Einbruchschutz

So schützen Sie Ihr Heim vor Einbrechern

Landkreis - Die Tage werden kürzer und damit ergeben sich viele Gelegenheiten für Einbrecher. Damit ihre Wohnung keine Beute für die Langfinger wird, geben wir Ihnen ein paar Tipps:

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele Menschen, ob jung oder alt, einen großen Schock. Dabei machen den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwerwiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden. Aus diesem Grund bieten die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen des Polizeipräsidiums eine umfangreiche, individuelle und kostenlose Beratung zur Einbruchsvorsorge. Das dies dringend nötig ist zeigt auch die Statistik: waren es 2012 noch 144.117 Fälle, wurden 2013  insgesamt 149.500 Fälle  einschließlich der Einbruchsversuche erfasst. Zudem kommen entgegen der weit verbreiteten Meinung  Einbrecher nicht in der Nacht sondern tagsüber, am frühen Abend oder an den Wochenenden, wenn üblicherweise niemand zu Hause ist. In der dunklen Jahreszeit nutzen Einbrecher oft die frühe Dämmerung und suchen dabei am Ortsrand gelegene, ebenerdige Wohnungen oder Wohnhäuser auf. Schlecht gesicherte Kellerfenster oder gekippte Terrassen- und Balkontüren werden gerne als Einladung für einen „kurzen Besuch“ angenommen. Meistens nehmen die Täter leicht abtransportierbare Wertegegenstände an sich, zum Beispiel Schmuck oder Bargeld, und sind innerhalb kürzester Zeit wieder weg.

Serviceleistungen

Bei der bundesweiten Kampagne "K-Einbruch", bekommt man Tipps und Tricks über Sicherungstechnik für das Eigenheim oder sicherheitsbewusstes Verhalten. Des Weiteren kann man sich auch durch ein "interaktives Haus" klicken und so hilfreiche Tipps für mehr Schutz erhalten. Mehr Infos dazu finden Sie auf der Kampagnenwebseite www.k-einbruch.de und unter der Rubrik www.k-einbruch.de/foerderungsind alle Informationen zu den Möglichkeiten der staatlichen Förderung von Einbruchschutz eingestellt. Ein wichtiger Bestandteil der Kampagne ist der „Tag des Einbruchschutzes“, der alljährlich am letzten Sonntag im Oktober stattfindet, dem Tag, an dem die Uhren wieder auf die Winterzeit umgestellt werden. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ gibt es deutschlandweit zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen der Polizei und ihrer Kooperationspartner rund um diesen Tag.

Darüber hinaus informiert auch das DFK unter www.kriminalpraevention.deüber die einschlägigen Förderprogramme der Länder und des Bundes.

Auch die Beratungsstellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bieten eine umfangreiche, individuelle und kostenlose Beratung zur Einbruchsvorsorge. Die kriminalpolizeilichen Fachberater sind bei den regionalen Kriminalpolizeidienststellen angesiedelt und stehen gerne als Ratgeber für den wirkungsvollen Einbruchsschutz zur Verfügung. Weitere Informationen zum Schutz der eigenen vier Wände sind auch im Internet unter www.polizeiberatung.dezu finden.

Förderprodukte der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Auf Initiative des Deutschen Forums für Kriminalprävention (DFK) in Kooperation mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert die KfW jetzt auch zusätzlich den Einbau einbruchhemmender Produkte. Das Konzept dazu hat das DFK gemeinsam mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes entwickelt. „Diese wichtige Neuerung in Sachen Einbruchschutz schafft einen finanziellen Anreiz, seine Wohnung oder sein Haus gegen Diebe zu schützen“, so Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, Kuratoriumspräsident des DFK und Schirmherr der Einbruchschutzkampagne K-EINBRUCH von Polizei und Partnern aus der Wirtschaft. Einen Kredit oder Zuschuss erhalten Eigentümer und Vermieter im Rahmen der Förderprodukte „Energieeffizient Sanieren“ und „Altersgerecht Umbauen“. Gefördert wird beispielsweise zusätzlich der Einbau barrierearmer, einbruchhemmender Türen, der nachträgliche Einbau von Rollläden und Fenstergittern oder die Nachrüstung z. B. mit selbstverriegelnden Mehrfachverriegelungen und Zusatzschlössern.

Mehr Schutz für ihr Heim

Der Schutz vor den ungebetenen Gästen basiert im wesentlichen auf drei Säulen:

Nachbarschaftshilfe

Eine intakte und aufmerksame Nachbarschaft kann vorbeugend wirken. Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn – dann haben Einbrecher weniger Chancen.

Mechanische Sicherungseinrichtungen 

Über ein Drittel aller Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken. Mechanische sicherungstechnische Einrichtungen an Türen und Fenstern tragen dazu ganz wesentlich bei.

Richtiges Verhalten 

Achten Sie bewusst auf verdächtige Situationen und alarmieren Sie in dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei unter der Notrufnummer „110“ . Wenn Sie tatsächlich einen Einbrecher bemerken: Stellen Sie sich ihm keinesfalls in den Weg! Spielen Sie nicht den Helden, denn das könnte schlimm für Sie ausgehen.

Bereits die Beachtung einfacher Verhaltensregeln kann Einbrecher das Leben erschweren:

  • Wenn Sie ihr Haus verlassen, auch nur für kurze Zeit, schließen Sie immer Ihre Haustür ab!
  • Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran. Gekippte Fenster sind offene Fenster!
  • Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus!
  • Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück!
  • Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit!

Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen

zuständig für die kreisfreien Stadt Rosenheim und den Landkreis Rosenheim  

Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Rosenheim

Kriminaloberkommissar Wolfgang Moritz

Kaiserstraße 32, 83022 Rosenheim

Telefon: 08031/200-3712

zuständig für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land

Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Traunstein

Kriminalhauptkommissar Gerd Pickelmann

Eugen-Rosner-Straße 2, 83278 Traunstein

Telefon: 0861/9873-445

zuständig für die Landkreise Mühldorf und Altötting

Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Mühldorf am Inn

Kriminalhauptkommissar Alfred Hautz

Am Wasserturm 5, 84453 Mühldorf

Telefon 08631/3673-433

Anschauliche Videos

Diese zwei Videos zeigen noch einmal sehr deutlich, wie man sich am besten vor Einbrüchen schützt.

Das Video des Polizeipräsidiums München zeigt auf sehr lustige Weise, wie Diebe in die Wohnung gelangen können und wie man sich am besten davor schützen kann.

Welt der Wunder präsentiert ein paar einfache Methoden, um seine vier Wände richtig zu schützen:

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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