Feuerwehrler aus den Landkreisen AÖ und Mü sind dabei

Schneechaos in BGL: Hier wird jede helfende Hand gebraucht

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Landkreise Altötting und Mühldorf – Beim Schneechaos im Landkreis Berchtesgadener Land helfen alle verfügbaren Kräfte mit. Aus dem Gebiet von innsalzach24.de waren am Wochenende in der Spitze weit über 200 von den Freiwilligen Feuerwehren aus den beiden Landkreisen dabei. Diese Hilfe wird wohl auch noch weiter gebraucht.

Am frühen Freitagmorgen hatten sich rund 80 Feuerwehrler in 10 Feuerwehrfahrzeuge aus dem Landkreis Altötting auf den Weg in das Einsatzgebiet im Landkreis Berchtesgadener Land gemacht. Ihr Auftrag: Dächer von den unfassbaren Schneemassen befreien. Die Sorge vor Ort: Die Dächer könnten aufgrund der enormen Schneelast einbrechen.

Hier wird jede helfende Hand gebraucht

Die dafür ausgebildeten Feuerwehrler sind natürlich die besten „helfenden Hände“ dabei, denn die eigene Sicherheit geht vor und das haben die in der Spitze rund 200 Helfern der Freiwilligen Feuerwehren aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf am Wochenende natürlich längst gelernt (Absturzsicherung). Was sie erwartete sei unvorstellbar gewesen, berichtet der Mühldorfer Kreisbrandrat Harald Lechertshuber auf Nachfrage von innsalzach24.de:

Sei es in den unteren Regionen im Krisengebiet „nur“ circa einen halben Meter Schnee auf den Dächern, für deren Räumung sie gekommen waren, so würden Häuser in höheren Lagen kaum mehr zu erkennen sein, so Lechertshuber. „Zwischen zweieinhalb bis drei Meter hoch liegt da der Schnee auf den Dächern“. So etwas habe er noch nie gesehen. "Manchmal schaut nur der Kamin heraus, wenn man dran vorbeifährt."

Absturzsicherung weil die eigene Sicherheit geht vor

Auch die Einsatzkräfte aus dem Landkreis Altötting standen vor Schneebergen, unten wie oben auf den Dächern. Wichtig sei die Ausbildung in punkto Absturzsicherung, so der Kreisbrandrat Werner Huber als Altötting, „und dass die Einsatzfahrzeuge Schneeketten haben“. Es sei eine körperlich sehr anstrengende Arbeit, Meter hohen, teilweise papp nassen Schnee, von den Dächern zu schaufeln.

Nach einer halben Stunde gebe es für die Aktiven auf den Dächern eine Zwangspause. Nass bis auf die Haut sollen sie sein, wenn sie am Ende eines Tages wieder in ihre Einsatzfahrzeuge steigen. Um der Erschöpfung vorzubeugen dürfe jeder auch nur 30 Minuten auf den Dächern stehen und Schnee schippen.

Körperlich an die Grenzen gehen

Wichtig bei so einem Einsatz ist die Sicherheit derer, die helfen. Dazu gehört natürlich auch die Verpflegung. Die Feuerwehren aus dem Landkreis Mühldorf berichten von den Maltesern, die sie mit Essen und Getränken versorgen. Sie aber auch die Kameraden aus dem Landkreis Altötting sehen auch große Dankbarkeit der Bevölkerung im Krisengebiet. So habe sich ein Gastwirt dort für die Räumung des Daches seines Betriebes durch Feuerwehren aus dem Landkreis Altötting mit einer kräftigen Brotzeit bedankt.

Gegenseitige Hilfe ist selbstverständlich

Dabei geht es darum, dass jede Region einmal Hilfe brauchen kann. Die Feuerwehren sind ein wesentlicher Teil dieses Geben-Nehmen-Planes (Genaueres regelt der Freistaat Bayern): So sei es eben auch kein Problem gewesen, das entsprechende Kontingent an verfügbaren Kräften in die Krisenregion ab zu beordern. Die Helfer der Freiwilligen Feuerwehren aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf stehen bis zum weiteren Hilfegesuch jedenfalls bereit. Jeder einzelne brauche aber natürlich aber auch einmal eine Pause.

Quelle: innsalzach24.de

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