Großes Mahnfeuer entlang der Trasse geplant

"Brennender Widerstand" gegen B15neu

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Entlang der geplanten Trasse formiert sich mehr und mehr der Widerstand gegen die B15neu. Können sich die Gegner durchsetzen?
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Oberbergkirchen/Vilsbiburg - Der Widerstand gegen die B15neu wächst. Nun plant "Stop B15neu" ein groß angelegtes Mahnfeuer entlang der gesamten geplanten Trasse.

Die B15neu wäre ein ambitioniertes Projekt: Auf zwei mal zwei Fahrstreifen soll die Bundesstraße von Regensburg über Landshut und den Landkreis Mühldorf bis nach Rosenheim führen. Ein großer Teil der Trasse befindet sich erst in der Planungsphase - und wird womöglich nie gebaut, geht es nach den Gegner der B15neu. Diese machen nun erneut mobil, für Samstag, 10. Mai, planen sie eine groß angelegte Aktion.

Mahnfeuer entlang der gesamten Trasse

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Unter dem Motto "brennender Widerstand" möchte Stop B15neu ein Mahnfeuer entlang der kompletten geplanten Trasse veranstalten, von Landshut bis Rosenheim also. "Wir wollen zeigen, dass sich die Leute entlang der gesamten geplanten Trasse zeigen und ihren Protest kundtun", sagt der Rosenheimer Fritz Schott, Koordinator des Mahnfeuers für Stop B15neu, im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Aktion läuft derzeit an, das Ziel der Initiatoren ist ein möglichst breiter Protest entlang der Trasse. Die Organisation übernehmen Schott beziehungsweise die einzelnen Bürgerinitiativen vor Ort. Alle rechtlichen Vorgaben, beispielsweise zum Brandschutz, sollen freilich eingehalten werden.

Ein konkreter politischer Anlass der Aktion ist der Bundesverkehrswegeplan 2015, der im Laufe des Jahres aufgestellt wird und die Leitlinien für die Realisierung von Verkehrsprojekten in den nächsten 15 Jahren vorgibt. Fritz Schott persönlich hofft, dass die B15neu von Landshut bis Rosenheim komplett aus dem Bundesverkehrswegeplan verschwindet, doch auch mit einer Einstufung in den "weiteren Bedarf" könnte Schott leben. "Dann ist mit einem Bau in den nächsten 15 Jahren nicht zu rechnen."

Stop B15neu vereint 25 Einzelinitiativen

Der Kreis der Gegner der B15neu scheint sich gegenwärtig zu vergrößern. Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung von Stop B15neu haben sich Angaben des Veranstalters zufolge einige der rund 300 Besucher den bestehenden Bürgerinitiativen angeschlossen. Zudem haben mehrere Besucher aus Bodenkirchen (Landkreis Landshut) beschlossen, eine eigene Bürgerinitiative zu gründen. Damit besteht Stop B15neu aus nunmehr 25 Einzelinitiativen, von Adlkofen bis Vilsbiburg, von Buchbach bis Wurmsham.

Auch einige Städte und Gemeinden haben sich gegen die B15neu positioniert. So haben bereits im vergangenen Jahr die Stadträte in Kolbermoor und Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) Resolutionen gegen die B15neu verabschiedet und auch der Kreisausschuss im Landkreis Rosenheim hat eine Resolution gegen die B15neu auf den Weg gebracht.

Jüngst sorgte die B15neu in Oberbergkirchen (Landkreis Mühldorf) für Unmut. Wie Bürgermeister Michael Hausperger, erklärte, fühle sich die Gemeinde unzureichend über den genauen Verlauf der B15neu informiert, weshalb Hausperger persönlich das Gespräch mit der Autobahndirektion suchen möchte.

Zwei Informationsabende am Donnerstag

Am Donnerstag, 10. April, finden gleich zwei Informationsveranstaltungen zur B15neu statt. Um 20 Uhr kommt die Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger (Grüne) nach Gantenham (Gemeinde Oberbergkirchen). Bis Herbst letzten Jahres war Steinberger Mitarbeiterin von Toni Hofreiter, Vorsitzender des Bundesverkehrsausschusses. Auch Bürgermeister Hausperger hat sein Kommen angekündigt und möchte die Ergebnisse von seinem Treffen mit der Autobahndirektion präsentieren.

In der Vilstalhalle in Vilsbiburg (Landkreis Landshut) findet um 19 Uhr ein Informationsabend für die Gemeinden Bodenkirchen, Wurmsham und Oberbergkirchen sowie die Stadt Visbiburg statt, zu dem sich Vertreter der Autobahndirektion angekündigt haben.

Quelle: innsalzach24.de

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