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Unsere Wochenanalyse

Intensivpatienten und Impffortschritt: Wie sich die Lage in unserer Region entwickelt

Das Impftempo stockt, die Neuinfektionen steigen - Deutschland und die Region befinden sich mitten in der „Vierten Welle“. Wir haben analysiert, wie sich Impfquoten, Krankenhausbelegungen und das Infektionsgeschehen in der Region entwickeln.

Landkreis - Die wichtigsten Corona-Kennzahlen in Bayern entwickelten sich zuletzt entgegengesetzt: Während die Zahl der hospitalisierten Fälle im Freistaat im Vergleich zur Vorwoche zurückging, sind die Intensivbetten immer stärker ausgelastet. Die Inzidenz bei den hospitalisierten Fällen der vergangenen sieben Tage liegt bei 299 (Vorwoche 336), die Grenze, bei der wieder strengere Maßnahmen ergriffen werden, liegt aber bei 1200. Am Freitag (17. September) waren im Freistaat außerdem 269 Intensivbetten belegt - rund 100 mehr als noch vor zwei Wochen. Die Grenze liegt hier bei 600.

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 17. September 2021).

Die Lage auf den Intensivstationen

In der Region hat sich die angespannte Situation auf den Intensivstationen aber nicht wesentlich weiter verschärft. In den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf sind es momentan 24 Corona-Patienten auf den Intensivstationen, laut DIVI-Intensivregister des Robert-Koch-Instituts. Einer mehr als vorigen Freitag. Auch die Gesamtauslastung aller Intensivbetten in den fünf Landkreisen ist in etwa gleichgeblieben - gleich angespannt, wohlgemerkt. Von den 187 Intensivbetten sind lediglich 19 frei. In den Landkreisen Berchtesgadener Land und Mühldorf sind gar alle belegt.

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf in der Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate.

Das Berchtesgadener Land bleibt Letzter beim Impftempo

Beim Impfen geht es in der Region in kleinen Schritten vorwärts, wenn auch auf allgemein niedrigerem Niveau. Der Landkreis Altötting liegt knapp über, der Landkreis Mühldorf knapp unter 60 Prozent Zweitimpfungen. Zum Vergleich: In Deutschland haben bereits 62,7 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz, in Bayern 60,5 Prozent. Mit großem Abstand folgen beim Impffortschritt dann Rosenheim (53,3 Prozent), Traunstein (52,4 Prozent) und - wie auch in den vorigen Wochen auf dem letzten Platz - das Berchtesgadener Land mit 51,7 Prozent Zweitimpfungen.

Zweitimpfungen im Prozent, Stand 17. September: Vergleich der heimischen Landkreise mit Bayern und Deutschland.

Die Reiserückkehrer befeuern das Infektionsgeschehen inzwischen weit weniger stark. Im Landkreis Altötting machten sie diese Woche noch knapp zehn Prozent der Neuinfizierten aus, im Kreis Mühldorf 15 Prozent - umso schwieriger wird das Infektionsgeschehen damit zu fassen. Aus dem Rosenheimer Gesundheitsamt heißt es dazu: „Nachdem zu Ferienbeginn die Hauptursachen der Ansteckungen Reiserückkehrer waren, herrscht mittlerweile ein diffuses Ausbreitungsgeschehen vor.“ Im Kreis Rosenheim komme es zunehmend auch wieder zu Corona-Ausbrüchen in Seniorenheimen.

Corona-Ausbrüche in Altenheimen und Bundeswehr-Hilfe in Rosenheim

Sechs betroffene Seniorenheime mit 29 erkrankten Bewohnern und 25 getesteten Mitarbeiten werden aus dem Landkreis Rosenheim gemeldet. In einem Fall in der Stadt Rosenheim seien zwei Drittel der 22 erkrankten Altersheimbewohner nicht geimpft gewesen. Auch zu sogenannten Impfdurchbrüchen kommt es in der Region immer wieder, also Corona-Infektionen trotz vollständiger Impfung. Im Landkreis Mühldorf machen sie derzeit gut 15 Prozent aus. Im Berchtesgadener Land sind zwei der 14 Corona-Patienten im Bad Reichenhaller Krankenhaus ebenfalls vollständig gegen das Virus geimpft, jedoch reicht für sie eine Betreuung auf der Normalstation. Weil die Kontaktpersonennachverfolgung für die Ämter inzwischen wieder so umfangreich wird, hilft im Rosenheimer Gesundheitsamt seit Montag auch wieder die Bundeswehr dabei aus.

xe

Rubriklistenbild: © Robert Michael

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