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Seniorenanteil nimmt um ein Drittel zu

So will der Gemeinderat Chieming den Ort altersgerecht gestalten

Damit sich Senioren, wie in diesem Symbolbild, entspannen können, will der Chieminger Gmeinderat einiges im Ort ändern.
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Damit sich Senioren, wie in diesem Symbolbild, entspannen können, will der Chieminger Gmeinderat einiges im Ort ändern.

In der jüngsten Chieminger Gemeinderatssitzung erfolgte eine Beschlussfassung zur Ermächtigung des Bürgermeisters, Voraussetzungen zu schaffen, um ein Quartiersmanagement in der Gemeinde einzuführen.

Chieming – Bürgermeister Stefan Reichelt wurde in einer Abstimmung mit zwölf zu vier Stimmen dazu ermächtigt, die Fördervoraussetzungen zu schaffen und den Förderantrag beim Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales zu stellen. Hintergrund ist der demografische Wandel, demzufolge der Anteil von über Sechzigjährigen in der Gemeinde Chieming zwischen 2019 und 2033 um bis zu einem Drittel zunehmen werde. Quelle für diese Studie ist das Bayerische Landesamt für Statistik.

Es gelte, Vorsorge dafür zu treffen, um die Strukturen vor Ort seniorengerecht zu gestalten, damit ältere Menschen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld wohnen bleiben können. Quartierskonzepte seien ein gutes Instrument der Kommunen, um im Rahmen der Daseinsvorsorge eine zukunftsfähige Infrastruktur aufzubauen, die an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst ist und damit allen Generationen zugutekomme, sagte Reichelt.

Gremium lädt Referenten ein

Um dem Gremium grundlegende Informationen zu geben, wurde als Referentin Anja Preuß von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung (AfA) aus München eingeladen. Auch Susanne Aicher vom Pflegestützpunkt des Landratsamtes und Werner Fertl, Beauftragter für Senioren und Menschen mit Behinderung im Landkreis Traunstein, stellten sich den Fragen der Gemeinderäte.

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Preuß meinte, Quartierskonzepte im sozialen Nahraum seien darauf ausgerichtet, dass auch ältere Menschen mit Unterstützungsbedarf in ihrem vertrauten Wohnumfeld verbleiben können. Themen eines Quartiersmanagements seien Beratung und soziale Netzwerke, Wohnen und Wohnumfeld sowie ortsnahe Unterstützung und Pflege.

„Kümmerer“ übernimmt Koordinierung

Die Entwicklung eines Quartierskonzepts bestehe in einer kostenfreien Unterstützung der Koordinationsstelle bei allen Arbeitsschritten. Ein „Kümmerer“ sollte die Koordinierung der Quartiersentwicklung übernehmen, ebenso die Vernetzung der Akteure und die Eigeninitiative der Bürger anregen sowie für Hilfe und Beratung sorgen. Quartierskonzepte würden durch eine Anschubfinanzierung von bis zu 80.000 Euro für vier Jahre gefördert, bei zehn Prozent Eigenanteil der Gemeinden. Die Kommune ist Träger oder per Kooperationsvertrag beteiligt.

In der anschließenden Diskussion wurde herausgestellt, dass sich die Gemeindebeauftragte für Senioren und Menschen mit Behinderung, Elisabeth Ellmaier, am Quartiersmanagement beteiligen will.

Diskussionspunkte im Gremium waren, ob die Gemeinde ein eigenes Qualitätsmanagement brauche oder ob man sich mit einer Nachbargemeinde zusammenschließen könne. Josef Mayer (CSU) stellte die Frage nach den nachhaltigen Kosten, wenn der Förderzeitraum abgelaufen sei und er erkundigte sich nach einer Bedarfsanalyse, wie vor ihm bereits Angelika Maier (Grüne).

Ellmaier ist nun der Verantwortliche

Im Raum stand auch die Frage, ob nicht auch die bestehenden Vereine und die Familien die Aufgabe eines „Kümmerers“ erfüllen könnten. Elisabeth Heimbucher schlug vor, man solle sich doch auf Ellmaier verlassen und ihrem Rat folgen. Die Mehrheit im Gremium hat sich dieser Auffassung angeschlossen und für die Einführung von Quartierskonzepten in Chieming gestimmt.

SF