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Den Gemeinderat informiert

Lärmschutz für geplagte Bürger: So stellt sich die Bahn den Schallschutz in Übersee vor

Mitten im Zentrum der Gemeinde Übersee verläuft die Bahnstrecke München-Salzburg. Zum Lärmschutz der Anwohner plant die DB Netz drei Meter hohe Lärmschutzwände errichten, um die Anlieger vor zu viel Krach zu schützen.
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Mitten im Zentrum der Gemeinde Übersee verläuft die Bahnstrecke München-Salzburg. Zum Lärmschutz der Anwohner plant die DB Netz drei Meter hohe Lärmschutzwände errichten, um die Anlieger vor zu viel Krach zu schützen.
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  • Autor Ludwig Flug
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Die Deutsche Bahn will für mehr Lärmschutz entlang der Strecke durch Übersee sorgen. Möglicherweise ab 2025 könnte der Konzern damit beginnen, die ersten Schutzwände hierfür zu installieren. Doch im Gemeinderat herrscht Skepsis, auch mit Blick auf die Reaktionen der Bürger.

Übersee – Der Lärmschutz entlang der Bahngleise durch Übersee war Thema zur jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Seitens der zuständigen DB Netz AG informierte Projektleiter Hermann Bernhard über die Pläne des Konzerns. Eine abschließende Entscheidung über das Einvernehmen zu den Plänen der Bahn beschloss das Gremium nicht, einigte sich dafür auf eine Informationsveranstaltung für die Bürger.

Fördermittel für betroffene Gebäude

Sowohl mit Lärmschutzwänden als auch mit leiseren Zügen verspricht die Bahn den Bewohnern jener rund 89 Wohnungen, die sich entlang der Strecke befinden, eine Entlastung in Sachen Lärm.

Auch für die betroffenen Gebäude selbst soll es Fördermittel geben, um diese besser gegen Schall zu isolieren, jedoch beschränkt auf jene Bauten, die vor dem Jahr 2015 errichtet wurden oder zumindest in einem Gebiet liegen, dessen Bebauungsplan vor diesem Jahr in Kraft trat.

Abhängig vom Willen der Gemeinde

Auf Grundlage der schalltechnischen Untersuchungen plane die DB Netz zwei Lärmschutzwände im Ortskern, beschrieb Bernard in seiner Präsentation während der Gemeinderatssitzung. Auf der nördlichen Seite der Bahnstrecke sollen diese etwa 100 Meter vor der Straßenüberführung beginnen und nach 650 Metern enden – ungefähr 40 Meter vor der Eisenbahnüberführung über die Feldwieser Straße.

Über einen Kilometer lang soll die geplante Wand entlang der nördlichen Seite der Strecke werden. Sie beginnt an der Straßenüberführung Luft und endet am Parkplatz an der Bahnhofstraße. Die Wandhöhe beträgt drei Meter. Die Kosten für diesen aktiven Schallschutz übernehmen Bund und Bahn. Die Vorarbeiten sollen im Jahr 2025 beginnen, die Schutzwände im Laufe des Folgejahres errichtet werden. All die sei jedoch abhängig davon, ob die Gemeinde dies wolle.

Nur passiver Lärmschutz?

Und hier scheiden sich die Geister. Deshalb kam aus den Reihen des Gemeinderats die Frage, ob sich Übersee allein mit passivem Lärmschutz, also mit der Schallisolierung der betroffenen Gebäude, begnügen könne. Dies sei möglich, antwortete Bernhard. Wer aber passiven Lärmschutz plane, sollte zuerst eine verbindliche Zusage für die Förderung einholen.

Gemeinderat Herbert Strauch (FBL) riet zur sorgfältigen Abwägung.

Während eine Lärmschutzwand auch Außenflächen wie Gärten und öffentliche Bereiche schütze, wirke passiver Lärmschutz nur punktuell für Räume.

Auf Nachfrage bestätigte Bahn-Vertreter Hermann Bernhard, dass es für touristisch geprägte Gemeinden und besondere Objekte Zuschläge für die Schalldämmung entsprechender Bauten gebe. Auch teils transparente Schallschutzwände hielt Bernhard in Übersee für möglich, jedoch nicht durchgehend für das gesamte Vorhaben. „Deshalb sind wir auf Vorschläge angewiesen, wo die Wände transparent werden sollten“, sagte er.

Gesundheit versus Ortsbild

Angesichts der Abwägung zwischen Gesundheitsschutz und Tourismusbild riet Gemeinderat Marco Ehrenleitner (CSU) dazu, die Bevölkerung in besonders hohem Umfang einzubeziehen. Hiervor warnte Stefan Haneberg (GfÜ): „Wenn wir die ganze Gemeinde einbeziehen, wird sich die Mehrzahl gegen eine Lärmschutzwand entscheiden, weil für sie das optische Bild maßgeblich ist.“ Es gehe hier genau betrachtet jedoch nicht um Fragen des Geschmacks, sondern um „handfesten medizinischen Schutz“ für jene, welche dem Bahnlärm ausgesetzt seien.

Vor dem Hintergrund ähnlicher Wortbeiträge während der Diskussion reduzierte Bürgermeister Strauch den Beschlussvorschlag auf den ersten Punkt. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Bürger in einer Versammlung über die Pläne der Bahn zu informieren, gegebenenfalls auch in einem Onlineformat.

Infobox: Lärm entlang der Bahnstrecke - So viele Wohnungen sind betroffen

Die aktuelle schalltechnische Untersuchung aus Januar 2021 zeigt derzeit 89 Wohneinheiten im Gemeindegebiet auf, in denen zum Beispiel die Grenzwerte in der Nacht für ein Wohngebiet von 54 Dezibel überschritten werden. Dieser Grenzwert liegt zwischen leiser Musik aus einem Radio (50 Dezibel) und einem Gespräch in normaler Lautstärke (60 Dezibel).

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