsorgt werden. (Archiv)
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Landkreise – Hundekot gehört in das Gassi-Sackerl und das nicht nur wegen der Optik in den Städten und Gemeinden der Region. Auch auf den Wiesen der heimischen Landwirtschaft hat Hundekot nichts zu suchen und das hat – auch wenn uneinsichtige Hundehalter etwas anderes behaupten – seinen Grund. innsalzach24.de berichtet von einem bayernweiten Problem.

Hundekot ist genauso wie ein Kuhfladen, Gülle oder Mist“, sagen die uneinsichtigen Hundehalter. „Falsch“, erklären Vertreter von Bauerverband Altötting/Mühldorf und Veterinäramt auf Nachfrage von innsalzach24.de. So schreibt Veit Hartsperger von der Geschäftsstelle Altötting/Mühldorf des Bayerischen Bauernverbands in Töging: „Im Hundekot können Erreger vorhanden sein, die zu Erkrankungen bei Mensch und Tier führen können, wie z. B. Salmonellen, Parasiten (Neospora caninum) und Hundebandwurm (Echinococcus granulosus).“

Raus aus der Stadt und den Hund von der Leine lassen

Sie stehen immer öfter auf einschlägigen Gassi-Routen: Die Sackerl-Spender. (Archiv)

Es könnte so schön sein: Raus aus der Stadt und den Hund von der Leine lassen können. Das ist gut für Mensch und für seinen besten Freund. Vorbildliche Hundehalter haben Gassi-Sackerl dabei und entfernen die Hinterlassenschaften des geliebten Vierbeiners. Andere tun das nicht, lassen die extra aufgestellten Gassi-Sackerl-Spender links liegen. Das Tier genießt den Auslauf, der Mensch die frische Luft. Nur die Hinterlassenschaften bleiben zurück. Die können gefährlich werden, liegen sie auf einer Wiese eines landwirtschaftlichen Betriebes. Dann gelangt der Hundekot ins Futter von Rindern und Milchvieh.

Bis zur Totgeburt: Die möglichen Folgen von Hundekot im Futter

Ein positiver Salmonellenbefund (durch Hundekot) in einer Milchviehherde wird große finanzielle Konsequenzen durch Milchliefersperre, Ausmerzungen oder Totgeburten nach sich ziehen“, erklärt Veit Hartsperger über die möglichen Auswirkungen von Hundekot im Futter von Rindern und Milchvieh. „Hundekot macht das Futter empfindlicher für Verderb und beeinträchtigt so die Qualität, Schmackhaftigkeit und Lagerfähigkeit des Rinderfutters. Folge schlechter Futterqualität können somit

  • Verdauungsstörungen,
  • fütterungsbedingte Totgeburten
  • und Euterentzündungsprobleme sein.

Dies führt zu Leistungseinbußen bei der Milch, Tierarztkosten und erhöhten Ausmerzraten.

Die Tierhaltung und das Futter sind wichtig

Zu "gut" und "günstig" habe der Verbraucher mittlerweile längst weitere Qualitätskriterien für seine Lebensmittel. Diese sind

  • die Haltung
  • und das Futter.

Das erklärt Dr. Michael Beck vom Veterinäramt Altötting. Direkt dem Hundekot zuzuordnen seinen die Erkrankungen von Rindern und Milchvieh nicht. Man gehe aber in den meisten Fällen davon aus, dass Hundekot im Futter der Grund dafür ist.

Dr. Michael Beck klärt im Gespräch mit innsalzach24.de auch auf, was uneinsichtige Hundhalter offenbar gerne als Argument benutzen: Demnach sollen Kühe ihre eigenen Fladen fressen. „Gerade das Gegenteil ist der Fall“, sagt Beck. Kühe seien sehr saubere Tiere und würden einen Bogen um Ihre Hinterlassenschaften auf der Wiese machen.

Kein aktuelles Problem

Der Bayerische Bauernverband ruft nicht zum ersten Mal alle Hundehalter dazu auf, die Hinterlassenschaften der Vierbeiner aus den Feldern der Landwirtschaft wieder zu entfernen. Ab Herbst, wenn die Felder brach liegen, gebe es kein Problem. Der Aufruf betrifft die Zeiten der Bewirtschaftung der Felder.

Letztlich ist es doch so, dass niemand in seinem eigenen Gemüsegarten Hundekot über dem Salat finden will

Quelle: innsalzach24.de

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