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Knappe Räumlichkeiten

Reit im Winkler Kindergruppe muss ins Pfarrheim ausweichen

Im Untergeschoss des Pfarrsaals soll eine Zusatzgruppe für den Reit im Winkler Kindergarten untergebracht werden.
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Im Untergeschoss des Pfarrsaals soll eine Zusatzgruppe für den Reit im Winkler Kindergarten untergebracht werden.
  • VonJosef Hauser
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Eng wirds im Reit im Winkler Kindergarten, eine Zusatzgruppe ist nötig. Nun geht die Gemeinde ungewöhnliche Wege.

Reit im Winkl – Nach den vorliegenden Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr 2021/22 können nicht alle Reit im Winkler Kinder im Gebäude vom Katholischen Kindergarten St. Pankratius untergebracht werden. Deshalb darf künftig auch der Pfarrsaal einer entsprechenden neuen Nutzung zugeführt werden und eine Kindergruppe beherbergen. Der Gemeinderat beschloss jüngst, dass die Gemeinde für eine Zusatzgruppe die Kosten für Einrichtung, Spielgeräte und anderes übernimmt.

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Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) berichtete, dass 14 Kinder für die Krippe und sieben für den Kindergarten neu angemeldet worden seien.

Maßnahme wird rund 58.600 Euro kosten

„Da neun Kinder von der Krippe in den Kindergarten wechseln und neun Kinder dann in die Schule gehen, können neun Krippenplätze nachbesetzt werden“, so Schlechter. 13 Anmeldungen gehen über das vorhandene Angebot hinaus.

Auf Vorschlag der Gemeinde sei eine Interessensabfrage durchgeführt worden, so Schlechter. Unter anderem ging es dabei um die Akzeptanz von Vormittags- und Nachmittagsgruppen sowie um einem Waldkindergarten. Die Idee des Waldkindergartens fand Zuspruch, „sie kann jedoch wegen notwendiger pädagogischer Fortbildungen erst 2022 umgesetzt werden.“

Zusatzgruppe notwendig

Die große Nachfrage kann, selbst wenn einige Kinder wegfallen sollten, nur mittels einer Zusatzgruppe gedeckt werden. Dabei zählen Krippenkinder doppelt, was bedeutet, ein Krippenkind nimmt zwei Kindergartenplätze in Anspruch.

Das Jugendamt stellt die Betriebserlaubnis in Aussicht, soweit die baulichen Voraussetzungen erfüllt werden.

58.600 Euro Kosten

Baulich ist eine Nutzungsänderung notwendig. Es müssen Maßnahmen im Bereich der WC-Anlage, dem Eingangsbereich, der Räume und der Küche vorgenommen sowie im Außenbereich ein Zaun errichtet werden. Außerdem werden Einrichtungsgegenstände innen sowie Spielgeräte im Freien benötigt. Die Kosten werden auf 58 600 Euro geschätzt. Geplant ist, dass die gebäudebezogenen Kosten die Kirchenstiftung und die Einrichtungsgegenstände die Gemeinde übernimmt.

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„Laut Kostenschätzung liegen die Investitionskosten, die die Gemeinde tragen würde, bei 31.000 Euro zusätzlich 50 Prozent der sonstigen Kosten sowie der Nebenkosten bei 4.300 Euro netto“, unterrichtete der Bürgermeister. Und weiter: „Das machen wir gerne, spätestens bei einem Neubau des Kindergartens würden diese Kosten ohnehin anfallen.“ Auch Willi Schwarz (CSU) fand die vorgesehene Vereinbarung „eine sehr gute Lösung“.

Schlechter gab ein Schreiben des Elternbeirats des Kindergartens bekannt. Dieser möchte wissen, wann eine sichere Zusage für die Betreuung ab September erfolgt. Aus dessen Sicht sei eine Betreuung in den drei bestehenden Kindergartengruppen nicht mehr sichergestellt.

Möglichst keine Verzögerungen

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Bedarf für eine Zusatzgruppe anzuerkennen, und begrüßte deren Unterbringung im Pfarrsaal. Soweit die Kirchenverwaltung die gebäudebezogenen Kosten trägt, übernimmt die Gemeinde dem Beschluss zufolge Einrichtung, Spielgeräte und Zaun sowie die anteiligen sonstigen Kosten und die Nebenkosten in Höhe von geschätzt 35.300 Euro netto. Schlechter wurde bevollmächtigt, den Nutzungsänderungsantrag auf dem Verwaltungsweg zu behandeln, damit die baurechtlichen Voraussetzungen ohne Verzögerung geschaffen werden können.

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