Orkanböen in der Nacht bis zu 100 km/h

Unfälle und umgestürzte Bäume: So wütete der Sturm in der Region

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Landkreis - In der Nacht zum Sonntag haben in Bayern zum Teil schwere Sturmböen gewütet. Zahlreiche Bäume stürzten um. In der Region gab es auch Unfälle. Es kam zu zahlreichen Rettungseinsätzen.

Im Allgäu verursachten Orkanböen mit Geschwindigkeiten von um die 100 km/h bis zum Sonntagmorgen Dutzende Einsätze von Feuerwehr und Hilfsdiensten. "Vereinzelt sind massive Stämme mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern umgeknickt", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Südwest gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa). Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.

Auf der A7 bei Memmingen stürzte ein Baum auf den Standstreifen. Vielerorts wehte der starke Wind Werbetafeln und Bauzäune um. Durch starken Regen hatten Autofahrer mit schlechter Sicht zu kämpfen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete am Sonntagmorgen im Allgäu mit vierzig Litern Regen pro Quadratmeter innerhalb von 30 Stunden und warnte zugleich vor einer anhaltenden markanten Wetterlage.

Überschlag auf B299 bei Tacherting

Auch in der Region hatte das Sturmtief Auswirkungen. So kam es auf der B299 im Landkreis Traunstein zu einem folgenschweren Unfall, als am Samstagnachmittag gegen 17 Uhr eine massive Tanne bei Tacherting auf die Fahrbahn gestürzt war. Ein Wagen prallte mit voller Wucht dagegen und überschlug sich. Es gab zwei Verletzte. Weitere Fahrzeuge konnten gerade noch rechtzeitig anhalten.

In Ruhpolding wurde außerdem wegen der starken Windböen die "Rauschbergweihnacht" kurzfristig abgesagt. Das berichtet der Radiosender Bayernwelle.

Kurios verlief unterdessen ein Fall aus Wasserburg. Dort wurde am Samstagmittag ein Auto angefahren. Als der Besitzer zu seinem Wagen zurückkehrte, sah er gerade noch, wie der Sturm einen an der Windschutzscheibe angebrachten Zettle regelrecht davon wehte. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Verursacher dort seine Personalien hinterlassen hat. Da der Zettel aber nicht wieder auftauchte, ist weiterhin unklar, wer den Unfall verursachte.

Kleinere Probleme im Zugverkehr

Auch im Zugverkehr kam es zu kleineren sturmbedingten Problemen. So musste die Strecke Weilheim - Schongau wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt werden. In der Oberpfalz verzeichnete die Polizei am Morgen zunächst etwa zwanzig Einsätze wegen umgestürzter Verkehrsschilder. In Oberfranken traf ein Ast die Scheibe eines Autos. 

Und nach dem Sturm könnte es dann zumindest deutlich kälter werden. Aber ob dann wirklich schon der "echte" Winter kommt, bleibt fraglich. "Nächste Woche wird es dann kälter und vor allen Dingen ab 300 bis 400 Metern weiß, bevor uns dann zum 3. Advent schon wieder ein Sturm ins Haus steht. Nach aktuellen Berechnungen könnte das dann sogar ein Orkan werden. Da müssen wir die Details noch abwarten. (...)", hatte Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (wetter.net) bereits am Freitag erklärt. 

Autofahrer sollten aber vor allem in der Nacht zum Montag mit glatten Straßen wegen überfrierender Nässe rechnen, hieß es weiter.

mw/dpa/Polizeipräsidium Schwaben/wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

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