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Hubert Hobmaier vom Traunsteiner Kreisfeuerwehrverband

Wie wir Waldbrände verhindern können - und warum ein Regenschauer allein nicht hilft

Hobmaier Hubert, Sprecher des Traunsteiner Kreisfeuerwehrverbandes.
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Hobmaier Hubert, Sprecher des Traunsteiner Kreisfeuerwehrverbandes.

Wie entstehen Waldbrände, wie können wir sie verhindern helfen und inwieweit ist die Feuerwehr in Alarmbereitschaft? Wir haben mit Hubert Hobmaier vom Traunsteiner Kreisfeuerwehrverband über die aktuell gefährliche Lage gesprochen.

Landkreis Traunstein - Die Hitze der vergangenen Tage ist zumindest am heutigen Donnerstag vorbei, auf die Waldbrandgefahr wirkt sich das aber nicht aus: denn es ist trotzdem trocken wie eh und je. „Auch wenn es jetzt einmal ordentlich schütten sollte hilft das kaum was, weil der Boden das Wasser nicht aufnehmen kann“, so Hubert Hobmaier vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein im Gespräch mit chiemgau24.de. Langanhaltender, moderater Regen über mehrere Tage - das wäre aktuell das beste Hilfsmittel gegen drohende Waldbrände.

Heuer schon 25 Vegetationsbrände im Kreis Traunstein

Es schaut jedoch nicht danach aus. So gut wie kein Regen ist vorhergesagt, dafür seien am Samstag aber leichte Gewitter möglich - und die bergen wiederum Gefahren: „Waldbrände müssen nicht immer menschengemacht sein. Auch die Natur selbst ist als Ursache dafür nicht zu unterschätzen, nämlich durch Blitzeinschläge“, weiß Hobmaier. Vor allem geht die Gefahr aber durch menschliche Unachtsamkeit aus: Lagerfeuer, glimmende Zigaretten oder ein heißer Katalysator eines Autos, das im hohen Gras geparkt wurde. Auch aufs Unkraut-Flämmen sollte man momentan verzichten.

Waldbrände fallen bei den Feuerwehren in die größere Kategorie der Vegetationsbrände - und die sind keine Seltenheit: 25 solcher Einsätze hat Hubert Hobmaier für die Floriansjünger im Landkreis Traunstein heuer schon gezählt. Flächenbrände auf bis zu 3000 Quadratmetern, der Brand eines Bahndamms, Flammen in einem Erdloch. Allein zehn dieser Einsätze entfielen auf den trockenen März. „Das muss also kein Thema des Hochsommers sein, es reicht schon eine Woche absolute Trockenheit“, so der Feuerwehrsprecher.

Auch gefüllte Güllewagen mit 10.000 Litern stünden bereit

Die Feuerwehren im Landkreis sehen sich aber gerüstet: Über die vergangenen Jahre wurde ein Konzept zur Vegetationsbrandbekämpfung ausgearbeitet, das man laufend verfeinert. Es gibt unterschiedliche Taktiken bei Bränden auf Wiesen, an Berghängen oder in Wäldern. Und: Viele örtliche Feuerwehren halten in dieser Zeit Güllewägen mit bis zu 10.000 Litern Wasser vor, um spontan besser auf Brände reagieren zu können. Außerdem haben die Kreisfeuerwehren spezielle Löschzüge für Vegetationsbrände.

Ein Flächenbrand bei Übersee Ende März konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Wird es richtig ernst, wie bei den Waldbränden am Thumsee bei Bad Reichenhall 2007 und 2013, kommen auch Hubschrauber zum Einsatz. Sie stammen meist von Polizei oder Bundeswehr und können rund 1000 Liter Löschwasser mitführen. Die Feuerwehr selbst hat keine Hubschrauber, aber: „Im Landkreis haben wir das Glück, dass es in Kirchanschöring eine Helikopterfirma gibt, die unter anderem auch eine Hubschrauberflotte der Vereinten Nationen betreibt.“ Auch auf die Hilfe aus Kirchanschöring habe man schon zurückgreifen können. Löschwasserknappheit herrscht wegen der Trockenheit noch nicht. Nahe, kleine Bäche jedoch, die bei Einsätzen gerne mal „angezapft“ werden, seien momentan aber oft schon trocken.

xe

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