So wütete "Zurbin" in der Region

"Die sollen mal schauen, dass sie reingehehen und in Deckung!"

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Nachdem sie es gestreift hatten, kamen die umher fliegenden Teile der Hausdachverkleidung neben dem Auto zum Liegen.
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  • Martina Hunger
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Landkreis - Der Deutsche Wetterdienst warnte zunächst vor Glatteis und Sturmböen in der Region. Am Morgen kam eine Warnung vor schweren Gewittern hinzu. Mittlerweile kann teilweise Entwarnung vermeldet werden.

UPDATE, 17.30 Uhr - So wütete der Sturm in Waldkraiburg:

"Da fliegt unsere ganze Dachverkleidung runter", berichtet innsalzach24.de-Leser Michael Hofmann einer Verwandten am Telefon. Währenddessen hat er das Handy an und macht ein Video. Von dem Mehrparteienhaus an der Birkenstraße haben sich offenbar Teile der Dachverkleidung gelöst. Irgendwo hat sich der Wind verfangen und das Zeug mitgerissen. 

Unten angekommen, streifen die Teile ein Auto vor dem Mehrparteienhaus, bevor sie daneben liegen bleiben. Fest steht: Das wird nicht billig und gibt in jedem Fall viel Papierkram für Eigentümer und Versicherung

Nachdem sie es gestreift hatten, kamen die umher fliegenden Teile der Hausdachverkleidung neben dem Auto zum Liegen.

UPDATE, 15.55 Uhr - Stromausfall und abgedeckte Dächer

Aufgrund des stürmischen Wetters waren die Feuerwehr Waldkraiburg und auch die Wehren im Umland am Morgen des 14. Dezembers besonders gefordert. Zahlreiche Einsätze, von umgeknickten Bäumen bis zur abgedeckten Dächern waren zu bewältigen. So sah es am Donnerstagvormittag in der Birkenstraße aus: 

Zudem wurden die Koordinierungsaufgaben durch einen Stromausfall zusätzlich behindert. Aber durch gemeinsames Engagement und profimäßiger Zusammenarbeit konnten auch diese Aufgaben durch die Einsatzkräfte gemeistert werden. Nach derzeitigem Sachstand sind keine Personenschäden zu verzeichnen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Waldkraiburg

UPDATE, 14.10 Uhr: Polizeipräsidium meldet 70 Einsätze in der Region

Speziell zwischen sechs und acht Uhr hatten die Rettungskräfte in unseren Landkreisen alle Hände voll zu tun. Am schlimmsten traf es die Region rund um Traunstein. Wie Lisa Maier, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage von chiemgau24.de mitteilte, mussten im Raum Traunstein 50 mal Feuerwehr, Polizei und Co ausrücken. Fünf Mal handelte es sich dabei um einen Verkehrsunfall. Verletzt wurde hierbei zum Glück niemand. Auch im Raum Rosenheim vermeldete die Einsatzzentrale 20 Einsätze. Hier kam es zu vier Verkehrsunfällen ohne Personenschaden. 

In den meisten Fällen handelte es sich um kleinere Unfälle mit geringen Sachschäden. Ein Autofahrer kollidierte zum Beispiel mit einem umgestürzten Baum. Einen größeren Einsatz verbuchte die Feuerwehr Stein an der Traun. Gegen halb neun morgens stürzte ein Baum auf die Staatsstraße 2104 im Norden Traunreuts. Gott sei Dank traf der Baum keine Menschen und Fahrzeuge. Nach der schnellen Bergung wurde die Straße wieder freigegeben. 

UPDATE, 13.26 Uhr: Sturmschäden im Stadtgebiet München

In den Morgenstunden des Donnerstag, 14.12.2017, kam es aufgrund des Sturms zu zahlreichen Einsätzen im Stadtgebiet München. Im Zeitraum von 05.00 Uhr bis 10.20 Uhr wurden insgesamt 119 Einsätze gemeldet. Überwiegend handelte es sich um umgestürzte Bäume, abgerissene Äste oder umgewehte Bauzäune. 

Durch den Wind wurden einige Fahrzeuge in die Fahrbahn geschoben. Vereinzelt fielen Motorräder um. Zum derzeitigen Stand wurden keine Personen verletzt.

UPDATE, 9.05 Uhr - Gewitterwarnung aufgehoben

Die Warnungen vor schwerem Gewitter für die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting wurden soeben aufgehoben. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

UPDATE, 9 Uhr - Bahnstrecke gesperrt

Wie die Bayerische Oberlandbahn auf ihrer Homepage mitteilte, ist die Bahnstrecke zwischen Kreuzstraße und Feldkirchen-Westerham derzeit "wegen einer Störung an der Infrastruktur" gesperrt. Die Sperre, die voraussichtlich bis 9.30 Uhr andauern wird, könne weitere Verspätungen im Zugverkehr nach sich ziehen, hieß es weiter.

Update 8.40 Uhr: Erste Einsätze wegen umgestürzter Bäume

Der Sturm ist so stark, dass er in München sogar ganze Bäume entwurzelt und umgeworfen hat. die Feuerwehr ist bereits fleißig im Einsatz.

Update 8.25 Uhr: Verspätungen und Ausfälle im gesamten Münchner S-Bahn-Netz

Schwere Gewitter und Orkanböen in ganz Bayern: Davor hat am Donnerstagmorgen der Deutsche Wetterdienst gewarnt. Das wirkt sich natürlich auch auf den S-Bahn-Verkehr aus: Die Deutsche Bahn meldet witterungsbedingte Störungen im Gesamtnetz sowie erhebliche Verzögerungen und Zugausfälle.

  • S 1: München Ost - München Hbf - Freising / Flughafen 
  • S 2: Erding - München Hbf - Dachau - Petershausen / Altomünster 
  • S 3: Mammendorf - München Hbf - Holzkirchen 
  • S 4: Geltendorf - München Hbf - Ebersberg 
  • S 6: Tutzing - München Hbf - Zorneding 
  • S 7: Wolfratshausen - München Hbf - Kreuzstraße 
  • S 8: Herrsching - München Hbf - Flughafen 
  • S 20: München Pasing - Höllriegelskreuth 
  • S1/S8: Alle Züge Richtung Flughafen

Update 8 Uhr: Gewitterfront erreicht Kreis Traunstein

Inzwischen warnt der Deutsche Wetterdienst auch im Kreis Traunstein vor schwerem Gewitter mit Orkanböen bis 110 km/h. Die Unwetterwarnung gilt derzeit voraussichtlich bis 9 Uhr. Auch für Stadt und Kreis Rosenheim wurde die Warnung bis 9 Uhr verlängert.

Auf dem Feldberg im Schwarzwald wurden vergangene Nacht 167 km/h gemessen. Das ist dort voller Orkan. Aber auch in den tiefen Lagen gab es sogar Orkanböen. In Waibstadt (Baden-Württemberg) wurden 122 km/h gemessen. Das ist Windstärke 12. In Berus (Saarland) waren es 119 km/h – ebenfalls Windstärke 12 und damit volle Orkanstärke.

  • Zugspitze 151 km/h
  • Brocken 148 km/h
  • Weinbiet in der Pfalz 115 km/h
  • München/Flughafen 96 km/h
  • Saabrücken/Flughafen 93 km/h
  • Stuttgart 90 km/h
  • Freiburg 87 km/h

Update 7.40 Uhr: Warnung vor schwerem Gewitter

Es wird ungemütlich: Der DWD warnt vor schweren Gewittern, die von Westen her aufziehen. Die Warnung (Stufe 3 von 4) gilt aktuell für

  • Stadt und Kreis Rosenheim
  • Kreis Mühldorf
  • Kreis Altötting

Hinzu kommen orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 110 km/h. Die Warnung gilt aktuell bis 8.30 Uhr

Es ist zu erwarten, dass auch die Gewitterfront bald auch die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land erreichen wird.

Die Gewitterfront hat inzwischen auch unsere Region erreicht - Stand 7.35 Uhr.

Hinweis auf mögliche Gefahren 

Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie Abstand besonders von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

Erhebliche Lawinengefahr über 1600 Meter

Es besteht im bayerischen Alpenraum oberhalb 1600m eine erhebliche Lawinengefahr, unterhalb 1600m ist die Lawinengefahr als mäßig anzusprechen.

Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen oberhalb 1600m im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nordwest über Ost bis Südost sowie in frisch eingewehten Rinnen und Mulden, aber auch hinter kammfernen Geländeknicken und in Waldschneisen. Hier ist bereits bei geringer Zusatzbelastung, z.B. durch einen einzelnen Skifahrer, die Auslösung von Schneebrettlawinen möglich.

In tiefen und mittleren Lagen ist wegen des noch warmen Bodens vorwiegend an steilen Grashängen sowie aus lückigen Bergwäldern die Selbstauslösung meist kleinerer Gleitschneelawinen möglich.

Vorbericht: Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden (Stand 6.20 Uhr)

Heute verbreitet Sturmböen zwischen 60 und 80 km/h, bei kräftigen Schauern und einzelnen Gewittern. Es können schwere Sturmböen bis 100 km/h auftreten, im Bergland schwere Sturmböen bis 110 km/h, auf exponierten Alpengipfeln vereinzelt Orkanböen um 120 km/h. Im Südosten anfangs örtlich Glatteis. Oberhalb 600 Meter 1 bis 5 cm Schnee, an den östlichen Mittelgebirgen oberhalb 800 m 5 bis 10 cm, in den Alpen bis 10, in Staulagen bis 15 cm Schnee. Im Allgäu um 20, in dortigen Staulagen bis 30 cm. Im Bergland Schneeverwehungen.

Die Unwetterfront hat am Freitagmorgen (Stand 6.25 Uhr) bereits München erreicht. Für diesen Landkreis hat der DWD bereits eine Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen mit Geschwindigkeiten um 110 km/h gerechnet werden.

Gefrierender Regen und Sprühregen sorgen in der ganzen Region für Glatteis-Gefahr. 

In der Nacht zum Freitag fällt verbreitet Niederschlag. Die Schneefallgrenze liegt meist zwischen 300 und 500 m. Bei Tiefstwerten zwischen +3 Grad und -1 Grad muss oberhalb davon mit Glätte durch Schnee, Schneematsch oder überfrierende Nässe gerechnet werden.

Vorsicht Glatteis!

Gefrierender Regen und Sprühregen sorgen in der ganzen Region für Glatteis-Gefahr. Der DWD empfiehlt, Autofahrten nach Möglichkeit zu meiden.

Warnung vor Sturmböen!

Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 km/h und 80 km/h  aus südwestlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h gerechnet werden. Es können zum Beispiel einzelne Äste herabstürzen. Achten Sie besonders auf herabfallende Gegenstände

Vorhersage Freitag

Am Freitag regnet es vor allem südlich der Donau und am Bayerischen Wald noch längere Zeit. Oberhalb 400 bis 700 m schneit es. Sonst zeigt sich zwischen einzelnen Schneeregen- und Graupelschauern auch kurzzeitig die Sonne. Ein Gewitter ist vor allem in Franken nicht ausgeschlossen. Die Temperatur liegt zwischen 4 und 8, in höheren Alpen- und Mittelgebirgstälern um 2 Grad. Der Wind kommt schwach bis mäßig, in Böen frisch bis stark aus Südwest.

In der Nacht zum Samstag schneit es an den Alpen noch längere Zeit. Sonst ist es überwiegend stark bewölkt bei einzelnen Schnee-, in tiefsten Lagen auch Schneeregenschauern. Die Frühtemperatur liegt bei +1 bis -5 Grad. Dabei wird es durch überfrierende Nässe gebietsweise glatt.

bcs/mh

Quelle: rosenheim24.de

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