Das haben Sie so noch nicht gehört

"Her Tree": Wie eine Rosenheimerin Naturklänge mit Elektrosound verbindet

Landkreise: "Her Tree" - Wie eine Rosenheimerin Naturklänge mit Elektrosound verbindet.
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"Her Tree": Wie eine Rosenheimerin Naturklänge mit Elektrosound verbindet

Landkreise – Das haben Sie so noch nicht gehört. Seit wenigen Tagen liegt das Erstlingswerk von „Her Tree“ vor, einem Indie-Trio, das zirpende Heuschrecken mit urbanem Elektrosound verbindet. Dahinter steckt eine gebürtige Rosenheimerin.

Gut Ding will Weile haben“, sagt man. Die gebürtige Rosenheimerin Alexandra sieht das ähnlich. „Manchmal brauchen die Dinge, die man so macht, einfach Zeit.“ So ist das auch mit „Her Tree“, einem Indie-Trio, das zirpende Heuschrecken mit urbanem Elektrosound verbindet. Zwei Jahre ist es her, dass ihr die Idee dazu kam, berichtet Alexandra. Seit einem Jahr bastelt sie intensiv daran und seit wenigen Tagen liegt das Erstlingswerk vor: „Who Told You“.

„Who told you"

Who told you not to go outside?“ Alexandra hat es gemacht und ist rausgegangen. Was man hier hört ist nichts als Natur und Gesang. Instrumente wie etwa ein Schlagzeug oder ein Klavier braucht Alexandra nicht. Sie macht sie selbst – mit Naturaufnahmen. Wo man die bekommt? Richtig, in eben selbiger.

Ich gehe sehr gerne in den Wald“, erzählt Alexandra. 14 an der Zahl seien es wohl, also Wälder. In Süddeutschland, Österreich, Slowenien, Polen, Thailand und Spanien war sie schon unterwegs. Ein knackender Ast, ein klopfender Specht, ein glucksender Waldbach – Irgendwann kam sie auf die Idee, diese Geräusche aufzunehmen und damit musikalisch zu experimentieren.

Substanz

Ihre akustischen Fundstücke aus der Natur arbeitet Alexandra elektronisch auf und heraus kommt ein sehr besonderer urbaner Elektrosound, dem die ausgebildete Sängerin dann ihre Stimme gibt. Mittlerweile habe sie genaue Vorstellungen davon, was sie braucht, wie Natur in ihren Songs klingen muss. War es anfangs noch „Einfach nur so mal ausprobieren“, ist mittlerweile ein künstlerischer Anspruch daraus geworden. „Egal, was ich mache: Es muss Substanz haben“, erklärt Alexandra.

„Man muss es ausprobieren“

Künstlerisch tätig zu sein, darf wohl aus Spagat zwischen Disziplin und Muse betrachtet werden. Alexandra sieht das genauso, aber „man muss Ideen ausprobieren“. Mit offiziellem Start des Projektes – wie die gebürtige Rosenheimerin „Her Tree“ nennt – „habe ich noch nie so viel positives Feedback bekommen.

Dabei nimmt sich die Electro-Artist und Sängerin selbst komplett zurück. Nicht ihre Person sei wichtig sondern das Projekt, der einzigartige Sound. Es gebe Pläne für Live-Auftritte. Dort könne man sie dann auch sehen. Genaueres wolle sie derzeit aber noch nicht verraten. „Gut Ding will (eben) Weile haben.

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